Nierenkrebs: Genetisch veränderte natürliche Killer-T-Zellen könnten die Immuntherapie verbessern

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Forscher der University of California – Los Angeles (UCLA), USA, haben eine neue Art der Immuntherapie entwickelt. Dabei kommen speziell entwickelte Immunzellen zum Einsatz.

In der in der Fachzeitschrift „Cell Reports Medicine“ veröffentlichten Studie entwickelten die Forscher eine neue Therapie, indem sie aus Stammzellen gewonnene natürliche Killer-T-Zellen (NKT) gentechnisch so veränderten, dass sie einen chimären Antigenrezeptor (CAR) exprimierten, der sich gegen CD70 richtet – ein Protein, das häufig auf Nierenkrebszellen vorkommt. Diese sogenannten AlloCAR70-NKT-Zellen wurden entwickelt, um einer Immunabstoßung zu widerstehen und in der Tumorumgebung aktiv zu bleiben.

„Dieser Ansatz begegnet einer Herausforderung in der Krebsimmuntherapie: der Entwicklung einer gebrauchsfertigen Zelltherapie, die bei Patienten dauerhaft wirksam ist und keine schwerwiegenden Immunkomplikationen verursacht“, erklärt Prof. Lili Yang von der UCLA und Co-Autorin der Studie. „Herkömmliche CAR-T-Therapien versagen bei soliden Tumoren wie Nierenkrebs oft aufgrund ihrer begrenzten Haltbarkeit, schlechten Tumorpenetration und Immunsuppression. AlloCAR70-NKT-Zellen wurden speziell entwickelt, um diese Hindernisse zu überwinden“, fügt sie hinzu.

Langfristige Probleme unwahrscheinlicher

In präklinischen Modellen zeigten AlloCAR70-NKT-Zellen einen mehrgleisigen Angriff gegen Nierenkrebs. Erstens töteten die Zellen Krebszellen direkt über die manipulierten CAR- und NKT-Rezeptoren ab, selbst wenn die Tumoren niedrige CD70-Proteinspiegel aufwiesen, was ihre Behandlung normalerweise erschwert. Zweitens störten sie das Mikroumfeld des Tumors, eine Schutzbarriere aus unterdrückenden Immunzellen, die den Tumor typischerweise vor Immunangriffen schützt und so die Resistenz des Krebses gegen Behandlungen fördert.

Drittens eliminierten sie CD70-positive Immunzellen des Wirts, die normalerweise die Spenderzellen abstoßen würden. Dadurch konnte die Therapie länger im Körper verbleiben und ihre Antitumorwirkung aufrechterhalten. Da diese Zellen nicht unbegrenzt im Körper verbleiben, ist es weniger wahrscheinlich, dass sie langfristige Probleme des Immunsystems wie chronische Immunsuppression oder Graft-versus-Host-Erkrankung verursachen.

Ein mehrgleisiger Angriff

„Dieser mehrgleisige Ansatz hilft ihnen, sowohl den Tumor als auch sein umgebendes Stützsystem anzugreifen, was sie zu einer wirksamen, multifunktionalen und sichereren Immuntherapieoption für metastasierten Nierenkrebs macht“, betont Prof. Arnold Chin von der UCLA und Co-Autor der Studie abschließend.

(ri/BIERMANN)