12.1/2026

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Aktualisierte Leitlinie zur Myelofibrose: Momelotinib in der Onkopedia-Leitlinie

Sehr geehrte Ärztinnen und Ärzte,

im Oktober 2025 hat die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) eine aktualisierte Onkopedia-Leitlinie zur Diagnose und Therapie der Myelofibrose (MF) veröffentlicht.1
Darin wird Momelotinib im Therapiealgorithmus nunmehr als dritter zugelassener Januskinase (JAK)-Inhibitor aufgeführt. Der Einsatz von Momelotinib wird empfohlen bei Vorliegen von klinisch symptomatischer, moderater bis schwerer Anämie und Thrombozytenwerten > 25 G/l. Diese Empfehlung gilt sowohl für die Erstlinie als auch für die Zweitlinie nach Ruxolitinib-Versagen.1

Zu den Aktualisierungen der Leitlinie

Der aktualisierten Onkopedia-Leitlinie zufolge wird eine Stammzell­trans­plantation primär bei hohem oder sehr hohem Risiko empfohlen.1 Für Patienten mit intermediärem Risiko sollte diese Option nur unter Berücksichtigung weiterer individueller Faktoren in Betracht gezogen werden. Bei Patienten mit Splenomegalie oder Symptomen, für die eine allogene SZT nicht geeignet ist, empfiehlt die Leitlinie bei klinisch symptomatischer, moderater bis schwerer Anämie und Thrombozyten > 25 G/l den Einsatz von Momelotinib.
Liegt keine oder eine klinisch nicht symptomatische Anämie vor und beträgt der Thrombozytenwert >50 G/l, werden als Erstlinienoptionen weiterhin die JAK-Inhibitoren Ruxolitinib oder Fedratinib empfohlen. Bei Versagen der Ruxolitinib-Therapie in der Erstlinie empfiehlt die neue Leitlinie bei klinisch symptomatischer, moderater bis schwerer Anämie und Thrombozyten > 25 G/l Momelotinib in der Zweitlinie einzusetzen, bei relevanter Splenomegalie und Thrombozyten >50 G/l Fedratinib.

Leitlinienempfehlungen für den Einsatz von OMJJARA:1
Momelotinib ist bei Vorliegen einer klinisch symptomatischen, moderaten bis schweren Anämie die präferierte Therapieoption in der Erstlinie und auch in der Zweitlinie nach Ruxolitinib-Versagen.

Leitlinienempfehlungen
 
 
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Icon   Weitere wichtige Updates:1

  • Hinweis auf Wichtigkeit des Erkennens eines Ruxolitinib-Versagens (z.B. mittels des RR6-Prognosemodells oder definierter klinischer Kriterien)
  • Empfehlung zur strukturierten Bewertung von Symptomen mit validierten Skalen (z.B. MPN10 oder MPN-SAF TSS) zu Beginn und auch im Verlauf der Erkrankung
  • Empfehlung zum Einsatz neuerer, mutationsbasierter Risiko-Scores bei primärer Myelofibrose (MIPSSv2), insbesondere bei Patienten im transplantationsfähigen Alter
  • Diagnostische Unterteilung der präfibrotischen Myelofibrose in einen ET-ähnlichen und einen overt-MF-ähnlichen Phänotyp mit entsprechend zugehörigen Risikoscore- und Therapieempfehlungen
 
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Alle Neuerungen der Leitlinie sowie der aktualisierte Therapiealgorithmus im Überblick:1
 
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Omjjara Fachinformation
Omjjara Pflichtangaben

OMJJARA ist zugelassen für die Behandlung von krankheitsbedingter Splenomegalie oder Symptomen bei erwachsenen Patienten mit moderater bis schwerer Anämie, die an primärer Myelofibrose, Post-Polycythaemia Vera-Myelofibrose oder Post-Essentieller Thrombozythämie-Myelofibrose erkrankt sind, und die nicht mit einem Januskinase (JAK)-Inhibitor vorbehandelt sind oder die mit Ruxolitinib behandelt wurden.2

Referenzen
  1. Onkopedia Leitlinie: Primäre Myelofibrose (PMF). Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO). Stand September 2025. Veröffentlicht im Oktober 2025. Verfügbar unter: https://www.onkopedia.com/de/onkopedia/guidelines/myelofibrose/@@guideline/html/index.html
  2. OMJJARA Fachinformation, aktueller Stand.
 
 
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