NSCLC: Kampf gegen die Therapieresistenz21. Dezember 2021 Bild: ©appledesign – stock.adobe.com Ein Forschungsteam der Universität Würzburg will herausfinden, ob nichtkleinzellige Lungenkarzinome (NSCLC) durch die Hemmung eines bestimmten Proteins bekämpft werden können. Ein Forschungsteam der Julius-Maximilians-Universität (JMU) Würzburg konnte 2020 bei Plattenepithelkarzinomen eine Schwachstelle identifizieren: Das Protein Deubiquitylase USP28. Das in dieser Krebsart besonders wichtige und häufig vorkommende Protein ∆Np63 kann bislang nicht direkt angegriffen werden, ist aber von USP28 abhängig. Greift man also USP28 an, kann man damit auch den Krebs angreifen.Hinter dieser Entdeckung steht eine internationale Studie, federführend waren hierbei Dr. Markus Diefenbacher und sein Team vom Lehrstuhl für Biochemie und Molekularbiologie I am Biozentrum der JMU. Diefenbacher will mit seinem Team nun einen Schritt weitergehen und die Rolle von USP28 beim NSCLC untersuchen, welches ebenfalls sehr häufig als nicht therapierbar gilt.Das bisherige Forschungsprojekt zu USP28 geht daher in die nächste Runde und wird mit rund 450.000 Euro von der Deutschen Krebshilfe gefördert. In dem Projekt „Inhibition von USP28 mittels ‚small molecules‘ als therapeutischer Ansatz zur Überwindung der Therapie-Resistenz des Nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms“ sollen ab Januar 2022 drei zentrale Punkte untersucht werden.Drei zentrale ForschungspunktePunkt Eins: „Für die Tumorentstehung müssen sich Zellen verändern. Zum Beispiel durch unkontrollierte Zellteilung oder Stoffwechseländerungen“, erklärt Diefenbacher. Das Forschungsteam will herausfinden, ob USP28 bereits in einem extrem frühen Stadium, während der Entstehung eines NSCLC, eine Rolle spielt. Falls ja, könnte ein sehr früher Therapieansatz zur Hemmung von USP28 das Wachstum von Krebszellen unterdrücken.Punkt Zwei: NSCLC sind sehr therapieresistent, die Überlebenschancen sind für Betroffene gering. „Der Tumor passt sich häufig an und kehrt nach einer Chemotherapie zurück“, so Diefenbacher. Das Team will untersuchen, ob die Hemmung von USP28 mit Cisplatin kooperiert und die Therapie mittels dieses Chemotherapeutikums verbessert. „Die Therapie könnte dann besser funktionieren und der Krebs könnte sich nach einer Chemo nicht mehr erholen.“Punkt Drei: Der dritte Forschungsbereich beschäftigt sich neben der Chemotherapie mit der Immuntherapie. Dem NSCLC gelingt es, der körpereigenen Immunabwehr zu entgehen. Mit der Reduktion von USP28 wollen Diefenbacher und sein Team überprüfen, ob eine Krebstherapie mit Antikörpern eine bessere Behandlungsmöglichkeit darstellt.
Mehr erfahren zu: "Urologen müssen die risikoadaptierte Prostatakrebs-Früherkennung wohl selbst organisieren" Urologen müssen die risikoadaptierte Prostatakrebs-Früherkennung wohl selbst organisieren Bekommt Deutschland bald ein organisiertes Prostatakrebs-Früherkennungsprogramm? Prof. Maurice Stephan Michel, inzwischen Präsident der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU), gab sich beim 78. DGU-Kongress in Düsseldorf skeptisch. An seine Kollegen richtete […]
Mehr erfahren zu: "Gratis-Donuts bringen Prostatakrebs-Früherkennung in aller Munde" Gratis-Donuts bringen Prostatakrebs-Früherkennung in aller Munde Ein Donut in Anus-Optik als Einstieg in ein ernstes Gesundheitsthema: Mit dem „Ponut“ haben die Urologische Stiftung Gesundheit (USG) und das Pharmaunternehmen Bayer Vital am 15. September, dem Europäischen Prostatatag, […]
Mehr erfahren zu: "Veränderungen des Stoffwechsels bei Tumorzellen: Ceramide treiben Metastasierung bei Darmkrebs voran" Veränderungen des Stoffwechsels bei Tumorzellen: Ceramide treiben Metastasierung bei Darmkrebs voran Weltweit sterben jährlich mehr als 900.000 Menschen an Darmkrebs. Metastasen sind für den Großteil der krebsbedingten Todesfälle verantwortlich. Welche Mechanismen einzelne Tumorzellen dazu befähigen, Metastasen zu bilden, ist bislang nur […]