Pädiatrische Versorgung mit CI: Darauf achten, das Restgehör zu erhalten19. März 2019 Foto: © elsahoffmann – Fotolia.com Die Versorgung mit Cochlea-Implantaten (CI) bei Patienten mit akustisch nutzbarem tief-frequentem Restgehör wird mittels einer etablierten, hörerhaltenden Operationstechnik bei möglichst geringer Traumatisierung der Strukturen des Innenohrs durchgeführt. Aufgrund der steigenden Anzahl von CI bei Kindern gewinnt der Resthörerhalt gerade bei diesem Patientenkollektiv zunehmend an Bedeutung. Im Rahmen einer aktuellen Studie wurden der kurzfristige sowie der mittelfristige Hörerhalt bei pädiatrischen Patienten im Alter zwischen 5 und 12 Jahren untersucht. Bei 9 Kindern wurden nach hörerhaltender CI-Versorgung die tonaudiometrischen Ruhehörschwellen evaluiert. Retrospektiv wurden das präoperative Hörvermögen und der kurzfristige Hörerhalt (bis zu 3 Monate nach der Implantation) anhand des PTAlow (Mittelwert: 125, 250 und 500 Hz) verglichen. Bei einer Subgruppe von 5 Kindern wurde zusätzlich der mittelfristige Hörerhalt (7,5 bis 16 Monate nach der Implantation) analysiert. Der Mittelwert des prozentualen Hörerhalts (HL %) sowie der des Hörverlusts aufgrund von Elektrodeninsertion (HL) diente als Messgröße. Die Mittelwerte des präoperativen PTAlow betrugen insgesamt 29,8 dB, die des postoperativ kurzfristigen PTAlow beliefen sich auf 42,6 dB. Es zeigte sich ein Mittelwert des HL % von 73,6 % (HL von 9,4 dB). In der Subgruppe lag der Mittelwert des PTAlow postoperativ mittelfristig bei 46,0 dB, der HL % bei 80,7 % mit einem HL von 6,6 dB. Die Ergebnisse bei Kindern entsprechen, so das Fazit der Autoren, den Ergebnissen von Untersuchungen zu hörerhaltenden Operationen bei erwachsenen Patienten. Die Autoren empfehlen im Fazit ihrer Studie, für eine pädiatrische Versorgung mit elektrisch-akustischer Stimulation (EAS) unter akustischer Nutzung des Tiefton-Restgehörs zu sorgen, da bei präoperativ noch vorhandenem Restgehör auch nach Implantation ein guter Resthörerhalt bei Kindern erreicht werden könne. (am)
Mehr erfahren zu: "Umfrage: Kliniken treiben Einführung der ePA voran" Umfrage: Kliniken treiben Einführung der ePA voran Deutschlands Kliniken treiben die Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA) voran – „mit Hochdruck“, wie die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) betont. Das zeige eine Blitzumfrage des Deutschen Krankenhausinstituts (DKI).
Mehr erfahren zu: "Solide Tumore: EU investiert 2,5 Millionen Euro in innovative Krebstherapie an der TU Dresden" Solide Tumore: EU investiert 2,5 Millionen Euro in innovative Krebstherapie an der TU Dresden Der Europäische Innovationsrat (EIC) fördert das Projekt „StemPhage“ mit 2,5 Mio. Euro.
Mehr erfahren zu: "„Meilenstein“ für Medizincampus Koblenz" „Meilenstein“ für Medizincampus Koblenz Über einen dritten Medizincampus in Rheinland-Pfalz wird schon lange debattiert. Nun gibt es einen Kooperationsvertrag mit Bundeswehr. Was der Deal für angehende Mediziner und die Region bedeutet.