NRW-Schulministerin will flächendeckenden Reanimationsunterricht an Schulen ermöglichen13. Oktober 2023 Bei bei einer Schulung, die im Rahmen der Woche der Wiederbelebung im NRW-Schulministerium durchgeführt wurde, erläuterte Hugo Van Aken Schulministerin Dorothee Feller die Schritte der Wiederbelebung. Foto: ©Hugo Van Aken/DGAI Nach dem Willen von Nordrhein-Westfalens Schulministerin Dorothee Feller sollen in Zukunft alle Kinder und Jugendlichen in NRW mindestens einmal in ihrer Schullaufbahn einüben, was im Fall eines Herz-Kreislauf-Stillstandes zu tun ist. „Wir wollen in dieser Legislaturperiode die Voraussetzungen dafür schaffen, dass künftig alle unsere Schülerinnen und Schüler zu Lebensretterinnen und Lebensrettern ausgebildet werden können“, erklärte sie bei einer Schulung, die im Rahmen der Woche der Wiederbelebung eigens für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihres Ministeriums angeboten wurde. Seit 2018 fördert NRW Reanimationstrainings für Schülerinnen und Schüler an weiterführenden Schulen. Das Projekt wurde auch durch den Einsatz der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. (DGAI) initiiert und wird bis heute von der medizinischen Fachgesellschaft sowie der Stiftung Deutsche Anästhesiologie intensiv begleitet und unterstützt. Mit einer Investitionssumme von einer Million Euro wurden von 2018 bis heute mehr als 11.000 Reanimationspuppen an über 750 weiterführende Schulen im Bundesland verteilt. Einer der Impulsgeber des Projektes „Laienreanimation an Schulen in Nordrhein-Westfalen“ ist der frühere Präsident der DGAI und langjähriger Direktor der Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie am Universitätsklinikum Münster Prof. Dr. Hugo Van Aken. Anfangs nur als Modellprojekt geplant, wurde dieses später landesweit ausgerollt – und darüber hinaus ab 2022 mit einer deutlich erhöhten Fördersumme von jährlich 300.000 Euro ausgestattet. Ein Projektpartner des Bundeslandes ist die Stiftung Deutsche Anästhesiologie, deren Gründerin wiederum die DGAI ist. Über die Stiftung werden jedes Jahr vor allem Übungspuppen für den Reanimationsunterricht angeschafft, die dann den einzelnen Schulen zur Verfügung gestellt werden. So wurden nach Angaben der DGAI allein im Jahr 2022 über 290 Schulen in den Städten Köln, Detmold, Arnsberg, Düsseldorf und Münster mit insgesamt 4570 Reanimationspuppen ausgestattet. Auch für 2023 seien bereits zahlreiche Bestellungen eingegangen, so die Fachgesellschaft. An allen Schulen, die in den vergangenen Jahren auf diese Weise ausgestattet worden seien, habe die Laienreanimation schon jetzt einen festen Platz im Schuljahreskalender.
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