Norddeutsches Zentrum für Künstliche Intelligenz in der Medizin: Zehn-Millionen-Euro-Förderung für KI-SIGS bewilligt24. September 2019 Illustration: © magele-picture – stock.adobe.com Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWI) hat sich für die Förderung eines norddeutschen Kompetenzzentrums für Künstliche Intelligenz in der Medizin ausgesprochen. Die Fördersumme beträgt in den kommenden drei Jahren rund zehn Millionen Euro. Der Förderantrag für das Konzept „KI-Space für intelligente Gesundheitssysteme“ (KI-SIGS) wurde im August gestellt. Neben der UniTransferKlinik Lübeck als Hauptantragsteller sind die Universitäten Hamburg, Lübeck, Kiel und Bremen sowie das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) beteiligt. Unterstützung kam von den Landesregierungen in Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen. Nun wurde der Antrag bewilligt – vorbehaltlich des parlamentarischen Beschlusses über den Bundeshaushalt 2020. KI-SIGS will den mit der Digitalisierung einhergehenden Veränderungen und Herausforderungen, die auch die Gesundheitswirtschaft, die Medizin und die Medizintechnik stark betreffen, Rechnung tragen. Intelligente Gesundheitssysteme und adaptive selbstlernende KI-Technologien bergen hier ein großes Potenzial. Die Universität Hamburg verfügt in diesem Bereich über eine langjährige Expertise: Am Fachbereich Informatik der Universität Hamburg wurde 1987 eines der ersten Labore für Künstliche Intelligenz (LKI) Deutschlands gegründet. Im Projekt KI-SIGS werden die Hamburger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler medizinische Informationssysteme erforschen und entwickeln. „Wir freuen uns sehr, dass der Förderantrag den nächsten Schritt genommen hat, denn ein so groß aufgestellter Forschungsverbund bietet vielfältige Möglichkeiten zum Austausch und zur Kooperation“, sagt Prof. Frank Steinicke, verantwortlich für die Forschung zur Mensch-Computer-Interaktion am Fachbereich Informatik der Universität Hamburg. Ab Anfang 2020 wird Steinicke gemeinsam mit seinem Team im Rahmen von KI-SIGS insbesondere im Bereich der intelligenten Assistenzsysteme forschen. So sollen zum Beispiel neue Arten von intelligenten Robotern und virtuellen Agenten für die Rehabilitation realisiert und erprobt werden. Darüber hinaus werden Themen wie Datenschutz und Datensicherheit im Fokus stehen. Quelle: Universität Hamburg
Mehr erfahren zu: "Kliniken wollen mehr Zuzahlung der Patienten" Kliniken wollen mehr Zuzahlung der Patienten Viele Krankenhäuser befinden sich in finanzieller Schieflage. Der Verbandschef hofft auf mehr Geld – nicht nur von der Politik.
Mehr erfahren zu: "KBV klagt gegen Kürzungen psychotherapeutischer Leistungen" KBV klagt gegen Kürzungen psychotherapeutischer Leistungen Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) will gegen den Beschluss des Erweiterten Bewertungsausschusses (EBA), die Vergütung für psychotherapeutischen Leistungen um 4,5 Prozent zu kürzen, Klage einreichen. Das kündigte KBV-Chef Dr. Andreas Gassen […]
Mehr erfahren zu: "Bodycams in der Notaufnahme – Schutz oder Risiko? " Bodycams in der Notaufnahme – Schutz oder Risiko? Bodycams haften längst an vielen Uniformen von Polizisten oder Ordnungskräften. Nun testet eine Klinik, ob die Kittel-Kamera die Notaufnahmen sicherer macht. Experten fürchten Nebenwirkungen der Bodycams in Notaufnahmen.