Notfall Herzstillstand: Festlegung wissenschaftlicher Standards für den Einsatz von Apps und digitaler Technologie13. Mai 2022 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Community First Responder Symposium 2022. Foto: ©Region der Lebensretter Um bei Notfällen mit Herzstillstand schnellere Hilfe zu gewährleisten, empfehlen die Internationalen Leitlinien für die Reanimation seit 2021 den Einsatz von Apps und digitaler Technologie. Ein internationales Expertenteam traf sich nun, um wissenschaftliche Standards für diese Systeme festzulegen. Die internationale Konsuskonferenz wurde am 2. und 3. Mai in Hinterzarten bei Freiburg auf Initiative des gemeinnützigen Vereins Region der Lebensretter sowie dem Deutschen Rat für Wiederbelebung e.V. (German Resuscitation Council, GRC) und der Universitätsmedizin Greifswald durchgeführt. Insgesamt 46 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 12 Nationen, die sich intensiv mit Ersthelfersystemen und Netzwerken automatisierter externer Defibrillatoren (AED) beschäftigen, nahmen an der Konferenz teil. Diese wurde in Kooperation mit der Deutschen Herzstiftung, der ADAC-Stiftung sowie dem European Resuscitation Council (ERC), der europäischen Fachgesellschaft für die Wiederbelebung, veranstaltet. Die Teilnehmenden definierten Kriterien, die in zukünftigen Forschungsarbeiten zu Ersthelfersystemen als Standard berichtet werden sollen. Diese betreffen das jeweilige Ersthelferalarmierungssystem, die eingebundenen Ersthelfer mit ihrer Qualifikation und Ausstattung, die Technologie (vor allem Alarmierungs-App und Datenbank für öffentlich zugängliche Defibrillatoren), die Berichterstattung über die Prozesszeiten und medizinischen Ergebnisse sowie die Verwendung von Defibrillatoren durch die Ersthelfer. Die Ergebnisse der Tagung sollen in den Publikationsorganen der beteiligten Fachgesellschaften veröffentlicht werden. Zusätzlich fand auch ein Austausch zu Themenfeldern statt, in denen weitere Forschungsarbeiten nötig sind. Künftig sollen demnach mehr multizentrische Studien in diesem Forschungsgebiet stattfinden, in denen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus mehreren Regionen und Ländern zusammenarbeiten. Die in der Region der Lebensretter ehrenamtlich helfenden Notärzte wurden während der Konsensuskonferenz zweimal zu Einsätzen in Hinterzarten alarmiert und trafen dabei auf einen weiteren engagierten Ersthelfer aus dem Ort: Nach nur 2 Minuten waren jeweils 4 Helfer und ein AED beim Patienten. Kein Glücksfall, sondern System: Im Landkreis Freiburg/ Breisgau-Hochschwarzwald sind mittlerweile über 1200 Ersthelfer bei Region der Lebensretter registriert. Diese schnelle Überbrückung der ersten Minuten nach einem Notfall bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes rettet Leben – daher sollen am 19. Mai alle Landkreise in Baden-Württemberg, die sich dem System bisher angeschlossen haben, zu einem landesweiten Alarmierungssystem zusammengeschaltet werden
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