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das in Singapur entwickelte Krebsmedikament PRL3-zumab zeigte in präklinischen Experimenten, dass es den Flüssigkeitsaustritt aus defekten Blutgefäßen reduzieren kann. Ein Forschungsteam aus Singapur sieht deshalb in diesem Medikament eine alternative Behandlungsmöglichkeit zu den herkömmlichen intravitrealen Injektionen bei feuchter altersbedingter Makuladegeneration und diabetischer Retinopathie. Nun bereitet sich das Team auf klinische Studien am Menschen vor und hat dafür bereits die Genehmigung der singapurischen Gesundheitsbehörde erhalten.
Neutrophile Granulozyten werden zum angeborenen unspezifischen Immunsystem gezählt und gehören zur ersten Verteidigungslinie gegen Bakterien und andere Krankheitserreger im Körper. Nicht so in der Netzhaut, wie US-amerikanische Forscher bei ihren Untersuchungen von murinen Netzhäuten mit Photorezeptorschäden beobachten konnten. Die Wissenschaftler haben herausgefunden, dass bei einer Schädigung der Photorezeptorzellen nur Mikroglia und nicht Neutrophile auf diesen Defekt reagieren. Und das, obwohl auch Neutrophile durch nahegelegene Blutgefäße wandern. Diese Erkenntnisse könnten neue Behandlungsoptionen für Erkrankungen wie altersbedingte Makuladegeneration, Retinitis pigmentosa und Zapfen-Stäbchen-Dystrophie eröffnen.
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