Niederrhein Klinik eröffnet neue Fachabteilung

Chefarzt Marcus Schaufenberg hat bereits jahrzehntelange Erfahrung in der rehabilitativen Behandlung von neurologischen Erkrankungen. (Foto: St. Augustinus Gruppe)

Die Niederrhein Klinik in Korschenbroich hat ihr medizinisches Angebot ausgeweitet: Unter der Leitung von Chefarzt Marcus Schaufenberg werden seit Jahresbeginn dort auch Patienten mit neurologischen Erkrankungen rehabilitiert.

„Die intensive Zusammenarbeit mit Patienten, Pflegenden und dem Therapeutenteam ist mir seit jeher ein Herzensanliegen“, sagte der gebürtige Korschenbroicher Schaufenberg. „In der Niederrhein Klinik unterstützt mein Team über mehrere Wochen die Patienten dabei, ihre Mobilität zurückzugewinnen und eine Selbstversorgung zu ermöglichen Das schafft Raum für eine enge Zusammenarbeit und gemeinsame Erfolgserlebnisse – sowohl innerhalb des Teams als auch mit den Patienten.“ Besonders schätzt Schaufenberg dabei die Möglichkeiten, Patienten eine selbstbestimmte Lebensführung zu ermöglichen. Dazu regt er einen Perspektivwechsel an: „Sich auf das konzentrieren, was man wieder kann – nicht auf das, was noch fehlt!“

In den vergangenen Monaten hat die Klinik hierfür Patientenzimmer auf den speziellen Bedarf neurologisch Erkrankter umgebaut. Zusätzlich zu den Einzelzimmern sind zwei Mehrbettzimmer in unmittelbarer Nähe zum Schwesternstützpunkt sowie Räume für Therapieanwendungen entstanden. Ein multiprofessionelles Team aus Ärzten, Pflegekräften, Physio- und Ergotherapeuten, Psychologen, Ernährungsberaterinnen und Sozialdienstmitarbeitern erstellt in Absprache mit Patienten und Angehörigen ein Therapieprogramm, das auf die individuellen Bedürfnisse jedes einzelnen Patienten abgestimmt ist.

Versorgungslücke geschlossen

Auch für Klinik-Geschäftsführer Udo Kratel war die Gründung der neuen Fachabteilung nur folgerichtig:  „Wir schließen nun eine wichtige Lücke in der Versorgung von Schlaganfall-Patienten im Rhein-Kreis Neuss: Innerhalb der St. Augustinus Gruppe gibt es zwei Einrichtungen, die neurologische Patienten innerhalb des sogenannten Phasenmodells in den Stufen A, B und D versorgen.“ Das umfasst die akutmedizinische, die frührehabilitative sowie die ambulante Reha-Versorgung. „Die Niederrhein Klinik ergänzt das Versorgungsangebot nun mit der wohnortnahen stationären Rehabilitation, Phase C.“ Das große Plus: Weite Wege für Patienten und Angehörige entfallen, zugleich besteht eine enge Vernetzung der verschiedenen Einrichtungen mit kurzen Übergangszeiten innerhalb der Rehabilitationsphasen und einem regelmäßigem Austausch zwischen den Experten.