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Liebe Leserinnen und Leser,
Acetylsalicylsäure (ASS) ist ein günstiger und bewährter Wirkstoff, unter anderem als Blutverdünner. Erstmals wird nun ASS zur Prophylaxe von venösen Thromboembolien evidenzbasiert in einer S3-Leitlinie empfohlen, an der auch Orthopäden und Unfallchirurgen beteiligt waren. Die AE – Deutsche Gesellschaft für Endoprothetik sieht dies in Hinblick auf die Thrombosevorbeugung bei Hüft- und Knie-OPs als eine einfache Möglichkeit, geeignete Patienten zusammen mit der Frührehabilitation stärker in die Therapie einzubinden. Details dazu lesen Sie in unserer Top-Meldung.
Am vergangenen Samstag war der Tag der seltenen Erkrankungen. Diesen nutzen viele Fachgesellschaften, um auf solche Erkrankungen mit den damit einhergehenden Problematiken hinzuweisen. Ein typisches Problem bei seltenen Erkrankungen ist der Off-Label-Use von Medikamenten wie etwa bei entzündlich rheumatischen Erkrankungen. Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie und Klinische Immunologie (DGRh) schätzt, dass circa jeder zweite Patient eine solche Therapie erhält. Dadurch gerieten Ärzte „in einen unzumutbaren Konflikt zwischen Patientenwohl und persönlichem Haftungsrisiko“, kritisiert die DGRh und fordert eine klare, rechtssichere und praktikable gesetzliche Regelung ein.
Spannend ist auch eine neue Therapieoption beim extraskelettalen Osteosarkom. Bei einem Fallbeispiel aus Österreich konnte gezeigt werden, wie wichtig eine präzise Diagnostik für die erfolgreiche Therapie des äußerst seltenen, aggressiven Weichteiltumors ist.
Auch angeborene Gefäßfehlbildungen sind selten und werden – etwa in den Extremitäten – auch nur selten frühzeitig entdeckt. Dabei können unentdeckte Fälle nicht nur zu Fehlfunktionen, sondern schlimmstenfalls auch zu Amputationen führen. Eine neue S3-Leiltlinie soll hier nun Fortschritte bringen.
Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre dieser und weiterer Themen sowie eine schöne Woche,
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