Niederlande: Eltern besorgt – Asbest im Spielsand

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Viele Kinder spielen gerne im Sandkasten. Doch der darin befindliche Sand birgt, wenn er aus China kommt, Gefahren. Erst wurde in Australien darin Asbest gefunden, nun auch in den Niederlanden.

Niederländische Labore haben in Spielsand Spuren von Asbest entdeckt. In mindestens 25 Proben seien Fasern des gefährlichen Stoffes nachgewiesen worden, berichten niederländische Medien. Der Sand kommt aus China und ist in Spielzeugläden zu kaufen. 

Die zuständige Aufsichtsbehörde für Lebensmittel und Waren startete inzwischen eine umfassende Untersuchung. Erst wenn die Ergebnisse vorliegen, werde über ein mögliches Verkaufsverbot entschieden, teilte die Behörde mit. 

Erste Funde in Australien

Berichte von Asbestfunden im Spielsand gab es zuerst in Australien und Neuseeland. Auch dort ging es um Sand aus China. Daraufhin ließ die niederländische Tageszeitung „AD“ auch Proben von Spielsand in Laboren untersuchen und veröffentlichte eine Übersicht der
Asbestfunde. 

Es geht um Sand für Spieltische und zum Basteln, aber auch um den sogenannten kinetischen Sand, der auch als magischer Sand bekannt ist. Bisher ist aber unklar, wie groß die Gesundheitsrisiken für Kinder sind, die mit dem Sand spielen. 

Niederländisches Parlament fordert Verkaufsverbot

Die Aufsichtsbehörde lässt zurzeit rund 90 Proben von verschiedenen Produkten analysieren. „Wir tun das so schnell wie möglich“, sagte ein Sprecher der Behörde. Ergebnisse werden in etwa zwei Wochen erwartet. 

Inzwischen nehmen die Sorgen von Eltern zu. Kitas geben an, dass sie den Spielsand vorsorglich aus dem Verkehr gezogen haben. Das Parlament forderte die Regierung auf, Maßnahmen zu ergreifen und den Verkauf des Sandes vorsorglich zu verbieten. Doch die zuständige Staatssekretärin Judith Tielen will die Untersuchung der Kontrollbehörde abwarten. 

Dagegen griff die Regierung im Nachbarland Belgien vorsorglich ein. Nach den ersten Ergebnissen in den Niederlanden rief sie dringend dazu auf, den Verkauf und Gebrauch des Sandes zu stoppen und warnte Eltern vor möglichen Gefahren.