Oldenburger Hörexperte erhält Klaus Tschira Boost Fund15. Juli 2019 Besser hören, für jeden, überall: Der Oldenburger Hörforscher und Gruppenleiter am Fraunhofer IDMT, Dr. Jan Rennies-Hochmuth, erhält den Klaus Tschira Boost Fund. (Foto: Fraunhofer IDMT/Hannes Kalter) Für seine Forschungsleistung für die Entwicklung persönlicher Hörsysteme ist Dr. Jan Rennies-Hochmuth mit dem „Klaus Tschira Boost Fund“ ausgezeichnet worden. „Besseres Hören für Jedermann“ – mit dieser Idee überzeugte Dr. Jan Rennies-Hochmuth die Kommission des Klaus Tschira (KT) Boost Funds. Neben elf weiteren Nachwuchswissenschaftlern wird Rennies-Hochmuth nun für zwei Jahre vom KT Boost Fund finanziell und durch den Austausch innerhalb eines weitreichenden Experten-Netzwerks auch fachlich unterstützt. Der Oldenburger Hörforscher und Gruppenleiter am Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT setzt da an, wo die menschliche Sprachkommunikation durch Lärm, Nachhall und Hörverlust beeinträchtigt wird. Besser hören, für jeden, überall Trotz langjähriger Forschung im Bereich der Sprachverständlichkeit gibt es noch immer Wissenslücken darüber, wie das menschliche Gehör in komplexen Hörsituationen wirkt und wie störende Faktoren die Kommunikation einschränken. Auch die dazugehörige Entwicklung von Modellen zur Vorhersage der menschlichen Sprachverständlichkeit ist noch nicht vollständig untersucht. Mit Unterstützung des „Klaus Tschira Boost Fund“ wird sich Rennies-Hochmuth nun intensiv diesen Themen widmen, um sie weiter zu erforschen. „Der KT Boost Fund schafft, sowohl finanziell als auch zeitlich, die notwendigen Freiheiten, um weiterhin an Grundlagenforschungsprojekten mit hohem Publikationspotenzial zu arbeiten und gleichzeitig die Entwicklung meiner Gruppe am Fraunhofer IDMT voranzubringen. Insbesondere werde ich in der Lage sein, internationale Forschungskooperationen zu fördern – worauf ich mich sehr freue“, sagte Rennies-Hochmuth. Besseres Verständnis für binaurales Hören Die Forschung von Rennies-Hochmuth zielt darauf ab, ein besseres Verständnis davon zu bekommen, wie Sprache unter komplexen Hörbedingungen wahrgenommen wird und vor allem, wie Informationen über beide Ohren hinweg verbunden werden. Um das Wissen über die maßgeblichen Faktoren für das individuelle Sprachverstehen und die empfundene Höranstrengung zu erweitern, werden mehrere Versuche mit Probanden mit und ohne Hörverlust durchgeführt. „Die daraus gewonnenen Erkenntnisse sollen die Grundlage für verbesserte Vorhersagemodelle und Anwendungen bilden – zum Beispiel in Hörgeräten und Kommunikationssystemen“, erklärte der Fraunhofer-Wissenschaftler.
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