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Liebe Leserin, lieber Leser,
in der heutigen Ausgabe unseres Schwerpunkt-Newsletters stellen wir Ihnen interessante neue Studien zum Thema Infektionen und Impfungen vor. Wir wünschen Ihnen eine aufschlussreiche Lektüre und freuen uns über Ihr Feedback unter [email protected].
Ihre Redaktion von Biermann Medizin
Heutiger Schwerpunkt: Infektionen, Impfungen
Trotz der bekannten Gesundheitsrisiken einer Tuberkulose-Erkrankung während der Schwangerschaft gibt es nach wie vor kaum globale Schätzungen zur Inzidenz in dieser Gruppe. Laut einer neuen Modellierungsstudie zeigen Frauen während Schwangerschaft und Wochenbett jedoch ein erhöhtes Erkrankungsrisiko, das bei zusätzlicher HIV-Infektion noch weiter ansteigt. Den Autoren zufolge könnten eine verbesserte Überwachung, gezielte Präventionsstrategien sowie die Integration des Tuberkulose-Screenings in die pränatale Versorgung dazu beitragen, die Belastung durch die Erkrankung zu senken.
Bei COVID-19 ist es eine Impfung, die die Belastung verringert – insbesondere bei Schwangeren. Laut einer kanadischen Studie reduziert die SARS-CoV-2-Impfung in dieser Bevölkerungsgruppe effektiv das Risiko für COVID-19-bedingte Hospitalisierungen, Intensivpflichtigkeit und Frühgeburten – unabhängig von der vorherrschenden Virusvariante – und bestätigt damit ihren Nutzen auch in dieser besonders vulnerablen Gruppe.
Neben Tuberkulose und COVID-19 stellen auch entzündliche Beckenerkrankungen infolge sexuell übertragbarer Infektionen (STI) weiterhin eine globale Gesundheitsbelastung dar. Laut einer Analyse von Global-Burden-of-Disease-Daten steigt die Prävalenz in mehreren Ländern an – darunter Brasilien, Spanien, Griechenland und Portugal. Obwohl STI-assoziierte entzündliche Beckenerkrankungen besonders in Ländern mit niedrigem oder mittlerem soziodemografischen Entwicklungsindex verbreitet sind, deuten modellbasierte Prognosen auch für Länder mit hohem soziodemografischen Entwicklungsindex auf einen weiteren Anstieg in den kommenden Jahrzehnten hin.
Zudem berichten wir über Zusammenhänge zwischen Veränderungen der vaginalen Laktobazillen-Zusammensetzung und Hochrisiko-HPV-Infektionen sowie zervikalen intraepithelialen Neoplasien. Außerdem beleuchten wir prädiktive Biomarker für intraamniotische Infektionen und spontane Frühgeburten bei Frauen mit vorzeitigen Wehen.
Mehr zu diesen und anderen Themen finden Sie in unserer neuen Ausgabe Kompakt Gynäkologie 2/2026 .
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