Mit dem oralen Faktor-B-Inhibitor FABHALTA® (Iptacopan)b, der die Aktivierung der C3-Konvertasen des alternativen Signalwegs hemmt, steht seit März 2025 die erste zielgerichtete C3G-Therapie zur Verfügung.1 Die Zulassung basiert auf den positiven Ergebnissen der Phase-III-Studie APPEAR-C3G, in welcher der Wirkstoff gegenüber Placebo zusätzlich zur Standardtherapiec bei einem günstigen Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil die Proteinurie signifikant sowie anhaltend senkted, die eGFR stabilisiertee und C3-Ablagerungen reduziertef.2
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Abbildung 1: Studiendesign von APPEAR-C3G.c,2
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Seltene Nierenkrankheit jetzt endlich gezielt therapiebar |
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C3G ist eine seltene, chronisch-progrediente Nierenkrankheit,3,4 die meist junge Erwachsene betrifft.5,6 Sie ist eine Form der MPGN, die durch eine Überaktivierung des alternativen Signalwegs im Komplementsystem verursacht wird.3,6,7
Bei gesunden Menschen läuft der alternative Signalweg dauerhaft auf niedrigem Niveau, um bei Infektionen rasch eine Immunantwort auszulösen. Ein entscheidender Regulator dieser Aktivität ist Faktor B. Dieser wird für die Bildung beider C3-Konvertasen und der C5-Konvertase des alternativen Signalwegs benötigt und verstärkt über die Amplifikationsschleife die Aktivität des Komplementsystems.8,9
Die bei C3G beobachtete Überaktivierung führt zu Ablagerungen von C3 und C3-Fragmenten in den Glomeruli und folglich zu glomerulärer Entzündung und irreversiblen Nierenschäden.3,6,7 Unter der bisherigen leitliniengerechten Therapie, erleiden rund 50 % der Patient*innen innerhalb von 10 Jahren nach Diagnosestellung ein Nierenversagen – mit enormen körperlichen, emotionalen und sozialen Folgen. Daher bestand ein erheblicher ungedeckter medizinischer Bedarf.7,10,g
FABHALTA® bindet spezifisch Faktor B, blockiert dadurch gezielt die Überaktivierung des proximalen Komplementsystems im alternativen Signalweg und kann C3G-Grundursache adressieren und die Ablagerung von C3-Fragmenten reduzieren. 1,3,a |
| Erfahren Sie hier mehr über den Wirkmechanismus von FABHALTA® |
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APPEAR‑C3G: Proteinurie-Reduktion und eGFR-Stabilisierung |
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Der Faktor-B-Inhibitor ermöglichte in APPEAR-C3G bereits nach sechs Monaten eine signifikante und über zwölf Monate anhaltende Reduktion der Proteinurie.c Eine Verringerung im ersten Morgenurin war bereits 14 Tage nach Randomisierung erkennbar.2 |
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Abbildung 2: Mittlere Veränderung der UPCR (24 h) vs. Baseline nach 12 Monaten in APPEAR-C3G.c,2
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Unter FABHALTA® zeigte sich auch eine numerische Verbesserung der Nierenfunktion.e Zur Beurteilung des Funktionsverlustes wurde ergänzend der eGFR-Slope als explorativer Endpunkt analysiert. Während sich vor Therapiestart eine rapide Verschlechterung zeigte, konnte der eGFR-Slope unter der FABHALTA®-Therapie von bis zu zwölf Monaten stabilisiert werden. Die Differenz der eGFR-Slopes vor und nach FABHALTA®-Therapie – und somit deren Einfluss auf den Verlauf des Nierenfunktionsverlustes – war signifikant.h,2
FABHALTA® verringerte die glomerulären C3-Ablagerungen nach 6 Monaten (explorativer Endpunkt).f,2 |
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Komplementsystem-Biomarker-Level bestätigen zielgerichtete Wirkung von FABHALTA®c,2 |
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Anstieg der Serum-C3-Werte: Hinweis auf positive Regulation der krankhaften Überaktivierung des alternativen Signalweges.12,13 |
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Senkung terminaler Komplementmarker (sC5b-9) in Urin und Serum: Wirksame Hemmung des alternativen Signalweges14-16 |
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FABHALTA® wies ein insgesamt günstiges Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil auf. UE waren meist leicht bis moderat.2 Am häufigsten traten mit 12,9 % im Verlauf der während der COVID-19-Pandemie durchgeführten Studie Infektionen der oberen Atemwege auf.i,1 Unter FABHALTA® kam es zu keinem Todesfall oder therapiebedingten Studienabbruch.2 |
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Frühzeitige Verdachtsabklärung und interdisziplinäre Zusammenarbeit |
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Die Diagnostik der C3G ist herausfordernd, da Symptome häufig unspezifisch sind und das Krankheitsbild individuell stark variiert.7,18 Ärzt*innen sollten z. B. bei unspezifischen Ödemen, Bluthochdruck, erhöhter Infektanfälligkeit und Fatigue aufmerksam werden.19-24
Gerade bei jüngeren Patient*innen ist eine frühzeitige Diagnose und Intervention entscheidend, um die C3G-Progression zu verlangsamen und die Nierenfunktion sowie die Gewebestruktur möglichst zu erhalten. Wegen der Ähnlichkeit zu anderen Nierenkrankheiten erfordert die sichere Diagnose eine Nierenbiopsie mit histopathologischer und immunhistochemischer Analyse.17 Bei Verdacht sollte frühzeitig an ein spezialisiertes Zentrum überwiesen werden. Eine regelmäßig aktualisierte Übersicht entsprechender Einrichtungen kann die Auswahl unterstützen: |
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