Nivolumab erfolgreich als Ergänzung zur Chemotherapie bei metastasiertem Blasenkrebs24. Oktober 2023 Nivolumab ist ein monoklonaler Antikörper gegen das Checkpoint-Protein PD-1. Foto: luchschenF – stock.adobe.com Eine klinische Studie zeigt, dass die Zugabe einer Immuntherapie zur gängigen Chemotherapie bei metastasiertem Blasenkrebs zu einer Verbesserung des Überlebens führte. Die Ergebnisse wurden gleichzeitig im „New England Journal of Medicine” und auf der Jahrestagung der European Society for Medical Oncology (ESMO) veröffentlicht. Die randomisierte Phase-III-Studie CheckMate 901 zeigte deutlich verbesserte Ergebnisse bei Patienten, die Nivolumab zusammen mit der Kombinations-Chemotherapie Gemcitabin plus Cisplatin erhielten, im Vergleich zu denen, welche die Chemotherapie-Kombination allein erhielten. Die Zahl der Patienten mit Komplettremission war in der Gruppe, die eine Chemotherapie mit Nivolumab erhielt, fast doppelt so hoch. „Bisher hat kein neuer Wirkstoff als Ergänzung zur Erstlinien-Standard-Chemotherapie auf Cisplatin-Basis das Gesamtüberleben beim metastasiertem Urothelkarzinom verbessert“, sagte Seniorautor Dr. Matthew Galsky, Co-Direktor des Center of Excellence for Bladder Cancer am The Tisch Cancer Institute, des Mount Sinai Hospital in New York (USA). „Diese Ergebnisse unterstützen Nivolumab plus Cisplatin-basierte Chemotherapie als neuen Standardansatz für die Behandlung des metastasierten Urothelkarzinoms.“ Insgesamt nahmen 608 Patienten an dieser Studie teil. Sowohl das Gesamtüberleben als auch das progressionsfreie Überleben waren bei Patienten unter Kombination aus Immun- und Chemotherapie nach fast drei Jahren höher. Die mediane Dauer der Komplettremission betrug bei diesen Patienten 37,1 Monate vs. 13,2 bei Patienten, die nur eine Chemotherapie erhielten. Diese Studie wurde von Bristol Myers Squibb in Zusammenarbeit mit Ono Pharmaceutical Company Ltd. finanziert. Die Studie war eine internationale Zusammenarbeit mehrerer Institutionen. (sf/ms)
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