Omega-3-Fettsäuren und Vitamin D: Kein Schutz vor Vorhofflimmern bei über 50-Jährigen16. Juli 2021 © freshidea – stock.adobe.com (Symbolbild) Eine Supplementierung mit den Omega-3-Fettsäuren Eicosapentaensäure (EPA, 460 mg/d) und Docosahexaensäure (DHA, 380 mg/d) sowie mit Vitamin D3 (2000 IU/d) über einen Zeitraum von 5 Jahren erbrachte in einer randomisierten klinischen Studie mit über 25.000 Teilnehmern keinen Vorteil gegenüber Placebo in Bezug auf die Inzidenz von Vorhofflimmern (VHF) bei über 50-Jährigen. Es konnte kein signifikanter Unterschied zwischen den Studiengruppen festgestellt werden, daher können die Forschenden um Erstautorin Dr. Christine M. Albert vom Cedars-Sinai Medical Center, Los Angeles, USA, die Verwendung dieser Substanzen zur Primärprävention von VHF nicht empfehlen. Für die in „JAMA“ publizierte Studie wurden 25.119 Personen (Mindestalter 50 Jahre, mittleres Alter 66,7 Jahre, 50,8% Frauen, ohne vorherige kardiovaskuläre Erkrankung, Krebs oder VHF) randomisiert zur Gabe von EPA-DHA und Vitamin D3 (Gruppe 1, n=6272 analysiert), von EPA-DHA und Placebo (Gruppe 2, n=6270 analysiert), von Vitamin D3 und Placebo (Gruppe 3, n=6281 analysiert) oder von 2 Placebos (n=6296 analysiert). Der primäre Endpunkt war ein neuauftretendes VHF, bestätigt durch die Überprüfung der Krankenakte. Albert und Kollegen berichten, dass 24.127 Teilnehmer (96,1%) die Studie beendeten. Während einer medianen Behandlungs- und Nachbeobachtungszeit von 5,3 Jahren trat der primäre Endpunkt bei 900 Teilnehmern (3,6% der Studienpopulation) auf. Im Vergleich EPA-DHA vs. Placebo traten bei 469 (3,7%) bzw. 431 (3,4%) Teilnehmern VHF auf (HR 1,09; 95%-KI 0,96–1,24; p=0,19). Beim Vergleich von Vitamin D3 mit Placebo traten bei 469 (3,7%) bzw. 431 (3,4%) Teilnehmern VHF-Ereignisse auf (HR 1,09; 95%-KI 0,96–1,25; p=0,19). Zudem gab es den Forschenden zufolge keinen Hinweis auf eine Interaktion zwischen den beiden Studienwirkstoffen (p=0,39). Fazit Bei Erwachsenen ab 50 Jahren führte die Behandlung mit EPA-DHA oder Vitamin D3 im Vergleich zu Placebo über eine mediane Nachbeobachtungszeit von mehr als 5 Jahren zu keinem signifikanten Unterschied im Risiko für Vorhofflimmern. (ah) Autoren: Albert CM et al. Korrespondenz: Christine Albert; [email protected] Studie: Effect of Marine Omega-3 Fatty Acid and Vitamin D Supplementation on Incident Atrial FibrillationA Randomized Clinical Trial Quelle: JAMA 2021;325(11):1061–1073. Web: https://doi.org/10.1001/jama.2021.1489
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