32.1/2024

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Advertorial
 
 

State-of-the Art Kataraktoperation
– von der Diagnostik bis zur Intraokularlinse

 

„Das Thema Alterssichtigkeit ist omnipotent. Derzeit sind 1,8 Mrd. Menschen alterssichtig - Tendenz steigend.1 Wir haben viele Patienten, die wieder unabhängiger von einer Brille sein wollen. Auch die Kataraktchirurgie entwickelt sich in diese Richtung“, betonte Prof. Dr. Thomas Kohnen (Frankfurt) zu Beginn des DOC-Symposiums von Alcon zu aktuellen Trends für eine leistungsfähige Patientenversorgung. Derzeit sind alle Vorträge noch in voller Länge unter DOC 2024 @ Satellitensymposium (on24.com) abrufbar.

Wesentliche Aspekte sind hier für Sie zusammengefasst:

 
 
 

Moderne IOL im Überblick – was leisten die Optiken?

Prof. Dr. Thomas Kohnen (Frankfurt) erläuterte die neu erstellten ISO-Kriterien zur Einteilung moderner Intraokularlinsen (IOL) sowie die Kriterien der AAO zur Definition einer Linse mit erweiterter Tiefenschärfe (EDOF-IOL).2,3

  • „Wichtig ist: es gibt exakte Kriterien, u.a. muss eine EDOF-IOL mindestens 0,5 Dpt mehr Tiefenschärfe erzeugen als die monofokale Kontrolle.3 D. h. eine sogenannte Monofokal Plus IOL kann niemals dieser Gruppe zugeordnet werden“, stellte er klar.
  • Auch das optische Prinzip ist relevant für Patientenzufriedenheit: Diffraktive EDOF-IOL wie z.B. Tecnis Symfony oder ATLara verteilen das Licht auf verschiedene Brennpunkte und erzeugen daher zwangsläufig immer optische Phänomene, z.B. bis zu 50 % Halos bei Tecnis Symfony.4
  • Die nicht-diffraktive EDOF IOL Vivity hingegen erzeugt durch Dehnung und Verschiebung der Wellenfront einen kontinuierlich erweiterten Fokusbereich.5
  • „Unsere Ergebnisse mit Vivity sind sehr gut: Patienten erreichen einen sehr guten Fern- und Intermediärvisus sowie funktionalen Nahvisus. Besonders wichtig ist, dass optische Phänomene im Vergleich zu diffraktiven Optiken ganz deutlich reduziert sind.6
  • Trifokale IOL wie die PanOptix erzeugen gutes Sehvermögen über den gesamten Sehbereich.7
  • „Für die PanOptix haben wir eine tolle Defokuskurve gesehen, mit einem kontinuierlichen Sehbereich von Nah bis Fern. Allerdings treten mehr optische Phänomene auf als mit Vivity.7

Sein Schema zur Patientenauswahl:

 
 
 

Mix & Match für noch mehr Brillenunabhängigkeit

Eine weitere exzellente Versorgungsoption für mehr Brillenunabhängigkeit sieht PD Dr. med. Milena Pahlitzsch (Berlin) derzeit im Mix & Match System mit Vivity und PanOptix.8 „Nach individueller Aufklärung entscheiden sich die meisten der Patienten dafür und sind derzeit am glücklichsten“.

Ihre Vorgehensweise und Ergebnisse:

  • Zuerst erfolgt eine PanOptix-Implantation ins nicht-dominante Auge. Bereits nach 2 Tagen (bis 1 Woche) wird das fern-dominante Auge je nach individuellem Patientenwunsch mit Vivity (= Mix und Match) oder PanOptix versorgt (Abb).
  • Mit Mix & Match mit Vivity und PanOptix wird bei ihr die höchste Patientenzufriedenheit sowie mehr Brillenunabhängigkeit für alle Distanzen erreicht:
    • In der Ferne werden vergleichbar gute Ergebnisse erreicht wie mit bilateraler Versorgung der jeweiligen IOL
    • Intermediär- und Nahvisus verbessert
    • Höchste Brillenfreiheit über verschiedene Distanzen
    • die meisten Patienten sind mit Mix & Match am zufriedensten
    • Mix & Match ist stärker verzeihend als bilaterale trifokale Versorgung; auch bei unregelmäßigem Epithelmapping / ausgeprägtem Sicca möglich
  • 14 % ihrer Patienten erhalten bilaterale Versorgung mit Vivity (z.B. medizinische Gründe, Erwartungen an Sehvermögen).

 
 
 

Präzise Biometrie – auch bei harten Kernen

Wesentlich für eine erfolgreiche Versorgung mit Premium-IOL ist eine präzise präoperative Diagnostik. Moderne Biometer wie das ARGOS mit Swept-Source OCT ermöglichen dies selbst bei maturer Katarakt, wie Dr. med. Burkhard von Jagow (Eberswalde) erläuterte. „Es erreicht eine signifikant höhere Achsenlängen-Messerfolgsrate und damit eine signifikant höhere Rate an IOL-Kalkulationen als der IOL-Master700 bei Patienten mit dichter Katarakt“

Er nannte folgende Vorteile des ARGOS Biometers für Anwender:

  • Die Messung erfolgt sehr schnell in 2 Sekunden.17 Dabei werden alle wichtigen Parameter erfasst, darunter auch Linsendicke und die Achsenlänge als Summe der Teilbereiche.
  • Sum-of-Segments-Technologie misst Teilstrecken im Auge getrennt und errechnet die Länge anhand der jeweiligen Brechnungsindices -> Genauste Achsenlängen-Messung, besonders bei kurzen und langen Augen sowie Silikonöl-gefüllten Augen.9,10, 17
  • Optimale Operationsplanung ohne Datenverlust durch Vernetzung mit der Planungssoftware
  • Auch bei maturer und hypermaturer Katarakt ist eine präzise optische Messung durch das SS-OCT und den ERV-Modus (Enhanced retinale visualisation) möglich.11

Eigene Vergleichsstudie (n=40) von ARGOS vs. IOLMaster 700 bei Augen mit sehr dichter Katarakt (> LOCSIII) zeigt: „Das ARGOS-Biometer ist signifikant besser bei der Messung der sehr maturen Katarakte. Während mit dem ARGOS 90 % der Augen vermessen werden konnten, war dies mit dem IOLMaster nur bei 62,5 % der Augen möglich.“

 
 
 

Im Flow mit der Alcon Vision Suite

Prof. Dr. med. Christian Vorwerk (Magdeburg) demonstrierte in einem Video die Integration der Alcon Vision Suite in seinem Zentrum. „Wenn die einzelnen Komponenten für eine erfolgreiche OP eng aufeinander abgestimmt sind, ist das natürlich ideal. Die Module der Alcon Vision Suite greifen sehr gut Hand-in-Hand und bieten uns große Sicherheit während der OP.“

  • Die Alcon Vision Suite kann als modulares System je nach Anforderungen des OP-Zentrums individuell zusammengestellt und nachträglich aufgerüstet werden.
  • Biometrie-Daten fließen in den Alcon Vision Planner ein, an dem der Eingriff exakt geplant werden kann (IOL, Schnittführung, ggf. Achsausrichtung), von dort kabellose Übertragung (-> keine Übertragungsfehler) auf die Geräte im OP-Raum, z.B. LuxOR18, Centurion und NGENUITY
  • „Das LuxOR Revalia Mikroskop zeichnet sich durch hervorragenden Rotreflex und hohe Tiefenschärfe aus und liefert sehr gute, kristallklare Visualisierung, ohne ständig den Fokus nachjustieren zu müssen.“19
  • „Mit der Centurion und dem Active Sentry Handstück können wir während der gesamten OP – und insbesondere bei Augen mit Glaukom oder mit Floppy Iris - bei niedrigem IOD und gleichzeitig hoher Vorderkammerstabilität sicher und zuverlässig operieren
  • „Die Image Guided Visualisierung kann auch ins Mikroskop eingeblendet werden und ermöglicht eine präzise Positionierung der IOL.20 Gerade bei torischen IOL ist eine präzise Ausrichtung an der Achse und bei MIOL eine perfekte Zentrierung wichtig für ein gutes operatives Ergebnis und hohe Patientenzufriedenheit.“

 
 
 

Stabile Vorderkammer bei niedrigem IOD

„Einer der wichtigsten Aspekte während der OP ist eine hohe Vorderkammerstabilität“, betonte Prof. Dr. Gabor Scharioth (Recklinghausen). „Das Centurion Vision System mit Active Fluidics misst den Augeninnendruck (IOD) über Sensoren engmaschig und steuert bei Änderungen aktiv gegen. Vor allem in Kombination mit dem Active Sentry-Handstück ermöglicht dies ein Operieren bei niedrigem, physiologischen IOD – bei gleichzeitig extrem stabiler Vorderkammer.“

  • „Phakomaschinen mit Schwerkraft-basierter Infusion benötigen eine hohe Flaschenhöhe für eine stabile Vorderkammer. Aber: bereits eine Flaschenhöhe von 100 cm entspricht 74 mmHg! Da ist die retinale und papilläre Perfusion sicherlich eingeschränkt.12
  • Im Gegensatz dazu kann mit der Centurion der IOD während der OP mittels Active Fluidics über Drucksensoren gemessen und auf niedrigem Niveau aktiv stabilisiert werden.
  • Das Active Sentry Handstück ermöglicht zudem Messungen des IOD direkt am Auge und erkennt in welcher Höhe das Handstück gehalten wird.
  • Centurion Active Sentry hält das Surge-Volumen geringer als andere Systeme13,14 und selbst bei einem niedrigen Ziel-IOD von 30 mmHg im normalen phaken Auge unter 25 %.15
  • Seine eigene Vergleichsstudie zeigt, dass mit Centurion und dem Active Sentry Handstück ein Surge bei einem voreingestellten, physiologischen IOD von 20 mmHg deutlich seltener auftritt (= stabilere Vorderkammer) als bei 60 mmHg (45/102 Augen vs. 78/102 Augen), OP-Zeit, Aspirationszeit und Flüssigkeitsverbrauch waren auch signifikant geringer (p< 0,05).16
 
 
 

Referenzen:

  1. World Health Organization. World report on vision.
  2. BS (British Standards Institution) EN ISO 11979-7:2024 - Ophthalmic implants. Intraocular lenses.
  3. MacRae S et al. Special Report: American Academy of Ophthalmology Task Force Consensus Statement, Ophthalmology 2017;124:139-141.
  4. Kohnen T et al. Visual performance of an extended depth of focus intraocular lens for treatment selection, Eye (Lond). 2019 Oct;33(10):1556-1563.
  5. Gebrauchsinformation AcrySof IQ Vivity, März 2021.
  6. Kohnen T et al. Nondiffractive wavefront-shaping extended depth-of-focus intraocular lens: visual performance and patient-reported outcomes, J Cataract Refract Surg 2022 Feb:48(2):144-150.
  7. Kohnen T et al. Visual Performance of a Quadrifocal (Trifocal) Intraocular Lens Following Removal of the Crystalline Lens, Am J Ophthalmol 2017 Dec:184:52-62.
  8. Labiris G et al. Mix-and-match vs bilateral trifocal & bilateral EDOF intraocular lens implantation, J Cataract Refract Surg. 2024;50:167-173.
  9. Wang L et al. Ophthalmology. Calculation of axial length using a single group refractive index versus using different refractive indices for each ocular segment: theoretical study and refractive outcomes. 2019 May;126(5):663-670.
  10. Shammas HJ et al. Effects on IOL Power Calculation and Expected Clinical Outcomes of Axial Length Measurements Based on Multiple vs Single Refractive IndicesClin Ophthalmol. 2020 Jun:14:1511-1519.
  11. Tamaoki A et al. Clinical Evaluation of a New Swept-Source Optical Coherence Biometer That Uses Individual Refractive Indices to Measure Axial Length in Cataract Patients, Ophthalmic Res. 2019;62(1):11-23.
  12. Liu, X et al. Dynamic changes in retinal vessel density observed by optical coherence tomography angiography after phacoemulsification: active vs gravity fluidics system. Arq Bras Oftalmol 2022; 85, 205-207.
  13. Miller KM et al. Experimental study of occlusion break surge volume in 3 different phacoemulsification systems, J Cataract Refract Surg. 2021 Nov;47:1466-1472.
  14. Suzuki H et al. Effect of a new phacoemulsification and aspiration handpiece on anterior chamber stability, J Cataract Refract Surg. 2023 Jan; 49(1):91-96.
  15. Thorne A. et al. Phacoemulsifier occlusion break surge volume reduction, J Cataract Refract Surg 2018 Dec; 44, 1491-1496.
  16. Beres H et al. Does low infusion pressure microincision cataract surgery (LIPMICS) reduce frequency of post-occlusion breaks? Rom J Ophthalmol 2022 Apr-Jun; 66:135-139.
  17. ARGOS Bedienungshandbuch, IFU-A102-15-A010, Juli 2023
  18. LuxOR Revalia Bedienungshandbuch, 8065000447 Rev. A, September 2022
  19. Cionni et al. CIONNI - Evaluating Red Reflex and Surgeon Preference Between Nearly-Collimated, Tran Vis Sci Tech. 2015;4 (4 ):7, doi:10.1167 /tvst .4 .4 .7
  20. Verion DMM Bedienungsanleitung, 8065998270, Juni 2023

Eine vollständige Liste mit Indikationen, Kontraindikationen und Warnhinweisen finden Sie im jeweiligen Bedienungshandbuch oder in der Gebrauchsanweisung.

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