Obstruktive Schlafapnoe bei VHF: CPAP kann helfen, den Sinusrhythmus aufrechtzuerhalten4. Dezember 2018 © pathdoc – fotolia.com Inwieweit wirkt sich die obstruktive Schlafapnoe (OSA) – die bei Patienten mit Vorhofflimmern (VHF) weit verbreitet ist – auf die Arrhythmogenese und die Wirksamkeit der Behandlung aus? Ist die Behandlung mit kontinuierlichem positiven Atemwegsdruck (CPAP) hilfreich? Diesen Fragen gingen Wissenschaftler um Dr. Dominik Linz vom Royal Adelaide Hospital nach. Sie kommen zu dem Schluss, dass Daten aus nicht randomisierten Studien dafür sprechen, dass die Behandlung von OSA mit CPAP dazu beitragen kann, den Sinusrhythmus nach einer elektrischen Kardioversion aufrechtzuerhalten und die Erfolgsraten der Katheterablation zu verbessern. Die Diagnose und Behandlung von OSA bei Patienten mit VHF erfordere eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Elektrophysiologen, Kardiologen und Schlafspezialisten, mahnen die Autoren. Wie den Ergebnissen zu entnehmen ist, liegt die Prävalenz von OSA in bevölkerungsbezogenen Studien zwischen 3–49 % und bei VHF-Patienten zwischen 21–74 %. Da die Prävalenz von OSA bei VHF-Patienten hoch ist und die meisten keine Tagesschläfrigkeit angeben, kann die Evaluation im Schlaflabor bei Patienten, die für eine Rhythmuskontrollstrategie infrage kommen, sinnvoll sein. Akute, transiente Apnoe-assoziierte atriale elektrophysiologische Veränderungen und ein erhöhtes Auftreten von VHF-Triggern, die mit kurzen Episoden intermittierender De- und Reoxygenierung verbunden sind, intrathorakale Druckänderungen bei behinderten Atemanstrengungen und sympathovagale Aktivierung ergeben eine Kombination, die während des Schlafes einen Reiz für VHF-Trigger und ein komplexes und dynamisches Substrat für VHF erzeugt. Wie das Team um Linz weiter ausführt, seien wiederholte Episoden einer langfristigen OSA letztendlich mit Veränderungen von Struktur und elektrischer Leitfähigkeit im Atrium verbunden. Beobachtungsdaten deuteten darauf hin, dass die OSA die Wirksamkeit der katheterbasierten und pharmakologischen antiarrhythmischen Therapie reduziert. Fazit Nicht randomisierte Studien hätten gezeigt, dass die Behandlung von OSA durch CPAP dazu beitragen kann, einen Sinusrhythmus nach elektrischer Kardioversion und Katheterablation bei Patienten mit VHF aufrechtzuerhalten, so die Studienautoren. Autoren: Linz D et al. Korrespondenz: [email protected] Studie: Associations of Obstructive Sleep Apnea With Atrial Fibrillation and Continuous Positive Airway Pressure Treatment: A Review Quelle: JAMA Cardiol 2018;3(6):532–540. Web: dx.doi.org/10.1001/jamacardio.2018.0095
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