Nierenkrebs: Übergewicht könnte das Risiko im Laufe des Lebens erhöhen

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Eine US-Studie bringt einen höheren Body-Mass-Index in verschiedenen Stufen des Erwachsenenalters mit einem höheren Risiko für die Entwicklung verschiedener Arten von Nierenkrebs in Verbindung.

Übergewicht in der Lebensmitte ist ein bekannter Risikofaktor für Nierenkrebs. Neue Forschungsergebnisse der Stanford University School of Medicine, USA, deuten jedoch darauf hin, dass auch Gewichtsmuster im Laufe des Lebens die Wahrscheinlichkeit, an dieser Krebserkrankung zu erkranken, beeinflussen können. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift „Cancer“ veröffentlicht.

Um Gewichtsmuster und deren Zusammenhang mit Nierenkrebs und seinen verschiedenen Subtypen zu untersuchen, analysierten die Forscher Daten von 204.364 Personen aus der NIH-AARP-Ernährungs- und Gesundheitsstudie. Dazu gehörten der Body-Mass-Index (BMI) bei Studienbeginn (durchschnittliches Alter 61,6 Jahre) sowie frühere BMI-Messungen im Alter von 18, 35 und 50 Jahren. Das Team stellte fest, dass unter den Studienteilnehmern 1425 Fälle von Nierenkrebs bzw. Nierenzellkarzinom (RCC) auftraten, davon 583 mit aggressivem und 339 mit tödlichem Ausgang. Die Forscher erfassten außerdem die verschiedenen Subtypen des RCC, darunter das klarzellige RCC (541 Patienten), das papilläre RCC (146 Patienten) und das chromophobe RCC (64 Patienten).

Daten von über 200.000 Personen

Ein höherer BMI in jedem untersuchten Alter war mit einem höheren Risiko für Nierenzellkarzinom (RCC) insgesamt und für alle Subtypen (außer chromophobem RCC) verbunden. Pro fünf BMI-Einheiten stieg das Risiko um 10 bis 40 Prozent. Ähnlich erhöhte Risiken bestanden bei einer Gewichtszunahme im Erwachsenenalter, die zu Übergewicht oder Adipositas führte, im Vergleich zur Aufrechterhaltung eines normalen BMI.

Langfristiges Übergewicht war zudem mit einem höheren Risiko für das allgemeine Nierenzellkarzinom, das aggressive Nierenzellkarzinom, das tödliche Nierenzellkarzinom und das klarzellige Nierenzellkarzinom verbunden, nicht jedoch für das papilläre und das chromophobe Nierenzellkarzinom. Gewichtsverlust, bei dem der BMI um mindestens 10 Prozent gesenkt wurde, insbesondere im späteren Lebensalter, war mit einem geringeren Risiko für das Nierenzellkarzinom verbunden. Insbesondere Gewichtsverlust im Alter zwischen 18 und 35 Jahren und nach dem 50. Lebensjahr war mit einer Reduktion der Nierenzellkarzinom-Inzidenz um 21 bzw. 28 Prozent verbunden.