NRW-Urologen-Kongress in Zeiten von Corona

Bochum bot die Kulisse für den diesjährigen nordrhein-westfälischen Urologenkongress. Foto: ©reeel – stock.adobe.com

Vom 12. bis 13. März trafen sich mehrere Hundert Urologen in Bochum zum nordrhein-westfälischen Regionalkongress. Das Treffen fand gerade noch rechtzeitig statt, bevor das öffentliche Leben als Schutz vor der Ausbreitung des neuen Corona-Virus lahmgelegt wurde.

Dennoch wurde der Kongress natürlich von dem allgegenwärtigen Thema Corona-Virus und seinen Folgen überschattet. Ein Teil der Urologen konnte nicht anreisen, einige waren in regionale Krisenstäbe eingebunden, etwa die Hälfte der Referenten hielt ihren Vortrag per Videokonferenz.

Die beiden Kongresspräsidenten, Prof. Burkhard Ubrig aus Bochum und Dr. Jörg Schewe aus Marl zeigen sich „froh, dass wir die innovative Technologie der Videoübertragung so zielsicher einsetzen konnten“. Dem Kongressmotto „Vereint in die Zukunft“ sei dadurch „die Veranstaltung für sich genommen zukunftsorientiert“. Möglicherweise könnten auf diese Weise künftig häufiger Kongresse organisiert werden, überlegen sie.

Inhaltlich ging es in Bochum um die heißen Themen der aktuellen Urologie: MRT des Prostatakarzinoms, Prostata-Fusionsbiopsie, organerhaltende operative Techniken und fokale Therapie des Prostatakarzinoms, onkologische Pathologie, Inkontinenzchirurgie, invasive Behandlung der BPH. Auch ganz praktische Themen fanden ihren Platz auf dem Kongress, zum Beispiel das zunehmende Problem aggressiver Patienten oder die Abgabe der Praxis, wenn es denn so weit ist.

Der 67. Kongress der nordrhein-westfälischen Gesellschaft für Urologie findet vom 11. bis 12. März 2021 im Messe und Congress Centrum Halle Münsterland in Münster statt – hoffentlich wieder unter normalen Bedingungen.

(ms)