Liebe Leserin, lieber Leser,
in unserem besonderen Newsletter geht es dieses Mal um urologische Tumorerkrankungen.
Wir wünschen Ihnen eine aufschlussreiche Lektüre und freuen uns über Ihr Feedback unter [email protected].
Ihre Redaktion von Biermann Medizin
Heutiger Schwerpunkt: Urologische Tumorerkrankungen
Welche Patienten mit Hochrisiko-Urothelkarzinomen des oberen Harntraktes sollten vor einer Nephroureterektomie eine neoadjuvante Chemotherapie erhalten? Wie eine aktuelle Studie belegt, kann der Nachweis von im Plasma zirkulierender Tumor-DNA (ctDNA) als vielversprechender Biomarker dafür gelten. So war das Vorhandensein von ctDNA stark prognostisch für das progressionsfreie und das krebsspezifische Überleben.
Beim bereits metastasierten Urothelkarzinom, das unter vorherigen Therapien fortgeschritten ist, kann Sacituzumab govitecan eine Option darstellen. Das gegen TROP-2 gerichtete Antikörper-Wirkstoff-Konjugat erweist sich den Autoren zufolge auch bei längerem Follow-up mit tolerabler Sicherheit als wirksam, wie Daten aus der TROPHY-U-01-Studie belegen.
Dass BRCA-Mutationen bei Prostatakrebs eine Rolle spielen können, ist seit einigen Jahren bekannt. Unklar war allerdings, inwieweit genau sich diese und andere Gene der DNA-Reparatur per homologer Rekombination auf die Therapie-Ergebnisse auswirken. Daher untersuchten Wissenschaftler in einer aktuellen Studie den Einfluss von Mutationen in den Genen ATM, BRCA1, BRCA2, BRIP1, CDK12, CHEK2, FANCA, HDAC2, PALB2, RAD51B und RAD54L auf die Ergebnisse von Patienten mit metastasiertem kastrationsresistenten Prostatakrebs, die eine Erstlinientherapie mit Androgenrezeptor-Signalinhibitoren oder Taxanen begannen. Wie sich zeigte, hatten insbesondere Träger von BRCA-Mutationen ein deutlich kürzeres Überleben.
Mehr dazu und zu weiteren Studien finden Sie in diesem Newsletter.