Parasiten im Visier10. März 2023 Läuse zählen zu den bekanntesten Parasiten. Foto: © olivierlevoux – pixabay.com Parasiten zählen zu den weltweit bedeutendsten Krankheitserregern, auch wenn ihnen in der breiten Öffentlichkeit eine vergleichsweise geringe Aufmerksamkeit zuteilwird. Drängende Fragen zur Grundlagenforschung an Parasiten, zu Vektoren (Überträgern), Wirt-Parasit-Interaktionen, zur Epidemiologie, Klinik, Diagnostik, Behandlung und zu Resistenzen werden auf der 30. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Parasitologie (DGP) diskutiert. Auf der Tagung kommen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammen, die neben der Parasitologie auf den Gebieten Allgemeine Zoologie, Biochemie, Zell- und Molekularbiologie, Analytische Chemie, Medizin, Tropenmedizin und Veterinärmedizin forschen. Die Tagung adressiert auch genderspezifische Aspekte, den ONE-Health-Ansatz und vernachlässigte Tropenkrankheiten (Neglected tropical diseases, NTDs), translationale Aspekte parasitärer Infektionskrankheiten (Parasitosen) sowie methodische Neuerungen. Die Jubiläumstagung findet vom 15. bis zum 17. März 2023 an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) statt. Tagungsort ist das Hörsaalgebäude/Seminargebäude Recht und Wirtschaft, Licher Straße 68. „SARS-Cov-2 ist bekanntlich nicht die einzige Bedrohung durch einen Infektionserreger für Menschen weltweit. Neben Viren sind aus der Welt der Pathogene weitere Erregergruppen von hoher medizinischer und wirtschaftlicher Relevanz bekannt wie die Parasiten, welche überall auf der Erde, und auch zu Wasser, auftreten und eine breite Palette von Erkrankungen auslösen – mit schwerwiegenden, zum Teil fatalen Folgen für Mensch und Tier. Solchen Parasiten werden wir uns im Rahmen der Jahrestagung widmen“, sagt der Parasitologe Prof. Dr. Christoph Grevelding. Gemeinsam mit seinen Kolleginnen und Kollegen vom Institut für Parasitologie am Fachbereich Veterinärmedizin der JLU – Prof. Dr. Anja Taubert, Prof. Dr. Franco H. Falcone und Prof. Dr. Carlos Hermosilla sowie weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – richtet er die dreitägige wissenschaftliche Veranstaltung aus. Im Jubiläumsjahr umfasst die internationale Tagung neun Plenarvorträge renommierter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie 21 wissenschaftliche Sessions und fünf Workshops, welche die Breite des Fachs Parasitologie abbilden. Die Gastgeber erwarten über 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Gießen. Prof. Grevelding ist zugleich stellvertretender Sprecher des LOEWE-Zentrums DRUID (Novel Drug Targets against Poverty-related and Neglected Tropical Infectious Diseases), das sich dem Themenkomplex der vernachlässigten Tropenkrankheiten widmet und vor allem Fragen zur Identifikation und Charakterisierung potenzieller Zielmoleküle für die Entwicklung von Wirkstoffen und Diagnostika gegen tropische Infektionskrankheiten adressiert. Das Zentrum DRUID vereint unter Federführung der Philipps-Universität Marburg (Sprecher: Prof. Dr. Stephan Becker, Institut für Virologie der UMR), die hessischen medizinführenden Universitäten (UMR, JLU und Goethe-Universität Frankfurt) sowie das Paul-Ehrlich-Institut, das Fraunhofer Institut für Translationale Medizin und Pharmakologie und die Technische Hochschule Mittelhessen. Deutsche Gesellschaft für Parasitologie (DGP) Die Deutsche Gesellschaft für Parasitologie (DGP) mit Sitz in Frankfurt/Main versteht sich als Zusammenschluss aller wissenschaftlich an der Parasitologie interessierten Personen, die auf den Gebieten der Zoologie und Botanik, der Medizin, insbesondere Tropenmedizin, Mikrobiologie und Hygiene, der Veterinärmedizin, des Pflanzenschutzes und der Schädlingsbekämpfung tätig sind. Die Gesellschaft hat sich zum Ziel gesetzt, dem Fortschritt auf allen Gebieten der Parasitologie zu dienen durch fachliche Zusammenarbeit, durch Erfahrungsaustausch zwischen In- und Ausland und durch Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Dazu hält die DGP alle zwei Jahre eine wissenschaftliche Tagung ab und führt zwischenzeitlich Symposien und Arbeitstagungen durch. Die DGP betreibt Öffentlichkeitsarbeit, um die Bedeutung von Parasitosen und die Arbeit von Parasitologen in den Medien und bei Forschungsförderern bekannt zu machen. Unter anderem konnten bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) aufgrund der Aktivitäten der DGP bislang drei Forschungsschwerpunktprogramme eingerichtet werden.
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