Otto-Warburg-Medaille 2021 geht an Petra Schwille29. September 2022 Prof. Petra Schwille, Preisträgerin der Otto-Warburg-Medaille der GBM | Quelle: Sonja Taut, MPI für Biochemie | Copyright: MPI für Biochemie Die Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie (GBM e.V.) und Elsevier/BBA haben Prof. Petra Schwille für ihre herausragende Forschung auf dem Gebiet der zellularen und molekularen Biophysik geehrt. Die Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie (GBM) und ihre Kooperationspartner Elsevier und Biochimica et Biophysica Acta (BBA) haben die Otto-Warburg-Medaille an Schwille überreicht. Die Direktorin des Max-Planck-Instituts (MPI) für Biochemie erhält den mit 25.000 Euro dotierten Preis in Anerkennung ihrer bahnbrechenden Arbeiten auf dem Gebiet der Rekonstruktion zellulärer Prozesse in vereinfachten funktionalen Systemen. „Mit ihren Erkenntnissen trägt Prof. Schwille dazu bei, die physikalisch-chemischen Voraussetzungen für die Entstehung von zellulärem Leben zu identifizieren und zu verstehen“, so Prof. Dr. Blanche Schwappach-Pignataro, Präsidentin der GBM. „Wir freuen uns sehr, mit Prof. Schwille eine so bedeutende Wissenschaftlerin mit der Otto-Warburg-Medaille 2021 auszeichnen zu dürfen.“ In der Abteilung “Zelluläre und molekulare Biophysik” des MPI für Biochemie versuchen Prof. Petra Schwille und ihr Team, die grundlegenden Merkmale des Lebens zu verstehen, indem sie zelluläre Prozesse und letztlich minimale lebende Zellen aus drastisch vereinfachten funktionalen Subsystemen wie Proteinen und Proteinanordnungen (re)konstruieren. Dieser Ansatz kann Erkenntnisse über die Entstehung von Komplexität als Triebfeder der biologischen Evolution liefern und im Idealfall die physikalisch-chemischen Voraussetzungen für die Entstehung von zellulärem Leben identifizieren. „Voller Stolz blicken wir nun auf unsere zehnjährige Zusammenarbeit mit der GBM, die es uns ermöglicht, hervorragende Forschung im Bereich der Lebenswissenschaften auszuzeichnen“, erklärt Petra Ullrich, Marketing Director Europe bei Elsevier. „Es freut mich ungemein, eine Wissenschaftlerin zu würdigen, die uns dabei hilft, die grundlegenden Merkmale des Lebens zu verstehen und die zugleich eine Inspiration und ein Vorbild für viele junge Forscher*innen ist.“ Die Otto-Warburg-Medaille wird bereits seit 1963 vergeben und gilt als höchste deutsche Auszeichnung im Bereich der Biochemie und Molekularbiologie. Unter den bisherigen Preisträger*innen sind führende internationale Wissenschaftler*innen wie die Nobelpreisträgerin Prof. Emmanuelle Charpentier (2016), Nobelpreisträger Prof. Randy Schekman (2013), Prof. Marina Rodnina (2019), Prof. Patrick Cramer (2020) und zuletzt Prof. Stefanie Dimmeler (2022). Seit 2012 sind das Information Analytics Unternehmen Elsevier und die wissenschaftliche Fachzeitschrift Biochimica et Biophysica Acta (BBA) exklusive Kooperationspartner der Otto-Warburg-Medaille sowie Sponsoren der Auszeichnung. Aufgrund der COVID-19 Pandemie wurde die Verleihung der Otto-Warburg-Medaille 2021 verschoben und findet nun im Rahmen der GBM Herbsttagung 2022 “Molecular Basis of Life” in Düsseldorf statt. Prof. Schwille nimmt die Medaille persönlich entgegen.
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