Pembrolizumab synergistisch mit Ephrin-B2-Inhibition bei metastasiertem Urothelkarzinom

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Wissenschaftler aus den USA haben die Interaktion der EphrinB2-Inhibition und der Immuncheckpoint-Inhibition mit Pembrolizumab beim metastasierten Urothelkarzinom untersucht. Die Daten deuten auf eine synergistische Wirkung gegen den Krebs hin.

In dieser Phase-II-Studie erhielten Patienten mit metastasiertem Urothelkarzinom, das nach einer platinbasierten Chemotherapie wieder auftrat oder fortschritt, lösliches EphB4-Humanserumalbumin (sEphB4-HSA) in Kombination mit Pembrolizumab. Die primären Endpunkte waren Verträglichkeit und Gesamtüberleben (OS). Als sekundäre Endpunkte untersuchten die Autoren das progressionsfreie Überleben (PFS), die objektive Ansprechrate (ORR), Ansprechdauer und Toxizität. Zusätzlich korrelierten sie die Expression des sEphB4-HSA-Zielproteins EphrinB2 mit den Out­comes.

70 Patienten wurden in die Studie eingeschlossen. Die mediane Nachbeobachtungszeit betrug 22,9 Monate (Bereich: 1,3–54,7). Das Therapieregime hatte nach Angaben der Prüfärzte eine akzeptable Toxizität. In der Intent-to-treat-Analyse (n=70) betrug das mediane OS 14,6 Monate (95%-KI 9,2–21,5). 26 (37%) Patienten zeigten ein objektives Ansprechen (95%-KI 26–48). Das mediane PFS betrug 4,1 (95%-KI 1,5–5,7) Monate. 46 (66%) Patienten exprimierten EphrinB2, sie erreichten ein medianes OS von 21,5 Monaten (95%-KI 12,4 bis nicht erreicht) und eine ORR von 52% (95%-KI 37–67), einschließlich einer vollständigen Ansprechrate von 24% (11/46; 95 %-KI 12–36). Das mediane PFS betrug hier 5,7 (95%-KI, 2,7–27,9) Monate. Das Ansprechen blieb nach 6, 12 und 24 Monaten bei 88%, 74% bzw. 69% der Patienten aufrechterhalten.

„Die Kombination von sEphB4-HSA und Pembrolizumab scheint synergistisch mit verbessertem OS und ORR zu sein, verglichen mit historischen Daten für die Monotherapie“, folgern die Wissenschaftler.

(ms)