47.1/2024

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Advertorial
 
 
 
  Medikinet® adult  
 
 
Liebe Leserinnen und Leser,
 
ADHS im Erwachsenenalter ist ein Thema, das nach wie vor mit vielen Heraus­forde­rungen verbunden ist – sei es durch Stigmatisierung, Fehlinformationen oder eine oft verzögerte Diagnosestellung. Dabei zeigen Studien, dass etwa 4,7 % der Erwachsenen in Deutschland von einer behandlungsbedürftigen ADHS betroffen sind.1 Viele dieser Menschen leiden jahrelang unter den Symptomen, bevor sie eine adäquate Therapie erhalten.

Dr. med. Frank Matthias Rudolph, ein führender Experte auf diesem Gebiet und Gründer der ersten spezialisierten Station für ADHS bei Erwachsenen in Deutschland in einer Reha-Klinik, teilt im Interview seine Erfahrungen und gibt wichtige Einblicke in die Diagnostik, Therapie und die zentrale Phase der Medikationseinstellung.
 
Dr. med. Frank Matthias Rudolph    
Dr. med. Frank Matthias Rudolph
Facharzt für Psycho­somatische Medizin und Psycho­therapie, Rehabilitations­wesen/Diabeto­logie; Supervisor, Praxis für Verhaltens­therapie Boppard
 
Die Herausforderung der Diagnose
 
Dr. Rudolph betont, dass die Diagnose von ADHS bei Erwachsenen eine spannende Herausforderung ist. Die Symptome verändern sich oft im Laufe der Zeit: Während motorische Hyperaktivität in der Kindheit im Erwachsenenalter häufig in innere Unruhe übergeht, bleiben andere Merkmale wie Unaufmerksamkeit, Desorganisation und emotionale Impulsivität oft bestehen. „Der Schlüssel zur Diagnose ist, an ADHS zu denken und gezielt nach Alltagsbeeinträchtigungen zu fragen”, sagt Dr. Rudolph. Viele Patienten haben einen langen Leidensweg hinter sich, mit immer wechselnden F-Diagnosen, die aber auf die Standardbehandlung nur sehr unzureichend oder gar nicht ansprechen, wenn eine unerkannte ADHS zugrunde liegt.

Er empfiehlt den Einsatz validierter Screening-Instrumente, wie die IDA-R (Integrierte Diagnose der Adulten ADHS), um Verdachts­momente rasch abzuklären. Differenzial­diagnosen wie Depressionen, bipolare Störungen oder Angst­störungen sollten immer berücksichtigt werden, da sie sowohl eigenständig als auch komorbid auftreten können.
 
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Der Weg zur Therapie
 
„Nicht jede ADHS benötigt zwingend eine medikamentöse Behandlung,” erklärt Dr. Rudolph. Doch wenn die Symptome das private, berufliche oder soziale Leben stark beeinträchtigen, sei die Pharmakotherapie ein zentraler Baustein der Therapie.
 
Die Einstellungsphase: Geduld und Kommunikation sind entscheidend
 
Die medikamentöse Einstellung erfordert Fingerspitzengefühl: „Wir beginnen stets mit der niedrigsten Dosierung, die schrittweise angepasst wird, um eine optimale Wirkung bei minimalen Nebenwirkungen zu erzielen.” Retardiertes Methylphenidat ist häufig die erste Wahl, da es durch seine zeitverzögerte Freisetzung eine gleichmäßige Wirkung bietet.
 
Medikinet® adult Packung
Medikinet® adult ist als einziges MPH-Präparat zur täglichen Zweimalgabe zugelassen, mit einem schnellen Wirkeintritt nach ca. 30 Minuten und einer Gesamtwirkdauer von bis zu 8 Stunden.2,3 So können Patienten ihren Tag besser gestalten, indem sie beispielsweise bei höheren Anforderungen eine zweite Kapsel nehmen, um ihre Aufgaben souveräner zu meistern.

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Dr. Rudolph betont jedoch, dass die Einstellungsphase nicht nur technischer Natur ist. „Die Aufklärung der Patienten ist essenziell, um mögliche Nebenwirkungen wie Schlafstörungen oder Appetitlosigkeit zu verstehen und gezielt anzugehen.“ Ärzte sollten eng mit den Betroffenen zusammenarbeiten und regelmäßig Rückmeldungen einholen, um die Dosierung anzupassen und Bedenken auszuräumen. Viele Patienten äußern Ängste, ihre Persönlichkeit mit Kreativität, Phantasie und Flexibilität unter der Medikation zu verlieren, auf diese Ängste gilt es, einzugehen. Unter der langsamen, schrittweisen Eindosierung kann man dann gut auf mögliche Veränderungen reagieren.
 
Der Umgang mit Nebenwirkungen
 
Nebenwirkungen gehören zu den häufigsten Gründen, warum Betroffene eine Therapie abbrechen könnten. „Hier ist die Arzt-Patienten-Kommunikation entscheidend”, so Dr. Rudolph. Er empfiehlt, Patienten umfassend über den Nutzen der Medikation sowie mögliche Nebenwirkungen aufzuklären und gemeinsam Strategien zu entwickeln, um diese zu minimieren.
 
Therapieadhärenz langfristig fördern
 
Abschließend hebt Dr. Rudolph hervor, wie wichtig es ist, die Therapie regelmäßig zu evaluieren und anzupassen: „Eine gute Zusammenarbeit zwischen Arzt und Patient ist der Schlüssel für den Erfolg der Behandlung. Die Therapie sollte immer individuell auf die Lebenssituation abgestimmt sein.” Die Patienten erstellen vor der Ausgabe des ersten Rezepts eine Liste mit Therapiezielen, die unter der Medikation erreicht werden sollen und evaluieren selbst, erstmalig nach drei Monaten und dann regelmäßig immer wieder, ob sich der gewünschte Therapieerfolg eingestellt hat.
 
Fazit
 
ADHS im Erwachsenenalter erfordert eine präzise Diagnose, eine individuell abgestimmte Therapie und eine vertrauensvolle Arzt-Patienten-Beziehung. Mit Geduld und Aufklärung können nicht nur Symptome gelindert, sondern auch die Lebensqualität der Betroffenen nachhaltig verbessert werden.
 
Leben mit adulter ADHS – RTL-Beitrag gibt Einblicke
 
Sascha Winkel, RTL-Reporter, kämpft schon seit Jahren mit Stimmungsschwankungen, Konzentrationsproblemen und Chaos im Kopf – doch erst jetzt stellt er sich die Frage: Habe ich ADHS? In einem persönlichen Beitrag geht er gemeinsam mit einem Arzt der Diagnose auf den Grund und teilt seine Erfahrungen auf dem Weg zur Therapie. Auch andere Betroffene wie der 9-jährige Mats und Moderatorin Lola Weippert kommen zu Wort und berichten von ihrem Leben mit ADHS. Ein aufschlussreicher Blick auf die Störung ADHS und die Möglichkeiten der Behandlung.

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Referenzen:
 
  • 1 de Zwaan M et al. The estimated prevalence and correlates of adult ADHD in a German community sample. Eur Arch Psychiatry Clin Neurosci. 2012;262(1):79-86.
  • 2 Fachinformation Medikinet® adult, Stand 04/2023.
  • 3 Bei einer 2x-Gabe.

Medikinet® adult 5 mg, 10 mg, 20 mg, 30 mg, 40 mg, 50 mg, 60 mg. Wirkst.: Methyl­phenidathydrochlorid. Zus.setzg.: 1 Hartkps. enthält Methylphenidathydrochlorid 5 mg/10 mg/20 mg/30 mg/40 mg/50 mg/60 mg. Sonst. Best.teile: Kps.inhalt: Sucrose, Maisstärke, Methacrylsäure-Ethylacrylat-Copolymer, Talkum, Triethylcitrat, Poly(vinylalkohol), Macrogol 3350, Polysorbat 80, Na-hydroxid, Na-dodecylsulf., Simeticon, hochdispers. Si-dioxid, Methylcellul., Sorbinsäure, Indigocarmin-Al-hydroxid. Kps.hülle: Gelatine, Ti-dioxid, Na-dodecylsulfat, Ger. Wasser; zusätzl. b. 10 mg u. 20 mg: Erythrosin, Patentblau V; zusätzl. bei 30 mg, 40 mg, 50 mg u. 60 mg: Erythrosin, Fe(II, III)-oxid, Indigocarmin. Anw.: Im Rahmen einer therap. Ges.strategie zur Behandl. einer seit Kindesalter fortbest. Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Störung (ADHS) bei Erw. ab 18 J., wenn sich and. therap. Maßn. allein als unzureich. erwiesen haben. Die Behandl. Muss unter Aufsicht e. Spezialisten f. Verh.störungen durchgef. werden. Die Diagn. sollte anhand der gültigen DSM-Krit. o. Richt. in ICD-10 gestellt werden u. basiert auf e. vollst. Anamn. u. Unters. d. Pat. Diese schließen ein strukturiertes Interview inkl. SB-Skalen zur Erfassung d. akt. Sympt. d. Pat. ein. Die retrosp. Erf. d. Vorbest. e. ADHS im Kindesalt. muss anhand val. Instr. erfolgen. Die Diagn. darf sich nicht allein auf das Vorhandens. eines o. mehrerer Sympt. stützen. Gegenanz.: Überempfindlichkeit gg. den Wirkstoff o. einen der sonst. Bestandt.; Glaukom; Phäochromozytom; während od. inn. v. mind. 14 Tagen n. Einn. v. MAO-Hemmern; Hyperthyreose o. Thyreotoxikose; Diagn. o. Anamn. v. schw. Depr.; Anorexia nerv./anorekt. Störg.; Suizidneig.; psychot. Sympt.; schw. affekt. Störg.; Manie; Schizophr.; psychopath./Borderline-Pers.k.störg.; Diagn. o. Anamn. v. schw. u. episod. (Typ I) bipol. affekt. Störg.; vorbest. Herz-Kreislauf-Erkr. einschl. schw. Hypertonie, Herzinsuffizienz, art. Verschlusskrankh., Angina pec., hämodyn. signifik., angeb. Herzfehler, Kardiomyopathien, Myokardinf., Arrhythmien u. Kanalopathien; vorbest. zerebrovaskul. Erkrank.; bek. ausgepr. Anazidität d. Magens mit pH-Wert > 5,5, bei H2-Rezeptorenblocker- o. Antazidatherapie, Protonenp.-Inhibit.. Nebenw.: Sehr häufig: Appetitminderung; Schlaflosigk., Nervos.; Kopfschm.; Nausea, Mundtrockenh. Häufig: Nasopharyng.; Anorexie, mäßige Vermind. Gewichts-und Größenzunahme b. längerer Anw. b. Kindern; abnormes Verhalten, Aggression, Affektlab., Agitiertheit, Ängstlichkeit, Depression, Reizbark., Ruhelosigkeit, Schlafstörungen, Libidoabnahme, Panikattack., Stress, Bruxismus; Tremor, Somnolenz, Schwindel, Dyskinesie, psychomot. Hyperakt.; Tachykardie, Palpitationen, Arrythmie; Hypertonie, periphere Kälte; Husten, Rachen- u. Kehlkopfschm., Dyspnoe; Bauchschm., Durchfall, Magenbeschw. u. Erbrechen; Dyspepsie, Zahnschm.; Hyperhidrose, Haarausfall, Pruritus, Hautausschl., Urtikaria; Arthralgie; Fieber, Wachstumsverzögerung unter längerer Anw. b. Kindern, Gefühl der inneren Unruhe, Fatigue, Durst; Veränd. v. Blutdr.u. Herzfreq., Gewichtsabnahme. Gelegentlich: Gastroenteritis; Überempf.keitsreakt., wie z. B. angioneurot. Ödem, anaphylakt. Reakt., Ohrschwellung, bullöse u. exfol. Hauterkrank., Urtikaria, Juckreiz, Hautausschläge u. Eruptionen; Hypervigilanz, auditive, visuelle. u. takt. Halluzinationen, Stimmungsänd. u. -schwankungen, Zorn, Suizidgedanken, Weinerlichk., psychotische Erkrankungen, Tics, Verschlecht. vorbesteh. Tics o. des Tourette-Syndroms, Anspannung; Sedierung, Akathisie; Diplopie, verschw. Sehen; Brustschmerzen; Verstopfung; Anstieg v. Leberenzym.; angioneurotisches Ödem, bullöse Hauterkrankungen, exfoliative Hauterkrankungen; Myalgie, Muskelzucken, Muskelverspann.; Hämaturie; Herzgeräusch. Selten: Manie, Desorientierth., Libidostörungen.; Probl. b. d. Augenakkommodat., Mydriasis, Sehstörg.; Angina pec.; makul. Hautausschl., Erythem; Gynäkomastie. Sehr selten: Leukopenie, Thrombozytopenie, Anämie, thrombozytop. Purpura; Suizidvers. (einschl. vollend. Suizid), vorüberg. depr. Verstimmung, anorm. Denken, Apathie, stereotype Verh.weisen, Überfokussierung; Krampfanf., choreo-athetoide Beweg., revers. ischäm. neurol. Defizit, NMS (schwach dokumentiert); Herzstillst., Myokardinf.; zerebr. Arteriitis u./o. Hirngef.verschl., Raynaud- Phänom.; gestört. Leberfunkt. einschl. hepat. Koma; Erythema multif., exfoliat. Dermatitis, fix. AM-Exanthem; Muskelkrämpfe; plötzl. Herztod; erhöhte alkal. Phosphatase u. erh. Bilirubin im Blut; red. Thromboz.zahl, anorm. Zahl d. weißen Blutkörp. Nicht bekannt: Panzytopenie; Wahnvorstell., Denkstörungen, Verwirrtheitszust., Logorrhö; zerebrovask. Erkrank. (einschl. Vaskulitis, Hirnblutungen, Schlaganf., zerebr. Arteriitis, Hirngefäßverschluss), Grand-Mal-Anfälle, Migräne, Dysphemie; supraventrikul. Tachykardie, Bradykardie, ventrikul. Extrasystolen, Extrasystolen; Epistaxis; Trismus; Inkontinenz; Menstruationsstörungen, erektile Dysfunktion, Priapismus, verstärkte Erektion und Dauererektion; Thoraxbeschw., Hyperpyrexie. Hinw.: Es wurden Fälle v. Missbrauch u. Abhängigk. beschrieben, öfter b. sofort freisetzenden Darreichungsformen. Warnhinw.: Enth. Sucrose. Verschreibungspflichtig. Weitere Hinw. s. Fachinfo. Stand: 04/2023. MEDICE Pharma GmbH & Co. KG, Kuhloweg 37, 58638 Iserlohn. www.adhs-infoportal.de

 
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