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Liebe Leserinnen und Leser,
die Differenzialdiagnose vieler neurodegenerativer Erkrankungen ist nach wie vor eine Herausforderung. Kanadische Forschende haben nun einen vielversprechenden Ansatz vorgestellt, der es erlaubt, Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) und Alzheimer frühzeitig und zuverlässig zu unterscheiden. Mithilfe eines nicht invasiven Netzhautscans nutzen die Wissenschaftler polarisiertes Licht, um Proteinablagerungen in gespendeten Netzhautproben von Alzheimer-Patienten sichtbar zu machen. Die Analyse der Lichtmuster ermöglichte es, die Ablagerungen zu erkennen und auf dieser Basis ALS und Alzheimer mit hoher Genauigkeit voneinander zu unterscheiden.
Auch aus der Grundlagenforschung gibt es spannende Neuigkeiten: Ein US-amerikanisches Forschungsteam hat gezeigt, dass residente Makrophagen im Auge eine wichtige Rolle bei der Regulierung des Augeninnendruckes spielen. Entfernt man diese fluoreszenzmarkierten Zellen in Mäusen selektiv, kommt es zu Flüssigkeitsansammlungen und einem Anstieg des Augeninnendrucks – ein potenzieller Ansatzpunkt für neue Glaukom-Therapien.
Eine andere US-amerikanische Studie hat ergeben, dass absterbende Photorezeptorzellen, die mit Erkrankungen wie Altersbedingte Makuladegeneration, Retinitis pigmentosa und Netzhautablösung verbunden sind, sich unter bestimmten Bedingungen regenerieren können. In diesem Erholungsprozess scheinen funktionierende Mitochondrien eine entscheidende Rolle zu spielen.
Auch aus der Politik gibt es Neuigkeiten: Der Berufsverband der Augenärztinnen und Augenärzte Deutschlands hat Stellung zu den geplanten Sparmaßnahmen im ambulanten Gesundheitssektor bezogen.
Lesen Sie hierzu und zu anderen Themen mehr in unserem heutigen Newsletter. Wir gehen jetzt in eine kleine Osterpause und sind für Sie wie gewohnt am 14. April wieder da.
Schöne Osterfeiertage wünschen Ihnen
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