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Fokusthema: Therapeutische Perspektiven bei älter werdenden MS-Patienten (aktuelle Sonderpublikation) |
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Jetzt on demand verfügbar: WebUp – den versteckten Symptomen bei MS auf der Spur |
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Fokusthema: Therapeutische Perspektiven bei älter werdenden MS-Patienten
Die zunehmende Zahl an MS-Patienten > 50 Jahre führt im Behandlungsalltag nicht selten zu Unsicherheiten und Bedenken.1 Zu berücksichtigen sind nicht nur altersbedingte Veränderungen des Immunsystems (Immunoseneszenz) mit einer erhöhten Infektneigung, kognitive Beeinträchtigungen sowie mögliche Komorbiditäten und Polypharmazie, sondern auch eine möglicherweise veränderte Wirksamkeit von MS‑Medikamenten.3–5 Umfassende Daten zu MAVENCLAD® (Cladribin-Tabletten) zeigen, dass die orale Impulstherapie bei älter werdenden Patienten mit schubförmiger MS (RMS)a,b eine vergleichbar hohe Wirksamkeit und ein konsistentes Sicherheitsprofil aufweist wie bei jüngeren.6–8
Hohe Wirksamkeit
In einer Post-hoc-Analyse der CLARITY-Studie zeigte sich eine hohe Wirksamkeit von Cladribin-Tabletten sowohl bei RMS-Patientena ≤ 45 als auch bei jenen > 45–65 Jahre, gemessen anhand der Reduktion der jährlichen Schubrate (ARR; Abb. 1).4,c Diese Ergebnisse werden durch Real-World-Evidenz gestützt: So waren in einer US-amerikanischen Studie die ARR und EDSS-Werte (Expanded Disability Status Scale) bei Patienten ≤ 50 Jahre und der Gesamtkohorte vergleichbar.5,6,d
In einer multizentrischen Kohortenstudie aus der Slowakeie erreichten in Jahr 4 70 % der Patienten > 55 Jahre (n = 33) NEDA-3 – verglichen mit 65 % unter allen teilnehmenden Patienten (n = 115).7 Die NEDA-3-Werte blieben dabei von Jahr 1–4 stabil.7
Einen Effekt auf die schubunabhängige Krankheitsprogression (PIRA) zeigten Daten aus der Phase-IV-Studie MAGNIFY-MS-EXT: Nach 2 Jahren waren 93 % der RMS-Patientena unter Cladribin-Tabletten frei von PIRA (n = 200, basierend auf der Expanded Disability Status Scale, EDSS); unter den > 40-Jährigen lag der Anteil bei 90 %.9
Erhalt der Immunkompetenz
Nach der Einnahme von Cladribin-Tabletten werden B- und T-Lymphozyten gezielt reduziert mit anschließender Repopulation – die Immunkompetenz der Patienten bleibt erhalten.10,11 Eine Post hoc-Analyse der Studien CLARITY und CLARITY EXT zeigte über einen Zeitraum von 96 Wochen ähnliche Lymphozytenverläufe und -subgruppen bei Patienten ≤ 50 und > 50 Jahre: Nach einer vorübergehenden Reduktion der CD19+-B-Zellen, CD4+- und CD8+-T-Zellen normalisierten sich die
Werte jeweils bis zum Ende jedes Behandlungsjahres. Diese Entwicklung spiegelt sich in der absoluten Lymphozytenzahl (ALC) wider (Abb. 2). Auch die Inzidenz von Grad-3-Lymphopenien (und höher) stellte sich als altersunabhängig heraus.8
Real-World-Daten aus Australien zeigten zudem, dass auch nach einem Therapiewechsel von einer Anti-CD20-Therapie auf Cladribin-Tabletten die Lymphozytenzahlen wieder steigen.12 Zudem mussten Patienten, die mit einer Anti-CD20-Therapie behandelt wurden, häufiger infektionsbedingt hospitalisiert werden, wenn sie älter waren (Durchschnittsalter 54 vs. 45 Jahre), Komorbiditäten aufwiesen (50 vs. 18 %) und länger unter einer Anti-CD20-Therapie standen (2,5 vs. 1,2 Jahre).13
Konsistentes Sicherheitsprofil
In 20 Jahrenf Erfahrung mit Cladribin-Tabletten gab es bisher keinen bestätigten Fall von progressiver multifokaler Leukenzephalopathie (PML).14 Zudem wurden unter Cladribin-Tabletten keine im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung erhöhten Malignitätenraten oder Häufungen von spezifischen Tumorarten beobachtet.14 Das allgemein konsistent gute Sicherheitsprofil von Cladribin-Tabletten wurde im PSUR (Periodic Safety Update Report) 2024 bestätigt. Weltweit wurden bisher mehr als 100.000 Patienten mit der oralen Impulstherapie behandelt, was 250.000 Patientenjahren entspricht.14
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Jetzt on demand verfügbar:
WebUp – den versteckten Symptomen bei MS auf der Spur
MS wird häufig mit offensichtlichen Symptomen wie motorischen Einschränkungen oder Sehstörungen assoziiert – doch die "versteckten" Symptome, wie z. B. kognitive Einschränkungen, werden oft übersehen und nicht hinreichend mit dem EDSS erfasst.
In der praktischen Relevanz ist es entscheidend, kognitive Defizite frühzeitig zu erkennen und zu verstehen, da sie nicht nur die Lebensqualität der Patienten mindern, sondern auch als prädiktiv für die Krankheitsprogression unabhängig von Schüben (PIRA) beschrieben werden. Gibt es frühe Anzeichen für kognitive Defizite? Welche Behandlungsmöglichkeiten stehen zur Verfügung? Haben derzeitige MS-Therapien einen therapeutischen Effekt? Wie ist der aktuelle wissenschaftliche Stand?
Eine ausgewiesene Expertenrunde beleuchtete dieses Thema in einer WebUp-Veranstaltung aus verschiedenen Blickwinkeln und schlug dabei eine Brücke zwischen den neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen und der Umsetzung in der Praxis.
Den verstecken Symptomen in der MS auf der Spur
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Prof. Dr. Stefan Bittner (Mainz): Von der Ursache zur Therapie |
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Prof. Dr. Iris-Katharina Penner (Bern): Die verkannte Rolle der Kognition in der MS - Verständnis, Symptome, Auswirkung |
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Dr. Daniela Rau (Ulm): Bedeutung und Umsetzung in die tägliche Praxis |
Sie haben die Live-Sendung verpasst? Dann können Sie sich die Veranstaltung ab sofort online ansehen.
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a.
MAVENCLAD® wird angewendet zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit hochaktiver schubförmiger MS, definiert durch klinische oder bildgebende Befunde.10
b.
In der CLARITY-Studie wurde MAVENCLAD® bei Patienten bis zu 65 Jahren untersucht. Vor der Anwendung von MAVENCLAD® sollte beachtet werden, dass ältere MS-Patienten möglicherweise häufiger Leber- oder Nierenfunktionsstörungen und begleitende Erkrankungen aufweisen, die zusätzliche Therapien erfordern.
c.
Post-hoc-Analyse aus der CLARITY-Studie, in der Patienten im Alter von ≤ 45 Jahren und > 45 Jahren verglichen wurden (in der Gesamtpopulation der CLARITY-Studie lag das Durchschnittsalter bei 39 Jahren [Spanne 18–65 Jahre]).10
d.
In den USA sind Cladribin-Tabletten zur Behandlung von schubförmiger MS bei Erwachsenen zugelassen und allgemein empfohlen für Patienten, die auf eine andere MS-Therapie unzureichend angesprochen oder diese nicht vertragen haben. Sarasota, US-Kohorte zum Vergleich von Patienten im Alter von ≥ 50 Jahren mit der gesamten Patientenkohorte (Altersspanne 26–74 Jahre, alle Patienten n = 84, ≥ 50 Jahre n = 48) und Orlando Health, US-Kohorte zum Vergleich von Patienten ≥ 50 Jahren mit der gesamten Patientenkohorte (Altersspanne 24–60 Jahre).
e.
In der slowakischen multizentrischen Kohortenstudie lag das mittlere Alter bei 43,5 Jahren.
f.
einschließlich des Studienprogramms vor der Zulassung von Cladribin-Tabletten im Jahr 2017
1. Pawlitzki M, Meuth S. DNP 2020; 21 (6):36–41
2. de Seze J et al. Neurol Ther 2024; 13 (3):519–533
3. Branco M et al. Neurol Sci 2019; 40 (8):1651–1657
4. Giovannoni G et al. ECTRIMS 2018 [P1204]
5. Negroski D et al. ECTRIMS 2022 [P311]
6. Gutierrez A, Chandler D. CMSC 2022 [DMT13]
7. Kantorová J et al. ECTRIMS 2024 [P360]
8. Giovannoni G et al. Front Immunol 2021; 24; 12: 763433
9. de Stefano N et al. ECTRIMS 2024 [P326]
10. Fachinformation Mavenclad®; aktueller Stand
11. Comi G et al. Mult Scler Relat Disord 2019;29: 168–174
12. O’Neill DTD et al. ECTRIMS 2023 [P1580]
13. Oksbjerg NR at al. Mult Scler Relat Disord2021; 52: 102988
14. Leist T et al. MENACTRIMS 2024 [P1006]
Pflichttext MAVENCLAD®
Merck Healthcare Germany GmbH, Waldstraße 3, 64331 Weiterstadt, Deutschland
DE-MAV-02200 06/2025
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