NRW-Gesundheitsminister fordert nachhaltigere Gesundheitspolitik14. März 2018 NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann auf dem Gesundheitskongress des Westens in Köln (Foto: ISO/Schmidt-Dominé) Der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat von den Gesundheitspolitikern in der Bundesregierung nachhaltigere Lösungen angemahnt. In seiner Eröffnungsrede beim Gesundheitskongress des Westens in Köln kritisierte Laumann den Koalitionsvertrag. Darin sei in den „Hintergrund geraten“, wie „wir den medizinischen Fortschritt angesichts der demografischen Entwicklung für alle finanzieren können“. Als Beispiel für Probleme, die zu lange vernachlässigt worden seien, nannte Laumann die hausärztliche Versorgung in NRW. Aktuell seien 60 Prozent der Allgemeinmediziner in Westfalen 60 Jahre und älter. Viele gingen daher nun in Rente. „Das ist nicht über Nacht gekommen, das deutet sich seit zehn Jahren an und man hat nicht entsprechend reagiert“, kritisierte Laumann. Die Einführung einer Landarztquote bei der Zulassung zum Medizinstudium soll nun nach Vorstellungen Laumanns dazu beitragen, die Probleme zu lösen. Darüber hinaus sollen alle Medizinfakultäten im Land einen hochwertigen Lehrstuhl für Allgemeinmedizin bekommen und in Ostwestfalen-Lippe soll eine zusätzliche Medizinische Fakultät eingerichtet werden. In Dänemark ist die elektronische Patientenakte bereits Realität In einem viel diskutierten Redebeitrag legte Adam Wolf, Geschäftsführer der Organisation der Dänischen Regionen, dar, wie Dänemark zum führenden EU-Land in Bezug auf die Digitalisierung des Gesundheitswesen werden konnte. In Dänemark sei die elektronische Patientenakte heute Realität. Über eine digitale Infrastruktur werden monatlich 5,5 Millionen Mal Informationen zu Patienten zwischen Leistungserbringern ausgetauscht – etwa diagnostische Berichte. „Ich bin nicht hier, um eine Predigt zu halten,“ sagte Wolf, aber man habe in Dänemark bereits vor 20 Jahren begonnen, gemeinsame technische Standards für die digitale Kommunikation im Gesundheitswesen zu etablieren. An solchen Standards mangelt es in Deutschland bis heute. Weitere Themen des des Kongresses sind auch der morbiditätsorientierte Risikostrukturausgleich und andere Zukunftsfragen der Finanzierung des Gesundheitswesens, der Fachkräftemangel bei Ärzten und Pflegepersonal, die Krankenhausplanung und -finanzierung, die Notfallversorgung, die Zusammenarbeit zwischen Aktukrankenhäusern und Rehabilitation sowie Prävention. Weiterführende Information: http://www.gesundheitskongress-des-westens.de
Mehr erfahren zu: "Einzigartige Kooperation verbessert MS-Versorgung in Bad Berka" Einzigartige Kooperation verbessert MS-Versorgung in Bad Berka Durch die enge Kooperation von Neurologie und Querschnittgelähmtenzentrum bündelt die Zentralklinik Bad Berka Expertise für eine ganzheitliche Behandlung von Multipler Sklerose (MS). Die Deutsche MS Gesellschaft bestätigte die Qualität der […]
Mehr erfahren zu: "Land unterstützt UKSH und übernimmt Schulden" Land unterstützt UKSH und übernimmt Schulden Fraktionen und Regierung stehen in Schleswig-Holstein geschlossen hinter dem Universitätsklinikum: Viel Geld fließt in Forschung, Versorgung und Modernisierung. Doch die Entscheidung bringt auch neue Schulden für das Land.
Mehr erfahren zu: "Bewährungsstrafe für Kinderpsychiater Winterhoff" Bewährungsstrafe für Kinderpsychiater Winterhoff Das Bonner Landgericht hat den Kinderpsychiater und Sachbuchautor Michael Winterhoff wegen Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von neun Monaten auf Bewährung verurteilt. Die Kammer befand den 71-Jährigen der vorsätzlichen Körperverletzung in […]