Pembrolizumab plus Lenvatinib wirksam bei fortgeschrittenem nichtklarzelligen Nierenzellkarzinom

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Die KEYNOTE-B61-Studie zeigt, dass die Kombination aus Pembrolizumab plus Lenvatinib auch bei Patienten mit unbehandeltem, fort­geschrittenem nicht klarzelligen ­Nierenzellkarzinom dauerhafte Antitumoraktivität zeigt.

Dabei stimme das Sicherheitsprofil mit dem früherer Studien überein, berichten ­Wissenschaftler um Prof. Laurence Albiges vom Institut Gustave Roussy in Villejuif, Frankreich. Die Ergebnisse stützten den Einsatz von Pembrolizumab plus Lenvatinib als Erstlinienbehandlungsoption für diese Patienten, ergänzen sie.

KEYNOTE-B61 ist eine 1-armige Phase-II-Studie, die an 48 Einrichtungen in 14 Ländern durchgeführt wird. Teilnahmeberechtigt waren Erwachsene mit unbehandeltem nicht klarzelligen Nierenzellkarzinom im Stadium IV und einem Karnofsky-Performance-Status von ≥70%. Alle in die Studie aufgenommenen Patienten erhielten Pembrolizumab 400 mg intravenös alle 6 Wochen über einen Zeitraum von bis zu 18 Zyklen (2 Jahre) plus Lenvatinib 20 mg oral 1-mal täglich oder bis zur Progression, inakzeptabler Toxizität oder Rückzug aus der Studie. Die Behandlung mit Lenvatinib konnte über 2 Jahre hinaus fortgesetzt werden.

Von 215 gescreenten Patienten wurden 158 registriert und erhielten eine Behandlung (23.02.2021–21.01.2022). Das mediane Alter zu Studienbeginn betrug 60 Jahre (IQR 52–69), 112/158 Patienten (71 %) waren männlich, 46 weiblich (29%), 128 weiß (81%), 12 asiatisch (8%), 3 schwarz oder afroamerikanisch (2%) und bei 15 (9 ) fehlten Daten zur Hautfarbe. Am Datenstichtag (07.11.2022) betrug die mediane Nachbeobachtung der Studie 14,9 Monate (IQR 11,1–17,4). Wie Albiges und ihre Kollegen schildern, zeigten 78/158 Patien­ten ein bestätigtes objektives Ansprechen (49%; 95%-KI 41–57), inkl. 9 Patienten mit bestätigtem vollständigen Ansprechen  (6%) und 69 mit bestätigtem teilweisen Ansprechen (44%). Bei 81/158 Patienten (51%) traten im Zusammenhang mit der Behandlung unerwünschte Ereignisse (UE) von Grad 3/4 auf, die häufigsten davon Hypertonie (37/158 [23%]), Proteinurie (7 [4%]) und Stomatitis (6 [4%]). Schwerwiegende mit der Therapie assoziierte UE erlitten 31/158 Patienten (20%). Zudem verstarben 8 (5%) aufgrund von UE, die nicht mit der Behandlung in Zusammenhang gebracht wurden.

(sf/ms)