Parkinson-Krankheit: Neues Behandlungsangebot wird auf das Saarland ausgeweitet14. April 2025 Der Master-Studiengang ‚Advanced Practice Nursing‘ bereitet Pflegefachpersonen auf erweiterte Rollen in der klinischen Versorgung vor. Ein neuer, berufsbegleitender Master-Studiengang startet zum Wintersemester 2025/26 an der Universität des Saarlandes. (Foto: © UdS/Oliver Dietze) Menschen aus dem Saarland, die an Morbus Parkinson sind, können nun am Forschungsprojekt „INSPIRE“ teilnehmen, das die Versorgung Betroffener verbessern möchte. Das Projekt sieht vor, dass gesetzlich Versicherte, die an Parkinson erkrankt sind, über zwölf Monate von Advanced Practice Nurses zu Hause unterstützt und telemedizinisch begleitet werden. Parkinson lässt sich derzeit nicht heilen, medikamentöse Therapien können die Symptome aber lindern und kontrollieren, sodass viele Menschen noch lange ein weitgehend selbstständiges Leben führen können. „Eine optimale Versorgung von Menschen mit Parkinson-Syndromen hat zum Ziel, die Lebensqualität der Betroffenen und ihrer Familien entscheidend zu verbessern und gleichzeitig die Behandlungen effektiver, erreichbarer und den Übergang von Kliniken, ambulanten Versorgern und Therapeuten kontinuierlicher zu gestalten. Durch den Einsatz innovativer Lösungen wie die Betreuung durch Advanced Practice Nurses und die Stärkung der Betroffenen und ihrer Familien, in einer Kombination aus persönlichen Visiten und telemedizinischer Kommunikation und Vernetzung, können wir heute und in Zukunft eine nachhaltige und individualisierte Versorgung anbieten. Das Projekt des GBA-Innovationsfonds ‚Inspire‘ ist ein wichtiger Baustein für die Lösungen von morgen im Saarland, deshalb werbe ich für die Teilnahme und Unterstützung des Projektes zur Verbesserung der individuellen Behandlungsmöglichkeiten unserer Patienten“, erklärt der Leiter des Projektes, Prof. Sergiu Groppa von der Universität des Saarlandes. Zentrale und koordinierende Rolle der Advanced Practice Nurses Die Advanced Practice Nurses – das sind auf Masterniveau qualifizierte Pflegefachpersonen mit mehrjähriger Berufserfahrung – übernehmen im Versorgungsprojekt eine zentrale Rolle. Sie beurteilen für jeden Patienten die Krankheitssituation und erstellen einen individuell passenden Behandlungs- und Versorgungsplan. Dieser wird von ihnen mit den behandelnden Fachärzten abgestimmt und im engen telemedizinischen Austausch mit den Patientinnen und Patienten regelmäßig evaluiert und angepasst. Ein weiterer zentraler Bestandteil des Projektes ist die Verzahnung mit dem bereits bestehenden interdisziplinären Netzwerkstrukturen des Parkinson-Netzwerks Rhein-Main (PNRM+). Diesem Netzwerk gehören unter anderem Spezialisten aus den Bereichen Neurologie, Physio- und Ergotherapie, Logopädie sowie Parkinson-Selbsthilfegruppen an, die von den Advanced Practice Nurses bei Bedarf in die Behandlung eingebunden werden. Die Kommunikation aller Beteiligten erfolgt zum größten Teil über eine telemedizinische Plattform, auf der auch die elektronischen Fallakten aller an der Studie teilnehmenden Patienten abgelegt und gut geschützt sind. Parkinson-Patienten aus dem Saarland, die am Versorgungsprojekt teilnehmen möchten, können sich direkt an ihre neurologische Praxis, an die Klinik für Neurologie am Universitätsklinikum des Saarlandes oder auch direkt an das INSPIRE-Projektmanagement wenden (per Mail an inspire-info(at)parkinsonnetzwerk.de oder telefonisch unter: +49 6131 17-7838). An der Studie können insgesamt 1300 Menschen mit Parkinson-Syndrom für insgesamt zwölf Monate teilnehmen.
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