Ausgabe 39/2025

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Dienstag, 23. September 2025

Liebe Leserinnen und Leser,

in der vergangenen Woche trafen sich Rheumaexperten zum Deutschen Rheumatologiekongress in Wiesbaden. Einer der Schwerpunkte in diesem Jahr war das Thema Fatigue, das den Experten zufolge unterschätzt und bei der Versorgung von Menschen mit Rheuma bisher nicht ausreichend berücksichtigt werde. Ebenfalls unterschätzt sei Bewegung als wirkungsvolle Therapie bei Rheuma: „Wir müssen Bewegung systematisch in die Versorgung integrieren“, forderte PD Dr. Christoph Biehl, Kongresspräsident der Deutschen Gesellschaft für Orthopädische Rheumatologie.
Im Blick sollten Rheumatologen auch geschlechtsspezifische Unterschiede bei ihren Rheumapatientinnen und -patienten haben, denn nur so ließen sich für diese die individuell besten Therapien finden, betonte Dr. Katinka Albrecht vom Deutschen Rheuma-Forschungszentrum.
Informieren Sie sich zudem darüber, wie Multifunktionskugeln aus Schleim Wirkstoffe etwa in Gelenke transportieren können oder zukünftig viskoelastische Materialien in der Medizintechnik – etwa bei Knochenimplantaten – zum Einsatz kommen könnten.
Eine interessante Lektüre dieser und weiterer Themen sowie eine schöne Woche wünscht Ihnen




   Ihr
   Harald Raabe

 

 
 
Fatigue als unterschätztes Leitsymptom entzündlich-rheumatischer Erkrankungen

Fatigue als unterschätztes Leitsymptom entzündlich-rheumatischer Erkrankungen

Fatigue zählt zu den häufigsten und oft belastendsten Symptomen entzündlich-rheumatischer Erkrankungen – und bleibt dennoch oft unbeachtet. Sie schränkt Lebensqualität, Arbeitsfähigkeit und soziale Teilhabe massiv ein – häufig stärker als die Gelenkbeschwerden.

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Vom Schonprogramm zum Trainingsplan – Bewegung als Schlüssel in der Rheumatherapie

Lange galt für Patienten mit Rheuma: schonen statt trainieren. Inzwischen ist klar, dass regelmäßige, angepasste Bewegung ein zentraler Bestandteil der Behandlung ist – mit positiven Effekten auf Krankheitsaktivität, Schmerzen, Muskelkraft und Lebensqualität.

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Geschlechtsspezifische Unterschiede in der Rheumatologie: Frauen später diagnostiziert, Männer schwerer betroffen

Geschlechtsspezifische Unterschiede in der Rheumatologie: Frauen später diagnostiziert, Männer schwerer betroffen

Zwar haben Frauen häufiger entzündlich-rheumatische Erkrankungen als Männer, dennoch werden die Erkrankungen bei ihnen oft später erkannt. Männliche Betroffene gehen zwar nicht öfter zum Arzt, aber sie werden früher diagnostiziert, weil sich Kollagenosen bei Männern häufiger mit schweren Organbeteiligungen bemerkbar machen. Das zeigen aktuelle Daten aus Beobachtungsstudien.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals


Auswirkungen von Vitamin D3, Omega-3-Fettsäuren und einem einfachen Heimtrainingsprogramm auf Wirbelkörperfrakturen: die randomisierte kontrollierte Studie DO-HEALTH
Nagelung allein führt im Vergleich zur Kombination von Nägeln und Platten bei der Behandlung von nativen distalen Femurfrakturen zu ähnlichen klinischen Ergebnissen bei geringerer perioperativer Morbidität
Passive Nackensteifigkeit und Bewegungsumfang bei Männern und Frauen vom frühen bis zum späten Erwachsenenalter
 
 

Multifunktionskugel aus Schleim

Forschende der Technischen Universität München (TUM) haben Mikro-Hohlkörper aus Schleim und Polydopamin entwickelt. Diese sollen als Wirkstoff-Verpackung zum Einsatz kommen, zum Beispiel in Gelenken oder an der Mundschleimhaut.

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Weiche Materialien für intelligentere Roboter

Weiche Materialien für intelligentere Roboter

Soft Robots eröffnen neue Perspektiven für Medizintechnik und Industrie. Gefördert durch das Emmy-Noether-Programm forscht Jun.-Prof. Aniket Pal von der Universität Stuttgart an viskoelastischen Materialien, mit denen sich intelligente Funktionen in Soft Robots einbetten lassen.

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PANORAMA:

Angesichts hoher Gesundheitskosten kommt nach vielen Jahren das Thema Rationierung/Priorisierung wieder hoch. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) stößt beim Koalitionspartner SPD auf Widerstand. Derweil bringt der Chef eines großen Klinikkonzerns Leistungskürzungen bei Älteren ins Spiel.
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Bei den Honorarverhandlungen 2026 haben sich die KBV und der GKV-Spitzenverband auf ein Plus von 2,8 Prozent geeinigt.
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Das Netz der Apotheken wird kleiner. Doch die Bundesgesundheitsministerin will ihre Rolle in der Versorgung stärken. Eine erhoffte Honorarerhöhung kommt nicht so schnell.
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Wissenschaftliches Fehlverhalten oder gar Betrug schaden der Reputation von Forschenden. Aber wie wirken sich Verstöße aus, die nicht die Forschungsintegrität betreffen? Eine aktuelle Studie hat sexuelles Fehlverhalten im Fokus.
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TERMINE:

AE – Topic of the Week: „Das weltweite Meeting rund um Infektionen: ICM 2025 – Was gibt’s Neues aus Istanbul?“
29. September 2025
online

BG-Gutachtenseminar: Begutachtung von Arbeitsunfällen
3. Oktober 2025
Westerland/Sylt

AO Trauma Fußkurs (Wetlab)
6. - 8. Oktober 2025
Dresden

2. Wirbelsäulen Cad Lab Kurs Göttingen
7. - 8. Oktober 2025
Göttingen

AE-Masterkurs Revisionseingriffe in der Hüftendoprothetik
9. - 10. Oktober 2025
München

Skoliose Update 2025
9. - 10. Oktober 2025
Bad Abbach

 
 

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