Offenbar kein Zusammenhang zwischen Omega-3-Fettsäuren und Vorhofflimmern

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Der Zusammenhang zwischen Omega-3-Fettsäuren und Vorhofflimmern (AF) ist umstritten. Über die Analyse von fast 55.000 Teilnehmern aus 17 prospektiven Kohortenstudien wollte daher das weltweite Fatty Acids and Outcomes Research Consortium (FORCE) mit dem Thema aufräumen.

Für die einbezogenen Studienteilnehmer lagen den Forschern jeweils die Ausgangsdaten zu Omega-3-Fettsäurespiegeln im Blut oder Fettgewebe und zum Auftreten von AF vor. Omega-3-Fettsäuren von Interesse waren Eicosapentaensäure (EPA), Docosapentaensäure (DPA) und Docosahexaensäure (DHA). Alle Studien führten eine De-novo-Analyse anhand eines vorgegebenen Analyseplans mit harmonisierten Definitionen für Exposition, Ergebnis, Kovariaten und Untergruppen durch.

Das Konsortium registrierte 7720 neuauftretende Fälle von Vorhofflimmern nach einer mittleren Nachbeobachtungszeit von 13,3 Jahren. In der multivariablen Analyse war der EPA-Spiegel nicht mit dem Auftreten von AF assoziiert, die HR pro Interquintilbereich (d.h. die Differenz zwischen der 90. und der 10. Perzentile) betrug 1,00 (95%-KI 0,95–1,05). Die HRs für höhere DPA-, DHA- und EPA+DHA-Spiegel lagen bei 0,89 (95%-KI 0,83–0,95), 0,90 (95%-KI 0,85–0,96) bzw. 0,93 (95%-KI 0,87–0,99).

Fazit
„Unsere Daten liefern Hinweise darauf, dass die gewohnheitsmäßige Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren im Hinblick auf das AF unbedenklich ist. In Verbindung mit den bekannten Vorteilen dieser Fettsäuren bei der Vorbeugung unerwünschter koronarer Ereignisse deutet unsere Studie darauf hin, dass die derzeitigen Ernährungsrichtlinien, die den Verzehr von Fisch/Omega-3-Fettsäuren empfehlen, beibehalten werden können“, so das Fazit des Konsortiums. (ah)

Autoren: Qian F et al.
Korrespondenz: David S. Siscovick; [email protected]
Studie: Omega-3 Fatty Acid Biomarkers and Incident Atrial Fibrillation
Quelle: J Am Coll Cardiol 2023;82(4):336–349.
Web: https://doi.org/10.1016/j.jacc.2023.05.024