Obstruktion und Dysfunktion der kleinen Atemwege: In Ländern mit entsprechend hoher Last an Tuberkulose als Ursache denken

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Mit einer neuen Studie bestätigen deren Autoren die Erkenntnis, dass eine durchgemachte und ausgeheilte Tuberkuloseerkrankung (TB) in einem positiven Zusammenhang mit einer beeinträchtigten Lungenfunktion steht und zu häufigen respiratorischen Symptomen führt.

Eine überstandene TB sollte nach Ansicht der Wissenschaftler bei Patienten aus Ländern mit hoher TB-Last als potenziell bedeutsame Ursache für Atemwegsobstruktion und respiratorische Symptome betrachtet werden.

Die große bevölkerungsbezogene Querschnittstudie der Arbeitsgruppe umfasste Personen im Alter von mindestens 15 Jahren, für die mit technisch einwandfreie Spirometriemessungen nach Bronchodilatation vorlagen. Eine Post-TB wurde auf der Grundlage radiologischer Befunde und/oder der Krankengeschichte festgestellt. Eine Atemwegsobstruktion definierten die Studienautoren als ein Verhältnis von 1-Sekundenkapazität (FEV1) zu forcierter Vitalkapazität (FVC) nach Bronchodilatation unterhalb der unteren Grenze des Normalwertes der Lungenfunktion (LLN) laut Global Lung Function Initiative (GLI). Eine Dysfunktion der kleinen Atemwege wurde diagnostiziert, wenn mindestens zwei der folgenden Indikatoren unter 65 Prozent des Sollwertes lagen: maximaler mittel-exspiratorischer Fluss, forcierter exspiratorischer Fluss (FEF) 50% oder FEF75%.

In der untersuchten Bevölkerungsstichprobe (n=8680; Durchschnittsalter 40,1 Jahre) befanden sich 610 Personen (7,0%; 95%-KI 6,5-7,6) die an TB erkrankt gewesen waren. Diese Post-TB-Patienten litten häufiger an respiratorischen Symptomen (46,8% vs. 28,3%). In dieser Patientengruppe litten 130 Personen (21,3%; 95%-KI 18,1-24,8) an einer Atemwegsobstruktion. Nach Berücksichtigung anderer Störfaktoren war die OR der Atemwegsobstruktion signifikant mit dem Zustand einer Post-TB assoziiert (OR 1,31; 95%-KI 1,05-1,62). Eine Post-TB stand auch in Zusammenhang mit einer Dysfunktion der kleinen Atemwege (OR 1,28; 95%-KI 1,07-1,53), die bei 297 Personen (48,9%; 95%-KI 33,9-53,0) der Post-TB-Patienten beobachtet wurde.