Onychomykosen: Orale schlägt topische Behandlung

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Die Onychomykose ist die am häufigsten auftretende Nagelerkrankung. Sie ist oft mit weiteren körperlichen, aber auch emotionalen und ästhetischen Einschränkungen assoziiert.

Die Autoren einer aktuell im „Journal of the American Academy of Dermatology“ publizierten Studie, US-amerikanische und kanadische Dermatologen, kritisieren die unzureichende Erforschung sowohl der Erkrankung selbst als auch deren Behandlungsformen, außerdem seien die Auswirkungen der Onychomykose auf die Lebensqualität bislang nicht ausreichend untersucht worden.

Die Hautärzte führten eine Literaturrecherche zu Arbeiten zur Onychomykose durch, die vor April 2020 veröffentlicht wurden. Die Artikel wurden in die Überprüfung einbezogen, wenn Primärdaten vorgelegt wurden, patientenbezogene Ergebnismessungen verwendet wurden und die Onychomykose spezifisch untersucht wurde.

Die Autoren nahmen 30 Studien in die endgültige Analyse auf. Die schlechtesten Werte für die Lebensqualität waren mit weiblichem Geschlecht und einer Beteiligung der Fingernägel assoziiert. Die Werte für die Lebensqualität verbesserten sich im Vergleich zum Ausgangswert bei allen Behandlungsarten. Orale Therapien führten zu größeren Verbesserungen als topische Behandlungen.

Fazit
Diese Untersuchung bestätigt nach Dafürhalten der Autoren, dass Onychomykosen die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen und daher eine wirksame Behandlung gerechtfertigt sei. Es seien verstärkte Anstrengungen erforderlich, um die Auswirkungen der Krankheit und der Therapie anhand validierter, nagelspezifischer Ergebnismessungen zu verstehen, die die kosmetischen, körperlichen und sozialen Schwierigkeiten der Patienten genau bewerten. (am)

Autoren: Stewart et al.
Korrespondenz: Shari R. Lipner; [email protected]
Studie: Effect of onychomycosis and treatment on patient-reported quality-of-life outcomes: A systematic review
Quelle: J Am Acad Dermatol 2021 Nov;85(5):1227–1239.
Web: https://doi.org/10.1016/j.jaad.2020.05.143