51.1/2025

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Liebe Leserin, lieber Leser,

werfen Sie zum Jahresende gemeinsam mit Experten und Expertinnen einen Blick auf die Studienhighlights und Neuheiten beim Lungenkarzinom. Auch 2025 bündelte die Online-Fortbildung MEDEAconnect zentrale Updates zur zunehmend zielgerichteten Therapie, zu Vorteilen innovativer Kombinationen und zu aktuellen Studien, die das Fachgebiet prägen. Im Fokus stehen dabei stets die Patienten und die optimale individuelle Therapieentscheidung. Die wichtigsten Inhalte haben wir hier für Sie zusammengefasst.

NSCLC

Personalisierung als Herausforderung – die wichtigsten Trends

Die Behandlung des fortgeschrittenen, nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC Stadium IV) wird durch die wachsende Zahl an zielgerichteten Therapieoptionen immer komplexer.1,2 Die MEDEAconnect beleuchtete die neuesten praxisrelevanten Erkenntnisse und die aktuellen Herausforderungen in der Therapiesteuerung. Erfahren Sie, welche zentralen Therapieansätze 2025 im Fokus standen und wie Resistenzmechanismen künftig umgangen werden können.

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(ES)-SCLC

Der größte Innovationsschub der Thoraxonkologie

Beim fortgeschrittenen kleinzelligen Lungenkarzinom (ES-SCLC) erleben wir laut Experten den "größten Innovationsschub jemals". Die Immuntherapie hat sich in der Erstlinie bereits etabliert, doch der Bedarf an neuen Optionen bleibt, denn noch immer erleiden 90 % der Patienten im ersten Jahr ein Rezidiv.3-5 Im Fokus stehen deshalb neue Kombinationen für die Erhaltungstherapie, T-Zell-Engager und Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (ADCs). Erfahren Sie, wie diese Konzepte die Therapielandschaft verändern werden und das Prognosebild für ES-SCLC-Patienten positiv beeinflussen! 

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ALK+ NSCLC

Spektakuläre OS-Daten: 81,1 Monate medianes Überleben beim ALK+ NSCLC6

Die finale Analyse der ALEX-Studie liefert beispiellose Langzeitergebnisse für die Erstlinientherapie des ALK-Fusions-positiven fortgeschrittenen NSCLC (ALK+ NSCLC). Mit Alectinib wurde ein medianes Gesamtüberleben (mOS) von spektakulären 81,1 Monaten erreicht – im Vergleich zu 54,2 Monaten unter Crizotinib. Prof. Reck hob die gute Verträglichkeit hervor: besonders wichtig bei so langer Therapiedauer. Auch bei Hirnmetastasen zeigte sich ein positiver Effekt.

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NSCLC im Stadium IV

IPSOS-Zulassung: Monotherapie für vulnerable NSCLC-Patienten7

Die Monotherapie mit Atezolizumab ist die erste und einzige zugelassene Option für Platin-ungeeignete NSCLC-Patienten. Die Zulassung, basierend auf der IPSOS-Studie, erleichtert die Therapieentscheidung bei älteren oder komorbiden Patienten. Prof. Dr. med. Schütte und Dr. Kropf-Sanchen zeigen die niedrigschwelligen Möglichkeiten für jene vulnerable Patientengruppe. Die LEMONADE-Analyse verdeutlicht, dass diese Patientengruppe in der Praxis einen erheblichen Anteil ausmacht.8,9

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NSCLC operable Stadien

Perioperativ vs. Neoadjuvanz: Neue Studiendaten für resektable NSCLC-Stadien

Auch bei resektablen NSCLC-Stadien gibt es neue Optionen, abhängig von PD-L1-Status und Treibermutationen. Studien wie KEYNOTE-671 und CheckMate-816 zeigen eine deutliche Verbesserung des ereignisfreien und des Gesamtüberlebens durch (neo-) adjuvante Immuntherapie.10,11 Dr. Wesseler diskutierte die zentrale Frage: Perioperativ oder reicht Neoadjuvanz? Die Antwort: Es kommt auf den Patienten an.

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EGFR+ NSCLC

Intensivierte Erstlinie – Wann ist die Kombi sinnvoll?

Zwei Studien untersuchten die intensivierte Erstlinientherapien beim EGFR-mutierten NSCLC: FLAURA2 (Osimertinib + Chemotherapie) und MARIPOSA (Amivantamab + Lazertinib).12,13 Beide Kombinationsstrategien zeigten eine ähnliche Wirksamkeit in Bezug auf das progressionsfreie Überleben (PFS); im Vergleich zur Osimertinib-Monotherapie, wirkten sich jedoch auf die Verträglichkeit und Lebensqualität aus. Die finale OS-Analyse von FLAURA2 zeigte mit der Kombination ein mOS von 47,5 Monaten. Prof. Fuchs und Prof. Reck erörterten, für wen diese Kombinationstherapien sinnvoll sind.

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MEDEA-Impulsvortrag

Vertrauen schaffen: Wie Sie Risiken und Studiendaten richtig kommunizieren

Prof. Dr. Gerd Gigerenzer plädierte in seinem MEDEA-Impulsvortrag für eine patientenorientierte Darstellung. Er empfiehlt die klare Kommunikation von absoluten Häufigkeiten anstelle von relativen Risiken, um Missverständnisse zu vermeiden und Vertrauen zu schaffen. Um Patienten bei existenziellen Entscheidungen zu unterstützen, solle man Ungewissheiten offen ansprechen. Nutzen Sie die 4W-Regel als Leitfaden für Gespräche und erfahren Sie, wie Sie Studiendaten verständlich vermitteln können.

Hier zum Impulsvortrag!

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Ihr Roche-Team

Referenzen

  1. Tan AC et al. J Clin Oncol 2022;40:611-625.
  2. Li MSC et al. Ther Adv Med Oncol 2024; 16: 17588359241302021.
  3. S3-Leitlinie Prävention, Diagnostik, Therpaie und Nachsorge des Lungenkarzinoms, Langversion 4.0, AWMF-Registernummer: 020-007OL, Stand: April 2025.
  4. Horn L et al. N Engl J Med 2018; 379 (23): 2220-2229.
  5. Johnson ML et al. J Clin Oncol 2023; 41(6): 1213-1227.
  6. Mok T et al. ESMO 2025. Abstract #LBA73
  7. Lee SM et al. Lancet 2023; 402(10400): 451-463.
  8. Christopoulos P et al. DGHO 2025, P527.
  9. Fachinformation Tecentriq® aktueller Stand.
  10. Wakelee H et al. ESMO 2025, Abstract #LBA67
  11. Forde PM et al. ASCO 2025, Abstract #8000.
  12. Planchard D et al. WCLC 2025, Abstract #PL02.04.
  13. Yang JCH et al. N Engl J Med 2025; 393: 1681-1693.
Zu den Pflichtangaben:
M-DE-00028977
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Emil-Barell-Str. 1
79639 Grenzach-Wyhlen
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