23.1/2026

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Langzeitbehandlung der Chronischen Insomnie mit
Daridorexant 50 mg auch bei Patient:innen mit Komorbiditäten
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„Es gibt kaum eine psychische Erkrankung, die nicht mit einer Chronischen Insomnie vergesellschaftet ist“, erklärte Prof. Dr. Dr. Göran Hajak, München, im Rahmen einer digitalen Presseveranstaltung von Idorsia. Der Psychiater, Neurologe und Schlafmediziner untermauerte dies mit konkreten Daten: Demnach treten Schlafstörungen beispielsweise bei bis zu 91 % der Fälle von Posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) auf. 1 Auch unter den Menschen mit Depressionen, Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) und Angststörungen ist weit mehr als die Hälfte betroffen.2,3,4 Umgekehrt gebe es auch klare Daten, die zeigten, dass bei primärer CI das Risiko für u. a. Angststörungen, Depression, Substanzgebrauchsstörung, Demenz und Psychose erhöht sei:

„Es gibt für uns in der Psychiatrie also eine klare Rationale, eine Insomnie konsequent zu behandeln“, so Hajak.

Die Chronische Insomnie ein eigenständiges Krankheitsbild und sollte als solches diagnostiziert und behandelt werden.5 Zur Langzeitbehandlung der Erkrankung steht Daridorexant (QUVIVIQ®▼) als erster und einziger in der Europäischen Union zugelassener dualer Orexin-Rezeptor-Antagonist (DORA) zur Langzeitbehandlung von Erwachsenen mit Chronischer Insomnie zur Verfügung.*,6 Im Gegensatz zu herkömmlichen verschreibungspflichtigen Arzneimitteln kann Daridorexant als einziger Wirkstoff über vier Wochen hinaus ohne zeitliche Einschränkung zulasten der gesetzlichen Krankenkasse verordnet werden.7 Daridorexant ist zur Behandlung von Erwachsenen mit Schlafstörungen (Insomnie) zugelassen, deren Symptome seit mindestens 3 Monaten anhalten und eine beträchtliche Auswirkung auf die Tagesaktivität haben.6

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Real-World-Untersuchungen: Besserung von Insomnie bei psychiatrischen Begleiterkrankungen
Hajak stellte Real-World-Daten vor, welche die Wirksamkeit und Verträglichkeit des DORA in der klinischen Praxis belegen. In einer italienischen Beobachtungsstudie wurden 66 Patient:innen mit Chronischer Insomnie und psychiatrischen Komorbiditäten mit Daridorexant 50 mg behandelt. Die Teilnehmenden litten zusätzlich an uni-/bipolarer Depression (48 %), Angst-/Panikstörung (45 %) und/oder unangemessenem Gebrauch von Sedativa und Hypnotika (36 %).8 Nach drei Monaten unter Daridorexant wurde eine signifikante Verbesserung der Chronischen Insomnie, gemessen am Insomnie-Schweregrad-Index, festgestellt. Darüber hinaus wurden auch Verbesserungen von Angstzuständen, manischen und depressiven Symptomen sowie eine Reduktion des Risikos für Suizidgedanken beobachtet.8 Die Effekte auf den Schweregrad der Insomnie, die emotionale Regulation und die Erregung blieben auch in der Verlängerung mit 60 Patient:innen über insgesamt 24 Monate stabil.9
Daridorexant auch bei Chronischer Insomnie und neurologischen Komorbiditäten
„Erste Real-World-Daten und Erfahrungen aus der klinischen Praxis zeigen darüber hinaus, dass auch Chronische Insomnie-Patient:innen mit neurologischen Komorbiditäten von einer Therapie mit Daridorexant profitieren können“, bestätigte auch PD Dr. Anna Elisabeth Heidbreder, Bochum. Dabei verwies sie unter anderem auf eine multizentrische, einarmige Studie aus Italien, in der die Wirkung von Daridorexant 50 mg an 22 Teilnehmenden mit Chronischer Insomnie und Restless-Legs-Syndrom (RLS) untersucht wurde. Nach drei Monaten führte Daridorexant zu einer signifikanten Reduktion des Insomnie-Schweregrad-Index, darüber hinaus wurden auch signifikante Verbesserungen der RLS-Symptome und der damit verbundenen depressiven Beschwerden beobachtet. [Abb. 1]10 „Insgesamt sind diese Daten bei RLS-Betroffenen ausgesprochen erfreulich“, so Heidbreder.
Abbildung Beobachtungsstudie

BDI-II: Beck-Depressions-Inventar (Beck Depression Inventory-II); IRLS: Internationale Restless Legs Schweregrad Skala (International RLS Severity Scale); ISI: Insomnie-Schweregrad-Index (Insomnia Severity Index); RLS: Restless-Legs-Syndrom

Abbildung 1: Unter der gezielten Behandlung der Chronischen Insomnie wurden auch Verbesserungen der RLS-Symptomatik und der damit verbundenen depressiven Beschwerden beobachtet.10

Fazit
  • Chronische Insomnie ist eine ernstzunehmende behandlungsbedürftige Erkrankung.5
  • Alle Patient:innen mit Chronischer Insomnie können von Daridorexant profitieren – unabhängig von neurologischen und psychiatrischen Komorbiditäten.#,8,10
  • Die Therapie mit Daridorexant in der Standarddosis 50 mg kann ab Tag 1 der Diagnose ohne Einschleichen begonnen werden und auch ohne Ausschleichen wieder beendet werden.##,6
  • Expert:innen empfehlen eine minimale Behandlungsdauer von 3 Monaten für den bestmöglichen Therapieerfolg.11 Auch eine langfristige Einnahme zur dauerhaften Therapie ist möglich.6,*

*Keine maximale Behandlungsdauer vorgesehen; die Behandlungsdauer sollte so kurz wie möglich sein. Die Zweckmäßigkeit einer Weiterbehandlung sollte innerhalb von drei Monaten und anschließend regelmäßig neu bewertet werden.6
#Unter Beachtung der Kontraindikationen und Warnhinweise der Fachinformation6
##Für Patient:innen mit mäßiger Leberfunktionsstörung, Patient:innen, die mittelstarke CYP3A4- Inhibitoren einnehmen, oder bei sonstiger klinischer Notwendigkeit werden 25 mg QUVIVIQ empfohlen.8
QUVIVIQ® 25 mg/50 mg Filmtabletten. Wirkstoff: Daridorexant. ▼ Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung. Dies ermöglicht eine schnelle Identifizierung neuer Erkenntnisse über die Sicherheit. Nebenwirkungen müssen gemeldet werden. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über das in Abschnitt 4.8 der Fachinformation aufgeführte nationale Meldesystem zu melden: Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: http://www.bfarm.de. Wichtiger Hinweis: Vor der Verschreibung ist die vollständige Fachinformation zu konsultieren. Zusammensetzung: Jede Filmtablette enthält Daridorexanthydrochlorid entsprechend 25 mg/50 mg Daridorexant. Sonstige Bestandteile: Tablettenkern: Mannitol (Ph.Eur.) (E421), mikrokristalline Cellulose (E460), Povidon K30, Croscarmellose-Natrium, Siliciumdioxid-Hydrat, Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich]; Filmüberzug: Hypromellose (E464), mikrokristalline Cellulose (E460), Glycerol, Talkum (E553), Titandioxid (E171), Eisen(III)-oxid (E172), Eisen(II,III)-oxid (E172), 50-mg-Tabletten zusätzlich: Eisen(III)-hydroxid-oxid x H2O (E172). Anwendungsgebiete: Behandlung von Erwachsenen mit Schlafstörungen (Insomnie), deren Symptome seit mindestens 3 Monaten anhalten und eine beträchtliche Auswirkung auf die Tagesaktivität haben. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile, Narkolepsie, gleichzeitige Einnahme starker CYP3A4-Inhibitoren. Nebenwirkungen: Häufig (≥1/100, <1/10): Kopfschmerzen, Somnolenz, Schwindel, Übelkeit, Müdigkeit. Gelegentlich (≥1/1.000, <1/100): Überempfindlichkeit (einschließlich Ausschlag, Urtikaria), (hypnagoge/hypnopompe) Halluzinationen, abnorme Träume, Albträume, Schlafwandeln, Schlafparalyse. Pharmazeutischer Unternehmer: Idorsia Pharmaceuticals Deutschland GmbH, Marie-Curie-Straße 8, 79539 Lörrach, Deutschland. Verkaufsabgrenzung: Verschreibungspflichtig. Stand der Information: 4/2025. Die vollständige Fachinformation finden Sie unter www.idorsia.de/de/QUVIVIQ_SmPC_de.pdf. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an den örtlichen Vertreter: Idorsia Pharmaceuticals Germany GmbH, Dachauer Str. 63, 80335 München, Deutschland.
DE-DA-01293 | 06/2026
Referenzen
1 Maher MJ et al. CNS Drugs 2006; 20(7): 567-90.
2 Geoffroy PA et al. J Affect Disord 2025; 387: 40–53.
3 Bijlenga D et al. ADHD Atten Def Hyp Disord 2019; 11(1): 5–19.
4 Cox RC, Olatunji BO. Sleep Med Rev 2020; 51: 101282.
5 Benjafield AV et al. Sleep Med Rev 2025; 82: 102121.
6 Fachinformation QUVIVIQ®, aktuelle Version.
7 https://www.g-ba.de/downloads/39261–6139/2023–08–17_AM-RLIII_Nr32-Daridorexant_BAnz.pdf (letzter Zugriff: 11.06.2026)
8 Palagini L et al. J Sleep Res 2024; 33(6): e14196.
9 Palagini L, et al. World Sleep Congress 2025, P263.
10 Fernando L et al. Mov Disord Clin Pract 2026
11 Ferini-Strambi L et al. Curr Neuropharmacol 2025; 24(1): 135-149.