25.1/2026

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Liebe Leser*innen, 

 
 

auf dem diesjährigen AAN, der vom 18. – 22. April in Chicago stattgefunden hat, wurden neue Daten der offenen Verlängerungsstudie ALITHIOS zum Anti-CD20-Antikörper Ofatumumaba präsentiert. Diese bestätigen das konsistent günstige Sicherheitsprofil von Ofatumumab über den Beobachtungszeitraum von bis zu acht Jahren – sowohl bei kürzlich diagnostiziertenb, therapienaiven Patient*innen mit aktiver schubförmiger Multipler Sklerose (RMS) als auch in der Gesamtpopulation1. Ofatumumab wird einmal monatlichc durch die Patient*innen selbstd, e subkutan appliziert2. 

 
 

 

Auf einen Blick 

 
 
Auf einen Blick
 
 

Ofatumumab-Erstlinientherapie: nach 2 Jahren rund 9 von 10 ­kürzlich diagnostiziertenb, therapienaiven Patient*innen frei von Krankheitsaktivität

In der offenen Verlängerungsstudie ALITHIOS führte die hocheffektive Therapie (high-efficacy therapy; HET f) mit Ofatumumab sowohl in der Subgruppe der kürzlich diagnostizierten b, therapienaiven RMS-Patient*innen als auch in der Gesamtpopulation über den Beobachtungszeitraum von bis zu sieben Jahren zu einer nachhaltigen Reduktion der Krankheitsaktivität 3,4.

Unter kontinuierlicher Ofatumumab-Therapie (OMB-OMB-Gruppe) waren nach zwei Jahren 89,4 % der kürzlich diagnostiziertenb, therapienaiven Patient*innen mit aktiver RMS frei von Krankheitsaktivität (NEDA-3; No Evidence of Disease Activity: keine Schübe/Behinderungsprogression/MRT-Aktivität). In der Gruppe, die erst im Laufe der Studie von Teriflunomid auf Ofatumumab umgestellt wurde, waren es lediglich 35,8 % (TER-OMB-Gruppe)3. Von den Patient*innen, die eine Erstlinientherapie mit Ofatumumab erhielten, erfüllten nach sieben Jahren immer noch 95,8 % die NEDA-3-Kriterien3. Auch in der Gesamtpopulation waren 9 von 10 Patient*innen, die durchgängig mit Ofatumumab behandelt wurden, in Jahr sieben weiterhin frei von Krankheitsaktivität (NEDA-3)4.

 
 

Konsistentes Sicherheitsprofil über bis zu acht Jahre

Neue Ergebnisse der offenen Verlängerungsstudie ALITHIOS zur Sicherheit der Ofatumumab-Therapie liegen für den Beobachtungszeitraum von bis zu acht Jahren vor1. Sowohl in der Gesamtpopulation (n = 2.531) als auch in der Gruppe der kürzlich diagnostiziertenb, therapienaiven Patient*innen (n=546) wurden für den Beobachtungszeitraum von bis zu acht Jahren keine neuen Sicherheitssignale beobachtet. Das Sicherheitsprofil war mit dem bisher bekannten konsistent1.

 
 

IgG-Antikörper über acht Jahre im Normbereich stabil

Die IgG (Immunglobulin G)-Spiegel blieben bei 97,4 % der kürzlich diagnostiziertenb, therapienaiven Patient*innen, die kontinuierlich mit Ofatumumab behandelt wurden, über den Beobachtungszeitraum von bis zu acht Jahren im Normbereich stabil (Abb. 1)1.

 
Abb. 1:  Mittlere IgG-Spiegel
 

Abb. 1: Offene Verlängerungsstudie ALITHIOS: Bei den kürzlich diagnostiziertenb, therapienaiven Patient*innen blieben die IgG-Spiegel unter der Ofatumumab-Erstlinientherapie über den Zeitraum von bis zu acht Jahren stabil, LLN: Lower Limit of Normal (modifiziert nach1

 

Auch in der Gesamtpopulation blieben die IgG-Spiegel bei 96,5 % der Patient*innen zu allen Messzeitpunkten stabil im Normbereich (Abb. 2)1.

 
Abb. 2: Mittlere IgG-Spiegel
 

Abb. 2: Offene Verlängerungsstudie ALITHIOS: In der Gesamtpopulation blieben die IgG-Spiegel unter der kontinuierlichen Ofatumumab-Therapie über den Zeitraum von bis zu acht Jahren stabil, LLN: Lower Limit of Normal (modifiziert nach 1).

 
 

Niedrige Raten schwerer Infektionen

Auf klinischer Ebene korrelierten die niedrigen Raten schwerer Infektionen (serious infections; SI) sowohl in der Gesamtpopulation (EAIRg 0,80) als auch in der Gruppe der kürzlich diagnostiziertenb, therapienaiven Patient*innen (EAIRg 0,66) mit dieser Beobachtung. Die expositionsadjustierte Inzidenz schwerer Nebenwirkungen (adverse events; AE), darunter opportunistische Infektionen und maligne Erkran­kungen, blieb im Beobachtungszeitraum von bis zu acht Jahren konsistent mit der in den Zulassungsstudien ASCLEPIOS I und II1. Der überwiegende Teil der Patient*innen wies Lymphozytenwerte (72,6 % in der Gesamtpopulation und 82,0 % in der Gruppe der kürzlich diagnostiziertenb, therapienaiven Patient*innen) sowie Neutrophilenwerte (81,5 % in der Gesamtpopulation und 83,7 % in der Gruppe der kürzlich diagnostiziertenb, therapienaiven Patient*innen) oberhalb der Lower Limit of Normal (LLN) auf1.Dabei blieb die Inzidenz maligner Erkrankungen von Ofatumumab-Patient*innen langfristig unter der Inzidenz in der allgemeinen MS-Bevölkerung5.

Diese 8-Jahres-Ergebnisse der offenen Verlängerungsstudie ALITHIOS bestätigen das langfristig günstige Sicherheitsprofil der Behandlung mit Ofatumumab und untermauern Ofatumumab als Option für die Erstlinientherapie der aktiven RMS im frühen Stadium des Krankheitsverlaufs1.

 

Fazit

Die Langzeitdaten der offenen Verlängerungsstudie ALITHIOS belegen die anhaltende Wirksamkeit von Ofatumumab über den Beobachtungs­zeitraum von bis zu sieben Jahren bei Patient*innen mit aktiver RMS3, 4.
Die aktuellsten Daten belegen zudem das konsistente Sicherheitsprofil über bis zu acht Jahre: Sowohl bei den kürzlich diagnostiziertenb, therapienaiven Patient*innen als auch in der Gesamtpopulation zeigten sich im Zeitraum über bis zu acht Jahren keine neuen Sicherheitssignale1.

   
 
a Ofatumumab ist zur Behandlung von erwachsenen RMS-Patienten mit aktiver Erkrankung, definiert durch klinischen Befund oder Bildgebung, zugelassen.
b Kürzlich diagnostiziert: Behandlungsbeginn innerhalb von 3 Jahren nach Erstdiagnose.
c Nach einer erfolgten Initialdosis in den Wochen 0, 1 und 2.
d Die Behandlung ist durch einen Arzt oder eine Ärztin mit Erfahrung in der Behandlung neurologischer Erkrankungen einzuleiten.
e Erst nach Schulung durch entsprechend geschultes medizinisches Fachpersonal.
f Analog [6] gemäß Wirksamkeitskategorie 3.
g Expositionsadjustierte Inzidenzraten pro 100 Patientenjahre für schwere Infektionen, ausgenommen COVID-19.
 
Literatur
1 Pardo G et al., AAN 2026, 18.–22. April, Chicago, USA, Poster P19.006
2 Fachinformation Kesimpta®
3 Bittner S et al., ECTRIMS 2025, 24.–26. September, Barcelona, Spanien, Poster #P805
4 Hauser S et al., ECTRIMS 2025, 24.–26. September, Barcelona, Spanien, Poster #P804
5 Nørgaard M et al. Mult Scler Relat Disord 2019; 28: 81–85
6 Hemmer B et al., Diagnose und Therapie der Multiplen Sklerose, Neuromyelitis-optica-Spektrum-Erkrankungen und MOG-IgG-assoziierten Erkrankungen, S2k-Leitlinie, 2024, in: Deutsche Gesellschaft für Neurologie (Hrsg.), Leitlinien für Diagnostik und Therapie in der Neurologie. Online: www.dgn.org/leitlinien
     
 
     
 

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