Jahresrückblick 201814. Januar 2018 Januar © HeGraDe – Fotolia.com Zu Jahresbeginn legen CDU und SPD endlich einen Koalitionsvertrag vor. Die Reaktionen der Ärzte dazu fallen sehr unterschiedlich aus. Kritik erntet vor allem die geplante Erhöhung der Sprechstundenzeiten. Positives gibt es in Baden-Württemberg: Hier fördern AOK und Bosch BKK auch im Facharztvertrag Orthopädie die Tätigkeit der Entlastungsassistentin in der Facharztpraxis. Februar © WavebreakmediaMicro – Fotolia.com Die neue SK2-Leitlinie Spezifischer Kreuzschmerz gibt es seit dem 6. Februar. Die unter der Federführung der DGOOC erstellte Leitlinie bietet Informationen zu Krankheitsbild und Therapieansätzen. Sie soll die strukturierte Versorgung stärken. Besser werden muss die Digitalisierung: Hier sehen vor allem jungen Ärzte laut einer Studie der Krankenkasse DAK-Gesundheit dringenden Handlungsbedarf. März © crevis – Fotolia.com / BMG Vom 8. bis 10. März tagen Osteologie-Experten in Dresden und diskutieren aktuelle Forschungsergebnisse aus dem Fachgebiet zu Themen wie Osteoporose, Osteoimmunologie oder osteologische Aspekte der Alterstraumatologie. Am 14. März übernimmt Jens Spahn den Posten des Bundesgesundheitsministers. Spahn gilt als eine der schillerndsten Figuren im neuen Kabinett. April © hr/Biermann Medizin Ende April standen auf dem VSOU-Kongress neben dem wissenschaftlichen Austausch wichtige Zukunftsfragen des Faches im Fokus. Orthopäden und Unfallchirurgen diskutierten was die junge Ärztegeneration bewegt und von Weiterbildung und Arbeitgebern erwartet. Themen waren auch die Chancen und Risiken der Digitalisierung und Baustellen im Gesundheitssystem. Mai © Jürgen Gebhardt Die Teilnehmer des 121. Deutschen Ärztetages in Erfurt – zum letzten Mal unter dem Vorsitz von Frank Ulrich Montgomery – kritisieren die geplante Ausweitung der Mindestsprechstundenzahl. Weitere Themen mit denen sich die versammelten Ärzte beschäftigen sind unter anderem die Liberalisierung der Fernbehandlung, die neue Musterweiterbildungsordnung oder Gewalt gegen Ärzte. Juni © G-BA Zweifel an der demokratischen Legitimation des G-BA wecken drei Rechtsgutachten mit unterschiedlichen Ergebnissen. Das sorgt für Diskussionen zum Reformbedarf für den G-BA. Ende Mai tauschen sich auf dem Deutschen olympischen Sportärztekongress Mediziner über Themen wie personalisierte Medizin, neue Diagnostik und Therapien oder Sporttherapie in der Tumormedizin aus. Juli © sharpi1980 – Fotolia.com Das Bundesgesundheitsministerium stellt den Referentenentwurf zum Terminservice- und Versorgungsgesetz vor. Teile des Entwurfs – etwa finanzielle Anreize für ärztliche Leistungen – stoßen bei einigen Ärztevertretern auf Zustimmung, aber insgesamt überwiegt die Skepsis. Seit Ende Juli steht das Schultermodul des Deutschsprachigen Arthroskopieregisters zu Verfügung. August Lopata/Axentis / GKV-Spitzenverband; KBV und GKV sind zufrieden mit dem Ergebnis ihrer Honorarverhandlungen. Die gemeinsame Selbstverwaltung von Ärzten und Krankenkassen funktioniere, so KBV-Vorsitzender Andreas Gassen (l.) und GKV-Sprecher Florian Lanz. Enttäuscht vom Ergebnis sind Ärztevertreter. Am 22. August tagt die Wissenschaftliche Kommission für ein modernes Vergütungssystem zum ersten Mal. September © Rawpixel.com – Fotolia.com Das Konzept des IQWiG für ein nationales Gesundheitsportal stößt auf breite Zustimmung. Unabhängig, vernetzt und qualitätsgesichert soll das Portal Bürgerinnen und Bürger bei der Suche und Bewertung von Gesundheitsinformationen unterstützen. Mit der digitalen Patientenakte „vivy“ können Gesetzlich Versicherte seit September ihre Gesundheitsdaten per Handy-App verwalten. Oktober © hr/Biermann Medizin Unter dem Motto „Wir sind 0 & U“ feiern Orthopäden und Unfallchirgen das zehnjährige Jubiläum des gemeinsamen Faches auf dem DKOU. Im Mittelpunkt der festlichen Kongresseröffnung steht der Ausblick auf die Zukunft des Faches. Diese Zukunft gemeinsam zu gestalten – dazu forderten die Kongresspräsidenten Gerd Rauch, Werner E. Siebert und Joachim Windolf (v.l.) auf. November © beawolf – Fotolia.com Beim internationalen Vergleich der Digitalisierung der Gesundheitswesen landet Deutschland auf dem vorletzten Platz, so das Ergebnis einer von der Bertelsmann Stiftung beauftragten Studie. Zwar gibt es vielversprechende Ansäzte, aber wichtige Potenziale blieben ungenutzt. Was fehlt, sei eine zentrale Koordination der notwendigen Prozesse, so das Fazit der Studie. Dezember © denissimonov – Fotolia.com Anfang Dezember tauschen sich Endoprothetik-Experten unter dem Motto „Endoprothetik auf der Suche nach Perfektion“ auf dem AE-Kongress aus. Bereits seit November ist das Thema Implantate im Fokus der Öffentlichkeit: Eine Recherche zieht Sicherheit und Qualität von Medizinprodukten – auch Hüft- und Wirbelsäulen- Implantate – in Zweifel und prangert mangelnde Kontrollen an. PDF-Download
Mehr erfahren zu: "Von der Rückenflosse zur menschlichen Hand" Von der Rückenflosse zur menschlichen Hand Um zwischen der Ober- und Unterseite unserer Gliedmaßen zu unterscheiden, hat die Natur im Laufe der Evolution uralte Gene aus der Rückenflosse von Fischen umfunktioniert. Zu diesem Schluss kommt ein […]
Mehr erfahren zu: "Bürokratie frisst Versorgung: Potenziell 700 Versorgungsverträge für ein Sanitätshaus" Bürokratie frisst Versorgung: Potenziell 700 Versorgungsverträge für ein Sanitätshaus Der BIV-OT hat im Rahmen eines gesundheitspolitischen Dialogs mit Bundesgesundheitsministerin Nina Warken mehr Investitionen in Hilfsmittel und klare Standards für eine funktionierende Ambulantisierung gefordert. Die Bürokratie dürfe die Hilfsmittelversorgung nicht […]
Mehr erfahren zu: "Die ePA soll leichter zugänglich und nützlicher werden" Die ePA soll leichter zugänglich und nützlicher werden Als Teil der Digitalisierungsstrategie will Gesundheitsministerin Nina Warken die elektronische Patientenakte (ePA) mit Anwendungen attraktiver machen. Vertreter von Kassen und Kliniken äußerten sich positiv.