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Das Therapieansprechen war unter Cabozantinib plus Nivolumab ebenfalls höher als unter Sunitinib.5 Die objektive Ansprechrate (ORR) betrug 55,7 %, während unter Sunitinib nur 27,4 % der Patient*innen ein Ansprechen zeigten. Komplettremissionen (CR) traten in 13,9 % der Fälle unter der Kombination auf, während unter Sunitinib 4,6 % der Patient*innen eine CR erreichten. Besonders bemerkenswert ist die langanhaltende Wirkung der Therapie: Nach fünf Jahren zeigten 22 % der Patient*innen im Cabozantinib plus Nivolumab-Arm weiterhin ein Ansprechen, während dies unter Sunitinib nur bei 10 % der Fall war.
Auch nach dieser langen Beobachtungszeit zeigte sich das Sicherheitsprofil der Kombination stabil.5 Behandlungsbedingte Nebenwirkungen (TRAE) traten bei 97,5 % der Patient*innen im Kombinationsarm auf, während der Anteil unter Sunitinib bei 93,1 % lag. TRAE vom Schweregrad ≥ 3 wurden unter Cabozantinib plus Nivolumab in 67,8 % der Fälle beobachtet, verglichen mit 55,3 % unter Sunitinib. Zu den häufigsten TRAE jeglichen Grades gehörten Durchfall, Hand-Fuß-Syndrom, Fatigue, Hypertonie und Hypothyreose. Das Sicherheitsprofil zeigte sich konsistent zu den bisherigen Datenschnitten der Studie6-8, es traten keine neuen Sicherheitssignale auf.
Die Analyse nach IMDC-Risikogruppen# zeigte, dass insbesondere Patient*innen mit intermediärem oder ungünstigem Risikoprofil von der Kombinationstherapie profitieren konnten. Auch für Patient*innen mit Metastasen in Lunge, Leber oder Knochen bot die Kombinationstherapie deutliche Vorteile gegenüber der Monotherapie mit Sunitinib.
Die neuen Langzeitdaten bekräftigen den Stellenwert von Cabozantinib plus Nivolumab in der Erstlinienbehandlung des aRCC. Die klinisch relevante Verlängerung von Gesamt- und progressionsfreiem Überleben vs. Sunitinib, die hohe Ansprechrate und das stabile Sicherheitsprofil unterstreichen die Bedeutung dieser Kombinationstherapie für Patient*innen mit aRCC.
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