Ovarektomie verlängert bei bestimmtem Brustkrebs offenbar das Überleben

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Bei Brustkrebs-Patientinnen mit einer CHEK2-Mutation ist die Oophorektomie laut einer neuen Studie mit einem reduzierten Risiko, an Brustkrebs zu sterben, assoziiert.

Im Rahmen dieser Studie wurden Frauen mit Brustkrebs im Stadium I–III, die in 17 Krankenhäusern in Polen behandelt wurden, auf 4 Gründermutationen im CHEK2-Gen getestet. Wie das Polish Breast Cancer Consortium um Dr. Joanna Tomiczek-Szwiec von der Universität Opole, Polen, berichtet, hatten 974 Frauen (10%) eine CHEK2-Mutation.

Kontrollpatientinnen ohne CHEK2-Mutation zogen die Autoren aus einer Datenbank mit Patientinnen, die im gleichen Zeitraum behandelt wurden. Informationen über erhaltene Behandlungen und Fernrezidive riefen sie aus Krankenakten ab. Die Behandlungen umfassten Chemo-, endokrine (Tamoxifen) und Strahlentherapie. Oophorektomien seien zur Brustkrebs-Behandlung oder bei gutartigen Erkrankungen erfolgt, erläutern die Autoren. Sterbedaten entnahmen sie dem polnischen Personenstandsregister und ermittelten die Todesursachen durch Überprüfung der Krankenakten.

Auf diese Weise wurden 839 Frauen mit CHEK2-Mutation 839 Patientinnen ohne Mutation zugeordnet. Das mittlere Follow-up betrug 12,0 Jahre. Das 15-Jahres-Überleben für CHEK2-Trägerinnen beziffern die Autoren auf 76,6 Prozent und das 15-Jahres-Überleben für Kontrollpersonen ohne diese Mutation auf 78,8 Prozent (adjustierte HR 1,06; 95%-KI 0,84–1,34; p=0,61). Unter den CHEK2-Trägerinnen betrug die 15-Jahres-Überlebensrate für Frauen mit Ovarektomie 86,3 Prozent und für jene ohne Ovarektomie 72,1 Prozent (adjustierte HR 0,59; 95%-KI 0,38–0,90; P=0,02). Für die Kontrollgruppe beziffern die Autoren die 15-Jahres-Überlebensrate für Frauen mit Ovarektomie auf 84,5 Prozent und ohne Ovarektomie auf 77,6 Prozent (adjustierte HR 1,03; 95%-KI 0,66–1,61; P=0,90). (sf)