Parkinson-Patienten das Atmen erleichtern

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Die reflektorische Atemtherapie (RAT) kann Parkinson-Patienten mit Lungenfunktionsstörungen helfen. Dies zeigt eine Pilotstudie an der SRH Hochschule für Gesundheit in Leverkusen.

Um Lungenfunktionsstörungen zu behandeln, werden atemtherapeutische Interventionen im Rahmen der Physiotherapie bereits mit Erfolg eingesetzt. Es stand daher die Frage im Raum, ob diese Erfolge auch bei Menschen mit Parkinson-Syndrom erzielt werden können. Denn trotz bestmöglicher medikamentöser Behandlung leiden viele Betroffene infolge der Krankheit sekundär unter einer eingeschränkten Lungenfunktion.

Ziel der einarmigen klinischen Pilotstudie im Vorher-/Nachher-Design war es, die Anwendbarkeit der reflektorischen Atemtherapie (RAT) erstmalig an Patientinnen und Patienten mit idiopathischem Parkinson-Syndrom (IPS) zu testen. Es wurde untersucht, ob die RAT bei dieser Patientengruppe als Behandlungsmethode angewendet werden kann und welche Wirkungen Betroffene erwarten dürfen.

Insgesamt wurde die RAT an neun Studienteilnehmern (4 Frauen, 5 Männer) durchgeführt. Es konnte gezeigt werden, dass sich die krankheitsbezogene Lebensqualität bei fünf Patienten verbesserte, sieben Patienten konnten im Sechs-Minuten-Gehtest eine größere Distanz zurücklegen. In der Klinik könne die RAT daher die Behandlung von Personen mit idiopathischem Parkinson-Syndrom ergänzen, erklärtenDr. Melvin Mohokum, Professor für Therapiewissenschaften an der SRH Hochschule für Gesundheit am Campus Leverkusen, und Kollegen.

Originalpublikation:
Neumann N et al.: Reflektorische Atemtherapie bei Patienten mit idiopathischem Parkinson-Syndrom. Physioscience, 24. Oktober 2019