Patienten mit hoher Wiedereinweisungsrate sind häufiger Single oder geschieden25. März 2019 © Robert Kneschke – fotolia.com Patienten mit häufigen Krankenhausaufenthalten unterscheiden sich in bestimmten Merkmalen von Patienten mit weniger Wiedereinweisungen. In der Vergangenheit wurde zwar bereits über die Charakteristika der Patienten berichtet, die nach einer stationären Behandlung im Krankenhaus erneut aufgenommen wurden. Doch Untersuchungen hinsichtlich der Patientenmerkmale zwischen Patientengruppen mit verschieden Wiedereinweisungsraten fehlten bisher. Eine Arbeitsgruppe aus Florida analysierte daher verschiedene Patientengruppen mit unterschiedlichen Wiedereinweisungsraten.Basierend auf der Anzahl der Einweisungen und Wiederaufnahmen an einer US-amerikanischen Universitätsklinik innerhalb eines Jahres haben die Forscher über einen Zeitraum von drei Jahren insgesamt 2621 Patienten in eine von drei Gruppen eingeteilt. Die erste Gruppe bestand aus Patienten, die nicht erneut innerhalb eines Jahres eingewiesen wurden. Die zweite Gruppe umfasste Patienten mit einer oder zwei Wiedereinweisungen und die dritte Gruppe (HfR-Gruppe) hatte drei oder mehr Wiedereinweisungen. Demografische Daten sowie weitere Merkmale dieser Patienten wurden berücksichtig und zur Analyse verwendet. Die Auswertung der Ergebnisse zeigte, dass Patienten mit einer häufigen Wiederaufnahme häufiger Drogen nahmen, öfter eine psychiatrische Diagnose erhalten hatten und vermehrt unter chronischen Schmerzen litten. Für die Vorhersage einer hohen Wiederaufnahmehäufigkeit waren unter anderem das Alter, der Charlson-Severity-Index und die Morse-Fall-Scale von Bedeutung. Patienten in der HfR-Gruppe waren außerdem im Vergleich zu den beiden anderen Gruppen häufiger Single oder geschieden. Fazit Patienten, bei denen drei oder mehr Wiederaufnahmen innerhalb eines Jahres erfolgten, zeigten in der Studie bestimmte Merkmale wie chronische Schmerzen oder Drogenkonsum. Die Ergebnisse dieser Studie könnten für bestimmte Patienten einen Einblick in das Wiederaufnahmerisiko vermitteln, so die Studienautoren. (isch) Autoren: Porter M et al. Korrespondenz: Peter J. Carek, Department of Community Health and Family Medicine, College of Medicine, University of Florida, P.O. Box 100237, Gainesville, FL 32610-0237; [email protected] Studie: Are Patients Frequently Readmitted to the Hospital Different from the Other Admitted Patients? Quelle: J Am Board Fam Med 2019;32:58–64. Web: https://doi.org/10.3122/jabfm.2019.01.180052