39.1/2024

Klicken Sie hier, um diesen Newsletter online anzusehen!

newsletter-logo-diab-kom
 
Advertorial
 
 
 
 

Insulinresistent, aber schlank:

Lipodystrophie als Differentialdiagnose

Liebe Leserin, lieber Leser,

in Ihrem ärztlichen Alltag sind einzelne Symptome, die unmittelbar zu einer Diagnose und Therapie führen, vermutlich eher selten. Häufiger begegnen Ihnen mehrere Symptome, die gemeinsam ein komplexes Krankheitsbild ergeben. Doch was tun, wenn die Befunde so gar nicht zum äußeren Erscheinungsbild Ihrer Patientin oder Ihres Patienten passen? Wenn ein gemütlicher Charakter mit athletischem Körperbau vor Ihnen sitzt oder eine sehr schlanke Person mit insulinresistentem Diabetes?

In solchen Fällen könnte eine Lipodystrophie die Ursache sein.

Die syndromale Stoffwechselerkrankung ist durch einen vollständigen oder partiellen Mangel an subkutanem Fettgewebe gekennzeichnet. Dies führt zu einer unzureichenden Produktion von Leptin, dem Schlüsselhormon unseres Glukose- und Fettstoffwechsels. Der daraus resultierende unstillbare Hunger/Appetit sowie der Mangel an subkutanen Speicherkapazitäten haben eine ektopische Fettablagerung zur Folge. Die Konsequenz sind phänotypische Auffälligkeiten, unter anderem prominente Muskeln ohne entsprechende sportliche Betätigung oder eine ungewöhnliche Fettverteilung.[1]

 
 

Abb.: Mögliche phänotypische Merkmale einer (partiellen) Lipodystrophie | © Chiesi

 

Begleitend kommen klinische Symptome wie eine ausgeprägte Insulinresistenz oder hohe Triglyceridwerte hinzu [1].

Gerade solche Patient*innen könnten in der Diabetologie vorstellig werden.

Wie vielseitig sich diese seltene Erkrankung manifestieren kann, diskutierten Mediziner*innen aus verschiedenen Bereichen der Endokrinologie und Diabetologie auf dem vergangenen Leptin-Forum, das am 23. und 24. Februar 2024 in Frankfurt am Main stattgefunden hat. Sie präsentierten unter anderem aktuelle Forschungsergebnisse und diskutierten innovative Ansätze zur Diagnose und Therapie der Lipodystrophie​.

Allgemeines Fazit: Die frühzeitige Diagnose ist entscheidend für eine günstige Prognose. Behalten Sie deshalb dieses seltene Krankheitsbild im Blick. Die Betroffenen benötigen zeitnah eine adäquate Therapie, um schwere Stoffwechselentgleisungen, das Risiko für Organschäden und eine vorzeitige Mortalität zu verhindern [1-4].

Mit Metreleptin (Myalepta®)* steht seit rund fünf Jahren eine kausale Therapie der teils schwerwiegenden Folgen des Leptinmangels zur Verfügung.[5] Das Leptin-Analogon in Ergänzung zu einer individuellen Diät hilft, die Stoffwechselentgleisungen zu kontrollieren und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern. [3,4]

In diesem Newsletter finden Sie einige Hilfestellungen für die Diagnose sowie weiterführende Hinweise.

Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre!

Ihr Lipodystrophie-Team von Chiesi Rare Diseases

 

 
 
RD-Kanal

PS. Kennen Sie schon unseren Rare Diseases-Kanal?

Seltene Erkrankungen sind (k)eine Seltenheit! In unserem DocCheck-Kanal klären wir auf, bieten Unterstützung im direkten Austausch mit Betroffenen und machen umfassend auf dieses Thema aufmerksam.

Schauen Sie vorbei!

 
 

 
 
Webinar_Perspektiven Leptin

Webinar:
Interdisziplinäre Perspektiven zu Leptin

Leptinmangel-Erkrankungen wie die Lipodystrophie sind selten - der Erfahrungsaustausch mit Kolleg*innen und Expert*innen daher umso wichtiger. Gelegenheit dazu bietet jedes Jahr das Leptin Forum. 

Die Inhalte aus dem 3. Leptin Forum (23./24.02.2024) hat Prof. Dr. Matthias Laudes vom UKSH Kiel zusammengefasst. In insgesamt drei Webinaren stellt er die thematischen Schwerpunkte vor und geht u. a. auf Prävalenz, Diagnosestellung und Komorbiditäten der Lipodystrophie ein sowie auf Besonderheiten in der Therapie mit Metreleptin.

Klicken Sie rein.
 
 

 
 
Behandlungszentren

Spezialisierte Zentren für Lipodystrophie

Hilfe bei der Identifikation möglicher Betroffener in eng getakteten Sprechstunden kann ein erster Diagnose-Check bieten.

Besteht der Verdacht auf eine Lipodystrophie, sollten Sie die oder den Betroffene*n zunächst an ein spezialisiertes Zentrum überweisen. Diese gibt es u. a. an den Universitätskliniken Berlin, Essen Kiel, Leipzig, Münster und Ulm.

Hier finden Sie Adressen und Kontaktdaten.
 
 

 
 
Vortrag Schmidt

Praxiswissen - Jung, schlank, NAFLD! Lipodystrophie?

Prof. Dr. Hartmut Schmidt, Direktor der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Transplantationsmedizin am Universitätsklinikum Essen, beleuchtet anhand von Patientenfällen aus der klinischen Praxis das Krankheitsbild der Lipodystrophie und gibt Hinweise zu Diagnostik und Therapie dieser Erkrankung.

Themen des Webinars:

  • Differenzierung von Lipodystrophie und Adipositas
  • Typische klinische Merkmale wie Acanthosis nigricans und Fettverteilungsstörungen
  • Bedeutung von Leptin in der Pathophysiologie
  • Praktische Tipps zur Diagnostik und Therapie, einschließlich Leptin-Ersatztherapie

Der Vortrag kann kostenlos on demand abgerufen werden.

Jetzt anschauen
 
 

 


 
 

Referenzen

  1. Brown RJ et al. J Clin Endocrinol Metab 2016;101(12):4500–4511
  2. Akinci B et al. J Clin Endocrinol Metab 2019;104:5120–5135
  3. Cook K et al. J Endocrine Soc 2021;5(4):1-16
  4. Simsir IY et al. Diabetes Obes Metab 2023;25:1950–1963
  5. Fachinformation Myalepta®, Stand 12/2023
 

 
 

* Myalepta 3 mg Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung;
Myalepta 5,8 mg Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung;
Myalepta 11,3 mg Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung

Wirkstoff: Metreleptin

Zus.: Jede Durchstechflasche enthält 3 mg/5,8 mg/11,3 mg Metreleptin*. Nach Rekonstitution enthält 1 ml 5 mg Metreleptin.

* Metreleptin ist ein rekombinantes humanes Leptin‑Analogon (das in Escherichia coli‑Zellen mit rekombinanter DNA‑Technik zur Bildung eines rekombinanten humanen N‑Methionylleptin hergestellt wird). Sonst. Bestandt.: Glycin, Saccharose, Polysorbat 20, Glutaminsäure, Natriumhydroxid (zur pH-Einstellung).

Anw.: Myalepta ist eine Leptin-Ersatztherapie, die in Kombination mit einer Diät zur Behandlung der Folgen eines Leptinmangels bei Patienten mit Lipodystrophie (LD) eingesetzt wird:

  • mit bestätigter angeborener generalisierter LD (Berardinelli-Seip-Syndrom) oder erworbener generalisierter LD (Lawrence-Syndrom) bei Erwachsenen und Kindern ab 2 Jahren.
  • mit bestätigter familiärer partieller LD oder erworbener partieller LD (Barraquer-Simons-Syndrom) bei Erwachsenen und Kindern ab 12 Jahren, bei denen durch Standardbehandlungen keine angemessene Einstellung des Stoffwechsels erreicht werden konnte.

Gegenanz.: Überempfindlichkeit gegen einen der Bestandteile.

Nebenw.: Schwerwiegend: Hypoglykämie, Hyperglykämie, tiefe Beinvenenthrombose, Flüssigkeit in den Lungen – Schwierigkeiten beim Atmen oder Husten, Gefühl der Schläfrigkeit oder Verwirrtheit, schwere allergische Reaktionen. Sonstige: Gewichtsverlust, Verlust des Interesses an der Nahrungsaufnahme, Kopfschmerz, Haarausfall, ungewöhnlich starke oder lange Menstruationsblutung, Müdigkeit, blaue Flecken, Rötung, Jucken oder Quaddeln an der Einstichstelle, Antikörper gegen Metreleptin, die das Risiko für schwerwiegende oder schwere Infektionen erhöhen können. Fieber, begleitet von zunehmender Müdigkeit. Häufigkeit nicht bekannt: Grippe, Lungen- bzw. Atemwegsinfektionen,  Diabetes, übermäßiges Verlangen nach Nahrung oder übermäßiger Nahrungsaufnahme, schnellere Pulsfrequenz als normal, Husten, Atemlosigkeit, Myalgie, Gelenkschmerz, Schwellung an Händen und Füßen, Zunahme des Fettgewebes, Schwellung oder Blutung unter der Haut an der Einstichstelle, Schmerzen an der Einstichstelle, Juckreiz an der Einstichstelle, Unwohlsein, erhöhte Triglyzeride im Blut, Anstieg der HbA1c-Werte im Blut, Gewichtszunahme, Schwellung oder Blutung unter der Haut, hoher Blutzuckerspiegel, Pankreatitis.

Verschreibungspflichtig

Chiesi GmbH, Hamburg

Stand: Oktober 2023