Ausgabe 15/2026

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Dienstag, 07. April 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

es war zu erwarten: Kaum waren am Dienstag in der vergangenen Woche die Vorschläge der Finanzkommission zu möglichen Einsparungen im Gesundheitssystem auf dem Tisch, kam auch schon Gegenwind und Detailkritik aus allen Ecken. Bereits im vergangenen Newsletter haben wir über die Warnung des Berufsverbandes für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU) vor „massiven Einschränkungen“ in der ambulanten Patientenversorgung berichtet. Die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGOU) hat nun einen weiteren Reformvorschlag kritisiert: Eine verpflichtende Zweitmeinung vor Knie- und Hüftgelenkersatz führe zu mehr Bürokratie. Mit dem Zertifizierungssystem von EndoCert sei längst die Qualitätssicherung in der Endoprothetik verankert und müsse nur ausgeweitet werden, so ihr Gegenvorschlag.

Neben dieser gesundheitspolitischen Diskussion informieren wir Sie in unserem Newsletter zu einigen interessanten Aspekten der Schmerzmedizin: In einem Interview mit dem Präsidenten der Deutschen Wirbelsäulengesellschaft (DWG) erfahren Sie, wie Patienten mit chronischen Rückenschmerzen zukünftig von einer verstärkten interdisziplinären Zusammenarbeit profitieren sollen. Interessant sind auch Ergebnisse von zwei Studien aus den USA: Die eine zeigt auf, wie Erwartungen den Schmerz beeinflussen können. In der zweiten Studie wurde festgestellt, dass Patienten nach einer Beinamputation, mit drei Arten von Schmerz zu kämpfen haben.

Eine aufschlussreiche Lektüre dieser und weiterer Themen sowie eine schöne Woche wünscht Ihnen




   Ihr
   Harald Raabe

 

 
 
EndoCert statt Doppelprüfung bei Knie- und Hüftendoprothesen

EndoCert statt Doppelprüfung bei Knie- und Hüftendoprothesen

Die DGOU hat die Initiative der Finanzkommission Gesundheit, die Krankenhauskosten im Rahmen der GKV-Reform zu senken und Einsparpotenziale zu identifizieren begrüßt. Sie kritisiert jedoch die vorgeschlagene verpflichtende Zweitmeinung bei Knie- oder Hüftendoprothesen. Es existiere ein bereits funktionierendes Qualitätssicherungssystem beim Gelenkersaz.

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RWE bestätigt: CRYSVITA® verbesserte Mobilität bei XLH1

Schmerzen, Steifigkeit und Mobilitätseinschränkungen sind Kern-Skelettmanifestationen der X-chromosomalen Hypophosphatämie (XLH).2 Bei Erwachsenen führte CRYSVITA® in der Phase-3-Studie u. a. zu (Pseudo-)Frakturheilung.3 Neue Real-World-Daten bestätigen: CRYSVITA® führte im Vergleich zu Phosphat/Vit. D bei mehr Patient:innen zu Schmerzreduktion, weniger Steifigkeit und steigerte die Mobilität.1

CRYSVITA® Pflichttext | Referenzen

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Rückenschmerzen – operieren oder nicht?

Die Deutsche Wirbelsäulengesellschaft (DWG) und die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS) wollen chronische Rückenschmerzen gemeinsam und interdisziplinär behandeln. DWG-Präsident PD Dr. Klaus J. Schnake berichtet im Interview über die Kooperation und Behandlungsmöglichkeiten.

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Mehr als Phantomschmerz: Studie zeigt komplexe Schmerzrealität nach Amputation

Mehr als Phantomschmerz: Studie zeigt komplexe Schmerzrealität nach Amputation

Nicht selten kommt es nach Amputation eines Beines zu anhaltenden Schmerzen. Diese sind nicht nur auf Phantomschmerzen zurückzuführen. Vielmehr können verschiedene Schmerzarten beteiligt sein, zeigt eine aktuelle Studie.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Der synoviale Fingerabdruck von Sprunggelenkfrakturen: Eine zentrale Rolle der Aktivierung des WNT-Signalwegs bei posttraumatischer Sprunggelenkarthrose. 
Foot Ankle Int, 23.3.2026

Der Zusammenhang zwischen Methotrexat-Metabolismus-bezogenen Genpolymorphismen und der therapeutischen Wirksamkeit sowie Toxizität bei Patienten mit Rheumatoider Arthritis. 
Arthritis Res Ther, 25.3.2026

Beckeninsuffizienzfrakturen nach Strahlentherapie bei Frauen mit Knochensarkom des Beckens: eine aktualisierte Metaanalyse mit 11.272 Patientinnen.
Arch Orthop Trauma Surg 2026;146:120.

 
 

Selbsterfüllende Prophezeiung: Wie Erwartungen Schmerz verstärken können

Soziale Informationen können beeinflussen, wie stark Menschen Schmerz und Anstrengung empfinden. Eine US-amerikanische Studie zeigt, welche Mechanismen dahinterstecken.

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Schmerz, Misstrauen, Fehldiagnose: Wie Rassismus die Gesundheitsversorgung beeinträchtigt

Schmerz, Misstrauen, Fehldiagnose: Wie Rassismus die Gesundheitsversorgung beeinträchtigt

Forschende analysierten erstmals systematisch, wie Betroffene Rassismus im deutschen Gesundheitssystem erleben und was das für ihre Versorgung bedeutet. Ein Leitfaden gibt Handlungsempfehlungen für stationäre Gesundheitseinrichtungen.

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PANORAMA:

Empfehlungen für eine Reform, die höhere Krankenkassenbeiträge abwenden soll, liegen auf dem Tisch. Die Koalition will jetzt beraten, welche Maßnahmen sie ergreift – und bekommt schon Gegenwind.
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Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe hat die Werbung für ärztliche Behandlungen mit medizinischem Cannabis untersagt.
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Der Bundestag hat die Anerkennung von ausländischen Medizinern vereinfacht.
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Die IT-Sicherheit von Software-Produkten im Gesundheitswesen ist „ausbaufähig“. Zu diesem Ergebnis kommt das Bundesamt für Informationstechnik, das unter anderem Praxisverwaltungssysteme unter die Lupe genommen hat.
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TERMINE:

74. Jahrestagung der VSOU
16.–18. April 2026
Baden-Baden

143. Deutscher Chirurgie Kongress
22.–24. April 2026
Leipzig

AE-Masterkurs Knie
23. April 2026
Dortmund

25st European Congress of Trauma & Emergency Surgery (ECTES)
26.–28. April 2026
Stockholm, Schweden

Starter-Kurs Wirbelsäule: Degeneration, Spondylodiszitis & Metastasen
27.–29. April 2026
Braunlage

27th EFORT Congress
4.–6. Mai 2026
Málaga, Spanien

 
 

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