Die Internationale Headache Society fordert ehrgeizigere Ziele bei der Migräne-Prophylaxe in der klinischen Praxis1
Liebe Leserin, lieber Leser,
„Ich bin fest davon überzeugt, dass wir versuchen sollten, Migräne-Freiheit zu erreichen und uns nicht mit einer 50%-igen Reduktion von Migräne-Tagen zufriedengeben sollten“, ist für Professor Uwe Reuter, Vorstandsvorsitzender und Ärztlicher Vorstand am Universitätsklinikum Bonn ein realistisches Ziel für die Praxis. Ein Ziel, das die Internationale Headache Society (IHS) ähnlich formuliert hat:
- Das ideale Therapieergebnis einer Migräne-Prophylaxe ist die Migräne-Freiheit (0 monatliche Migräne-Tage [MMD] für 3 Monate).
- Weitere Abstufungen sind eine optimal (1-3 MMD für 3 Monate) oder eine moderat kontrollierte Migräne (4–6 MMD).1
Die IHS betont damit die Bedeutung der absolut verbleibenden MMD. Denn eine relative Reduktion der MMD von z.B. ≥50 % kann für viele Patient:innen mit hochfrequenter episodischer Migräne und chronischer Migräne weiterhin mit einer hohen Anzahl von MMD und einer entsprechenden Beeinträchtigung der Lebensqualität einhergehen. Erst eine ≥75%-ige MMD-Reduktion würde mehr Patient:innen die Chance auf eine mindestens moderat bis optimal kontrollierte Migräne und somit auch mehr Lebensqualität ermöglichen (Abb.).1
Wie sehr sich eine relative Reduktion der MMD auf die Migräne-Frequenz der Patient:innen auswirkt, hängt von der individuellen Ausgangslage und dem individuellen Ansprechen ab [nach 1].
Dass die von der IHS definierten Ziele erreichbar sind, zeigen auch Daten zu Eptinezumab (Vyepti®). Mit dem intravenösen CGRP-mAb erreichten
- in randomisiert-kontrollierten Studien bis zu einem Drittel der Patient:innen bereits nach der 1. Dosis ≥75 % weniger MMD.2,3
- in einer Real-World-Studie trotz intensiver Vorbehandlung 39,2 % der Patient:innen nach 2 lnfusionen ≥75 % weniger MMD und sogar 4,1 % 100 % weniger MMD.4
Auch können die Patient:innen hinsichtlich ihrer Lebensqualität von Eptinezumab profitieren: Sie berichteten
- von mehr „guten Tagen“a (Steigerung im Mittel von 8 auf 18 Tage pro Monat) durch den i.v.-CGRP-mAb5,b und
- dass sie wieder besser am Alltag teilnehmen konnten5,c. Die Mehrheit der Patient:innen stimmte zu, dass Eptinezumab zu weniger starken, weniger häufigen und weniger langanhaltenden Migräne-Symptomen führte.5,d
Weitere Details zum IHS-Positionspapier, ausführliche Daten zu Eptinezumab sowie ein Interview mit Ihrem Kollegen Professor Uwe Reuter finden Sie auf vyepti.de
Pflichttext VYEPTI® 100 mg Konzentrat zur Herstellung einer lnfusionslösung. VYEPTI® 300 mg Konzentrat zur Herstellung einer lnfusionslösung. Wirkstoff: Eptinezumab. Qualitative und quantitative Zusammensetzung: VYEPTI® 100 mg Konzentrat zur Herstellung einer lnfusionslösung. Jede Durchstechflasche mit Konzentrat enthält 100 mg Eptinezumab pro ml. VYEPTI® 300 mg Konzentrat zur Herstellung einer lnfusionslösung. Jede Durchstechflasche mit Konzentrat enthält 300 mg Eptinezumab pro 3 ml. Eptinezumab ist ein humanisierter monoklonaler Antikörper, der in Pichia-pastoris-Hefezellen produziert wird. Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: Dieses Arzneimittel enthält 40,5 mg Sorbitol pro ml und 0, 15 mg Polysorbat 80 pro ml. Sonstige Bestandteile: Sorbitol (E420), L-Histidin, L-Histidinhydrochlorid-Monohydrat, Polysorbat 80 (E433), Wasser für lnjektionszwecke Anwendungsgebiete: VYEPTI® wird angewendet zur Migräneprophylaxe bei Erwachsenen mit mindestens 4 Migränetagen pro Monat. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der genannten sonstigen Bestandteile. Warnhinweise: Patienten mit kardiovaskulären, neurologischen oder psychiatrischen Erkrankungen: Für diese Patienten liegen nur begrenzte Daten zur Sicherheit vor. VYEPTI® kann schwerwiegende allergische Reaktionen hervorrufen. Diese Reaktionen können sich schnell und bereits während der Verabreichung des Arzneimittels entwickeln. Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren. Nebenwirkungen: Infektionen und parasitäre Erkrankungen: Häufig: Nasopharyngitis; Erkrankungen des Immunsystems: Häufig: Überempfindlichkeitsreaktionen, Gelegentlich: Anaphylaktische Reaktion; Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort: Häufig: Reaktion im Zusammenhang mit einer Infusion, Ermüdung/Fatigue. Weitere Informationen siehe Fachinformation. Inhaber der Zulassung: H. Lundbeck AIS, Ottiliavej 9, DK-2500 Valby, Dänemark. Deutschland: Verschreibungspflichtig. Örtl. Vertreter: Lundbeck GmbH, Ericusspitze 4, D-20457 Hamburg. ▼ Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung. Dies ermöglicht eine schnelle Identifizierung neuer Erkenntnisse über die Sicherheit. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung zu melden. Stand der Information: September 2024
DE-VYEP-1125
Referenzen a „gute Tage“: Tage ohne subjektiv empfundene Belastung b Die US-basierte Beobachtungsstudie REVIEW bestand aus einer retrospektiven Patient:innenbefragung und einem semi-strukturierten Interview des medizinischen Personals bei Patient:innen, die ≥2 aufeinanderfolgende Vyepti-Infusionszyklen erhalten hatten. Die Daten bilden die subjektive Patient:innenmeinung ab und sind abhängig von der Patient:innenerinnerung. Von den Patient:innen angegebene Auswirkungen auf Elemente des täglichen Lebens seit Beginn der Behandlung mit Eptinezumab (n = 93 ausgewertete Antworten, Daten für 1 Person fehlten). Fragestellung zu „guten Tagen“: „Wie viele gute Tage hatten Sie im Durchschnitt pro Monat vor/nach Beginn der Behandlung mit Eptinezumab? Bitte geben Sie die Anzahl der Tage an (1–31) .“ c Fragestellung zur Zufriedenheit: „Bitte bewerten Sie die folgenden Aussagen zu verschiedenen Aspekten Ihres Lebens (d. h. Ihre Gefühle), die Ihrer Meinung nach am ehesten zutreffen: ,Nachdem ich mit Eptinezumab begonnen habe, bin ich zufrieden mit ...: viel höher, höher, etwa gleich, niedriger und viel niedriger‘.“ d Fragestellung „Migräne-Symptome“: „Bitte bewerten Sie, ob Sie den folgenden Aussagen zum Einfluss von Eptinezumab auf Ihre Migräne-Symptome zustimmen und in welchem Maß (starke) Zustimmung, neutral, (starke) Ablehnung).“
1. Sacco S et al. Cephalalgia 2025;45:1–11 2. Ashina M et al. Cephalalgia 2020;40:241–254 3. Lipton RB et al. Neurology 2020;94:e1365–e1377 4. Barbanti P et al. J Neurol 2025;272(6):382 5. Argoff C et al. J Headache Pain 2024;25(1):65
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