Pembrolizumab plus Lenvatinib wirksam bei fortgeschrittenem nichtklarzelligen Nierenzellkarzinom24. November 2023 Symbolbild: jirsak – stock.adobe.com Die KEYNOTE-B61-Studie zeigt, dass die Kombination aus Pembrolizumab plus Lenvatinib auch bei Patienten mit unbehandeltem, fortgeschrittenem nicht klarzelligen Nierenzellkarzinom dauerhafte Antitumoraktivität zeigt. Dabei stimme das Sicherheitsprofil mit dem früherer Studien überein, berichten Wissenschaftler um Prof. Laurence Albiges vom Institut Gustave Roussy in Villejuif, Frankreich. Die Ergebnisse stützten den Einsatz von Pembrolizumab plus Lenvatinib als Erstlinienbehandlungsoption für diese Patienten, ergänzen sie. KEYNOTE-B61 ist eine 1-armige Phase-II-Studie, die an 48 Einrichtungen in 14 Ländern durchgeführt wird. Teilnahmeberechtigt waren Erwachsene mit unbehandeltem nicht klarzelligen Nierenzellkarzinom im Stadium IV und einem Karnofsky-Performance-Status von ≥70%. Alle in die Studie aufgenommenen Patienten erhielten Pembrolizumab 400 mg intravenös alle 6 Wochen über einen Zeitraum von bis zu 18 Zyklen (2 Jahre) plus Lenvatinib 20 mg oral 1-mal täglich oder bis zur Progression, inakzeptabler Toxizität oder Rückzug aus der Studie. Die Behandlung mit Lenvatinib konnte über 2 Jahre hinaus fortgesetzt werden. Von 215 gescreenten Patienten wurden 158 registriert und erhielten eine Behandlung (23.02.2021–21.01.2022). Das mediane Alter zu Studienbeginn betrug 60 Jahre (IQR 52–69), 112/158 Patienten (71 %) waren männlich, 46 weiblich (29%), 128 weiß (81%), 12 asiatisch (8%), 3 schwarz oder afroamerikanisch (2%) und bei 15 (9 ) fehlten Daten zur Hautfarbe. Am Datenstichtag (07.11.2022) betrug die mediane Nachbeobachtung der Studie 14,9 Monate (IQR 11,1–17,4). Wie Albiges und ihre Kollegen schildern, zeigten 78/158 Patienten ein bestätigtes objektives Ansprechen (49%; 95%-KI 41–57), inkl. 9 Patienten mit bestätigtem vollständigen Ansprechen (6%) und 69 mit bestätigtem teilweisen Ansprechen (44%). Bei 81/158 Patienten (51%) traten im Zusammenhang mit der Behandlung unerwünschte Ereignisse (UE) von Grad 3/4 auf, die häufigsten davon Hypertonie (37/158 [23%]), Proteinurie (7 [4%]) und Stomatitis (6 [4%]). Schwerwiegende mit der Therapie assoziierte UE erlitten 31/158 Patienten (20%). Zudem verstarben 8 (5%) aufgrund von UE, die nicht mit der Behandlung in Zusammenhang gebracht wurden. (sf/ms)
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