Patientenverband ehrt Heidenreich für herausragendes Engagement14. Oktober 2020 Axel Heidenreich wurde mit der Wil-de-Jongh-Medaille geehrt. Foto: BPS Der Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe (BPS) hat am 08.10.2020 in Köln den Urologen Prof. Axel Heidenreich für sein überdurchschnittliches Engagement, seine ausgeprägte Patientenorientierung und Unterstützung der Selbsthilfe mit der Wil-de-Jongh-Medaille geehrt. Heidenreich besitze und veröffentliche umfangreiches medizinisches Expertenwissen, mit dem eine Patientenversorgung auf dem besten Stand der Wissenschaft erst möglich werde, begründet der Verband seine Entscheidung. Sein Engagement sei – neben der Bewältigung täglicher anspruchsvoller Aufgaben in der Führung einer Klinik – von außergewöhnlichem Einsatz geprägt. Damit unterstütze er den BPS in hohem Maße, um Patienten mit aktuellen evidenzbasierten Informationen versorgen und ihre Interessen im Gesundheitswesen glaubhaft vertreten zu können. In Anwesenheit von Kolleginnen, Kollegen und Mitgliedern der Kölner Selbsthilfegruppen für Prostatakrebs überreichten die BPS-Vertreter Günter Feick, Manfred Ohler und Bernd Troche die Wil-de-Jongh-Medaille zusammen mit einer Urkunde an Heidenreich. Mit Freude äußerte der Geehrte: „ Ich muss keine großen Worte machen, denn Sie wissen, wie gerne ich diese Arbeit mache. Wir haben viele Patientenseminare gehalten sowie Bücher und Ratgeber geschrieben. Ich glaube, das wichtigste Anliegen, das man im klinischen Alltag umsetzen kann, ist: für die Patienten da zu sein, sie nach bestem Wissen und Gewissen zu therapieren – nicht um jeden Preis, sondern individuell angepasst an die Bedürfnisse und Situationen der Patienten. Daher freue ich mich wirklich ganz besonders, die Wil-de-Jongh-Medaille zu erhalten.“ Heidenreich ist seit 2015 Direktor der Klinik für Urologie, Uro-Onkologie, spezielle urologische und Roboter-assistierte Chirurgie des Universitätsklinikums Köln. Zuvor war er Direktor der Klinik für Urologie am Universitätsklinikum Aachen. Über die Wil de Jongh-Medaille Der BPS würdigt mit dieser Ehrung hohe wissenschaftliche Kompetenz, überdurchschnittliches Engagement und insbesondere die ausgeprägte Patientenorientierung eines klinisch tätigen oder niedergelassenen Arztes. Der Namensgeber der Medaille, der Niederländer Wil de Jongh, war selbst an Prostatakrebs erkrankt. Als Patient erwarb er Kenntnisse, die in seiner Zeit ungewöhnlich umfangreich und fundiert waren und die er anderen zugutekommen ließ. Sein Beispiel inspirierte Menschen in vielen Ländern, sich mit ihrer Erkrankung Prostatakrebs intensiv zu beschäftigen. Wil de Jongh verstarb im Jahr 2004. Über den BPS Der BPS wurde im Jahr 2000 gegründet und hat seinen Sitz in Bonn. Ihm gehören 220 Selbsthilfegruppen an. Er ist europaweit die größte und weltweit die zweitgrößte Selbsthilfeorganisation für Prostatakrebspatienten. Der BPS vertritt Patienteninteressen im Gemeinsamen Bundesausschuss, in der Leitlinienkommission, in der Zertifizierungskommission der Zentren und ist Mitglied in der europäischen Prostatakrebs-Selbsthilfevereinigung „Europa UOMO“. Der BPS ist gemeinnützig und steht unter der Schirmherrschaft der Stiftung Deutsche Krebshilfe. (BPS/ms)
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