Organspenden in 2025: Universitätsklinikum Dresden deutschlandweit erneut vorn10. Februar 2026 Pressefoto Organbox Transport. Quelle: DSO Andreas Steeger Das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden ist mit 20 Organspenden im Jahr 2025 nach eigenen Angaben deutschlandweit eines der Krankenhäuser mit der höchsten Anzahl. Das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden ist im Jahr 2025 deutschlandweit eines der Krankenhäuser mit der höchsten Anzahl realisierter Organspenden. Insgesamt konnten hier im vergangenen Jahr 20 Patienten zur Organspende geführt werden. Deutschland hinten im internationalen Vergleich Etwa 9000 Menschen stehen laut der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) derzeit in Deutschland auf der Warteliste für ein Spenderorgan. Die meisten von ihnen warten auf eine Spenderniere. Mit einer Organspende in Deutschland kann im Durchschnitt drei Menschen auf der Warteliste mit einer Transplantation geholfen werden. Insgesamt haben 985 Menschen im Jahr 2025 nach ihrem Tod Organe für die Transplantation gespendet. Das sind 32 mehr als im Jahr 2024. Mit dieser moderaten Steigerung um 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr erreicht die Organspende in Deutschland den höchsten Stand seit 2012. Mit 11,8 Spendern pro eine Million Einwohner nimmt Deutschland im internationalen Vergleich dennoch auch im vergangenen Jahr einen der hinteren Plätze ein. Die Summe der in Deutschland postmortal entnommenen Organe, die über die internationale Vermittlungsstelle Eurotransplant nach festgelegten medizinischen Kriterien verteilt und schließlich hierzulande oder in Eurotransplant Verbundländern transplantiert werden konnten, lag bei 3020 (2024: 2854). Dazu zählten 1495 Nieren, 823 Lebern, 315 Herzen, 308 Lungen, 76 Bauchspeicheldrüsen sowie drei Därme. Auch kombinierte Pankreas-Nieren-Transplantationen Am Transplantationszentrum des Universitätsklinikums Dresden werden Nieren- sowie kombinierte Pankreas-Nieren-Transplantationen durchgeführt. Die Nieren werden von urologischer Seite und die Pankreata von chirurgischer Seite transplantiert. In Kooperation mit der Abteilung für Nephrologie unter Leitung von Prof. Christian Hugo wurden im Jahr 2025 durch die Klinik und Poliklinik für Urologie unter Leitung von Klinikdirektor Prof. Christian Thomas insgesamt 57 Nierentransplantationen durchgeführt – 14 davon als Lebendnierenspende. Auch hier verzeichnet die Bilanz eine Steigerung zu 2024 (51 Nierentransplantationen, 10 Lebendnierenspende). Das Universitätsklinikum Dresden setzt sich nach eigenen Angaben dafür ein, dass sich mehr Menschen für eine Organspende entscheiden. Bei verschiedenen Veranstaltungen wurde im vergangenen Jahr dazu informiert und dafür geworben. Unter anderem fand ein wissenschaftliches Symposium anlässlich des 30-jährigen Bestehens des Nierentransplantationszentrums statt. Zudem war das Universitätsklinikum Partner der World Transplant Games, die 2025 erstmals in Deutschland zu Gast waren und in Dresden stattfanden. In diesem Rahmen war ebenfalls die Radtour Pro Organspende Gast auf dem Campus des Klinikums. Unterstützung durch Screening-Tool DETECT Digitale Unterstützung bietet das Screeningtool DETECT. In Dresden entwickelt und primär implementiert, wird es zunehmend in anderen Krankenhäusern eingeführt, heißt es in der Pressemitteilung. Das Datenintegrationszentrum des Klinikums unterstützt und berät die Kollegen dabei. DETECT soll Transplantationsbeauftragte dabei unterstützen, einen möglicherweise bevorstehenden irreversiblen Hirnfunktionsausfall anhand kontinuierlich erfasster und in der elektronischen Patientenakte dokumentierter Vitaldaten der Patienten auf der Intensivstation frühzeitig zu erkennen. „Wir haben ein unterstützendes, digitales Hilfsmittel für die Transplantationsbeauftragten der Kliniken geschaffen, welches anhand definierter Parameter die relevanten Patientinnen und Patienten, die potenziell den irreversiblen Hirnfunktionsausfall (Hirntod) erleiden könnten, in den Fokus der Transplantationsbeauftragten setzt, um strukturierte innerklinische Abläufe zu aktivieren“, berichtet Dr. Anne Trabitzsch, Leiterin der Stabsstelle Transplantationsbeauftragte am Universitätsklinikum Dresden.
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