04.1/2025

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  Header Ofatumumab  
 
 
Aktive schubförmige Multiple Sklerose

6-Jahres-Daten bestätigen anhaltende Wirksamkeit und Sicherheit von Ofatumumab

 
 
 

In der Behandlung der aktiven schubförmigen Multiplen Sklerose (relapsing multiple sclerosis; RMS) zeigte der monatlich subkutan (s. c.) zu applizierendea, b, c Anti-CD20-Antikörper Ofatumumabd in den beiden Zulassungsstudien ASCLEPIOS I und II gegenüber der bisherigen Basistherapie mit Teriflunomid eine überlegene Wirksamkeit bei vergleichbarer Sicherheit und Verträglichkeit [1]. Aktuelle Ergebnisse einer Subgruppenanalyse (n=465) der offenen Verlängerungsstudie ALITHIOS bestätigen für kürzlich diagnostiziertee, therapienaive Patient*innen die anhaltend hohe Wirksamkeit und das günstige Nutzen-Risiko-Profil von Ofatumumab für den Beobachtungszeitraum von bis zu sechs Jahren [2, 3]. Der Großteil der kürzlich diagnostiziertene, therapienaiven Patient*innen [3] erfüllte die Kriterien einer mild-aktivenf RMS. Für kürzlich diagnostiziertee,​​​​​​​ therapienaive RMS-Patient*innen mit aktiver Erkrankung könnte ein frühzeitiger Beginn der hochwirksamen Therapie (high efficacy therapy; HETg) mit Ofatumumab von Vorteil sein [1, 3].

An der offenen Verlängerungsstudie ALITHIOS nahmen 1.367 Patient*innen teil, die die Zulassungsstudien ASCLEPIOS I und II beendet hatten [2]. Davon wurden 677 von einer geringgradig wirksamen krankheitsmodifizierenden Therapie (disease modifying therapy; DMT) mit Teriflunomid auf eine HETg mit Ofatumumab (20 mg, s. c.) umgestellt, während 690 Patient*innen durchgehend Ofatumumab erhielten [2].

Subgruppenanalyse der kürzlich diagnostiziertene, therapienaiven RMS-Patient*innen

Ebenfalls analysiert wurden die Ergebnisse für die Subgruppe der kürzlich diagnostiziertene, therapienaiven Patient*innen [3]. Insgesamt 465 kürzlich diagnostiziertee, therapienaive Patient*innen waren nach Ende der Zulassungsstudien ASCLEPIOS I und II in die ALITHIOS-Studie eingeschlossen worden. Zum Datenschnitt am 25. September 2023 führten 78,7 % (n=366) die Behandlung mit Ofatumumab fort [3]. Davon hatten 181 Patient*innen eine durchgängige Erstlinientherapie mit Ofatumumab erhalten (OMB-Gruppe) und 185 waren in Jahr zwei bis drei von Teriflunomid auf Ofatumumab umgestellt worden (TER-OMB-Gruppe) [3].

Reduktion der Schubrate: Etwa ein Schub alle 20 Jahre

Im Vergleich zur TER-OMB-Gruppe reduzierte die initiale Ofatumumab-Therapie bei den kürzlich diagnostiziertene, therapienaiven Patient*innen über den Zeitraum von bis zu sechs Jahren die Anzahl der bestätigten Schübe um 44 % [3]: Die jährliche Schubrate (annualized relapse rate; ARR) blieb unter der kontinuierlichen Behandlung mit Ofatumumab über einen Beobachtungszeitraum von bis zu sechs Jahren konstant niedrig, entsprechend etwa einem Schub alle 20 Jahre in der Verlängerungsphase [3]. Die Umstellung von Teriflunomid auf Ofatumumab bei den kürzlich diagnostiziertene, therapienaiven Patient*innen war mit einem Rückgang der ARR um 71,3 % (p<0,001) assoziiert (Abb. 1) [3].

 
 
  Grafik: Zulassungsstudien und offene Verlängerungsstudie  
 


Abb. 1: Reduktion der Schubrate (annualized relapse rate; ARR) bei kürzlich diagnostiziertene, therapienaiven Patient*innen in den Zulassungsstudien ASCLEPIOS I und II und der offenen Verlängerungsstudie ALITHIOS; mod. nach [3].

 

 


Stabile Unterdrückung der Krankheitsaktivität

Nach Beginn der Ofatumumab-Therapie stieg der Anteil an kürzlich diagnostiziertene, therapienaiven Patient*innen, die die Kriterien NEDA-3 (no evidence of disease activity-3: keine Schübe, Behinderungsprogression oder MRT-Aktivität) erfüllten, schnell an. In Jahr sechs wiesen 94,4 % der Patient*innen, die durchgängig Ofatumumab erhielten, keine Anzeichen von Krankheitsaktivität (NEDA-3) auf (Abb. 2) [3]. Die Ergebnisse der Subgruppenanalyse für die kürzlich diagnostiziertene, therapienaiven Patient*innen im Beobachtungszeitraum von bis zu sechs Jahren stehen in Einklang mit den Daten für die gesamte Studienpopulation [2, 3].

 

 
  Grafik: Behandlungsdauer mit Ofatumumab  
 


Abb. 2: Anteil der kürzlich diagnostiziertene, therapienaiven Patient*innen, die kontinuierlich Ofatumumab erhielten und NEDA-3 Status erreichten (NEDA-3, no evidence of disease activity/keine Anzeichen von Krankheitsaktivität); mod nach [3].

 
 

Erhalt der Immunkompetenz

Die mittleren IgG-Serumspiegel blieben in der Gesamtpopulation der ALITHIOS-Studie im Beobachtungszeitraum von bis zu sechs Jahren in der Ofatumumab-Therapiegruppe kontinuierlich stabil im Normbereich [2]. Die Lymphozytenzahlen stiegen in der Ofatumumab-Gruppe nach einem kurzen Abfall nach vier Wochen rasch wieder auf das Niveau bei Baseline und blieben im Beobachtungszeitraum von bis zu sechs Jahren konstant (Abb. 3) [2].

 

 
  Grafik: Visite (in Wochen)  
 


Abb. 3: Lymphozytenzahlen unter kontinuierlicher Ofatumumab-Therapie (SE, Standardfehler); mod. nach [2].

 
 

 

Fazit

In der offenen Verlängerungsstudie ALITHIOS zeigte die Erstlinientherapie mit Ofatumumab über einen Beobachtungszeitraum von bis zu sechs Jahren eine anhaltend hohe Wirksamkeit in der Gesamtpopulation sowie in der Subgruppe der kürzlich diagnostiziertene, therapienaiven Patient*innen [3]. In der Gesamtstudienpopulation bestätigte sich das günstige Nutzen-Risiko-Profil von Ofatumumab über einen Zeitraum bis zu sechs Jahren [2]. Die Daten unterstreichen den positiven Effekt einer frühen HETg bei kürzlich diagnostiziertene, therapienaiven Patient*innen [3].

a Die Behandlung ist durch einen Arzt oder eine Ärztin mit Erfahrung in der Behandlung neurologischer Erkrankungen einzuleiten.
b Nach einer erfolgten Initialdosis in den Wochen 0, 1 und 2.
c Erst nach Schulung durch entsprechend geschultes medizinisches Fachpersonal.
d Ofatumumab ist zur Behandlung von erwachsenen RMS-Patient*innen mit aktiver Erkrankung, definiert durch klinischen Befund oder Bildgebung, zugelassen.
e kürzlich diagnostiziert: Behandlungsbeginn innerhalb von 3 Jahren nach Erstdiagnose.
f Mild-aktive RMS: Mild-aktive RMS ist eine Definition von Novartis gemäß der durchschnittlichen Patient*innencharakteristika in den ASCLEPIOS-Zulassungsstudien I und II [1].
g Analog [4] gemäß Wirksamkeitskategorie 3.

 

 
   
     
 

Referenzen:

 
 

1. Hauser SL et al., N Engl J Med 2020, 383:546–557.

 
 

2. Wiendl H et al., Jahrestagung der American Academy of Neurology (AAN), 13.–18. April 2024, Denver, CO/USA, Poster P9.010.

 
 

3. Pardo G et al., Jahrestagung der American Academy of Neurology (AAN),13.–18. April 2024, Denver, CO/USA, Oral Presentation S31.003.

 
 

4. Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN), S2k-Leitlinie: Diagnose und Therapie der Multiplen Sklerose, Neuromyelitis-optica-Spektrum-Erkrankungen und MOG-IgG assoziierten Erkrankungen, Stand: 30.11.2023, AWMF-Registernummer 030/050.

 
 

 

 
 

 

 
 

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