Nicht-alkoholische Fettlebererkrankung: Welche Parameter beeinflussen Mortalität?

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Herz-Kreislauf(CV)-Erkrankungen sind die häufigste Todesursache bei Patienten mit nicht-alkoholischer Fettlebererkrankung (NAFLD). Die American Heart Association (AHA) hat 7 CV-Gesundheitsmetriken definiert: 4 veränderbare Parameter (Rauchen, BMI, körperliche Aktivität, gesunde Ernährung) sowie 3 veränderbare Gesundheitsfaktoren (Gesamtcholesterin, Blutdruck, Blutzucker-Glykämie-Kontrolle).

Eine aktuelle US-amerikanische Studie bewertete nun die bevölkerungsbezogenen Fraktionen (PAF) dieser 7 CV-Parameter bei NAFLD-Patienten. Dabei wurde die Gesamtsterblichkeit aber auch die Mortalität aufgrund von CV-Erkrankungen untersucht. In die Analyse wurden Teilnehmer des National Health and Nutrition Examination Survey (NHANES 1988–1994) einbezogen.

NAFLD war definiert als sonographischer Nachweis einer Lebersteatose in Abwesenheit anderer chronischer Lebererkrankungen und eines übermäßigen Alkoholkonsums. Es nahmen 4040 Patienten mit NAFLD und 7515 ohne NAFLD teil.

NAFLD-Patienten zeigten weniger ideale Gesundheitsmetriken als Patienten ohne NAFLD (altersstandardisierte Prävalenz: 20% vs. 10% für ≤1 ideale Gesundheitsmetrik; 5,1% vs. 8,7% für ≥6; alle p<0,001). Nach einem medianen Follow-up von 19,2 Jahren (IQR 17,5–21,0 Jahre) starben 1136 NAFLD-Personen (327 CV-bedingte Todesfälle) und 1600 Personen ohne NAFLD (447 CV-bedingte Todesfälle).

Eine höhere Anzahl idealer Gesundheitsmetriken (alle Trends p<0,0001) korrelierte mit einem geringeren Risiko für eine Gesamt- und CV-bedingte Sterblichkeit. In dem Fall, dass NAFLD-Patienten alle 7 CV-Gesundheitsmetriken erreichten, waren 66% aller Todesfälle sowie 83% der CV-bedingten Sterbefälle vermeidbar.

Bei NAFLD-Patienten waren fehlende Blutzuckerkontrolle (PAF: 28,3% Gesamtmortalität; 38,1% CV-Mortalität) und Bluthochdruck (PAF: 23% Gesamtmortalität; 52,8% CV-Mortalität) die größten Sterblichkeitsfaktoren. Das Erreichen eines idealen Niveaus körperlicher Aktivität ergab eine PAF von 13,9% bei der Gesamtmortalität und von 13,8% bei der CV-Mortalität.

Fazit
Das Erreichen idealer CV-Gesundheitsmetriken bietet demnach einen klaren Schutz hinsichtlich der Gesamtmortalität und CV-bedingter Todesfälle. (je)

Autoren: Paik JM et al.
Korrespondenz: Zobair M. Younossi; [email protected]
Studie: The impact of modifiable risk factors on the long-term outcomes of non-alcoholic fatty liver disease
Quelle: Aliment Pharmacol Ther 2020;51(2):291–304.
Web: https://doi.org/10.1111/apt.15580