|
Wie funktioniert das eigentlich mit der B-Zell-Depletion? Und warum ist die Tiefe der Depletion so wichtig für das therapeutische Outcome? Hier müssen zunächst die beiden Oberflächenproteine CD19 und CD20 genauer angesehen werden. Denn sie gehören zu den meistgenutzten molekularen Zielstrukturen für eine B-Zell-Depletion.11 Durch das Binden dieser Zielstrukturen, wie zum Beispiel durch einen Antikörper gegen CD20, werden multiple zelluläre Prozesse in Gang gesetzt, welche ultimativ zum Tod der B-Zellen führen.12 Ziel ist es, entzündungsfördernde B-Zellen möglichst vollständig zu eliminieren, um so den Kreislauf der autoreaktiven B-Zellen zu durchbrechen. Nicht nur im Blut, sondern auch tiefer gehend in lymphatischem Gewebe, sprich eine tiefe B-Zell-Depletion.13 Man könnte das sozusagen als „Reboot“ des Immunsystems bezeichnen. Ist die B-Zell-Depletion nicht tief genug, ist die Wahrscheinlichkeit einer Rückkehr autoreaktiver B-Zellen in der Phase der B-Zell-Rekonstitution hoch. In der Praxis heißt das, es kommt zum Rezidiv.13,14
Lesen Sie mehr über B-Zellen im Kontext der LN.
|